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berlin-ankuendigungen - [Berlin-Ankündigung] Fwd: [PP#100279926] Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum Schutz von Polizist*innen

berlin-ankuendigungen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Ankündigungen des Landesverbandes Berlin

Listenarchiv

[Berlin-Ankündigung] Fwd: [PP#100279926] Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum Schutz von Polizist*innen


Chronologisch Thread 
  • From: Demo-Orga <demo-orga AT berlin.piratenpartei.de>
  • To: berlin-ankuendigungen AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [Berlin-Ankündigung] Fwd: [PP#100279926] Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum Schutz von Polizist*innen
  • Date: Wed, 26 Apr 2017 20:01:23 +0200
  • Organization: Piratenpartei

Ihr Lieben,

wer morgen abend um 18.00 Uhr Zeit hat, kann gerne vor dem Bundestag die
Piratenflagge schwenken und für die Wahrung der Versammlungsfreiheit
eintreten.

Mit freundlichen Grüßen
Therese Lehnen

--
Piratenpartei Deutschland Berlin
Pflugstr. 9a
10115 Berlin

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Simon Kowaleski (Vorsitzender)
Philipp Zühlke (stellv. Vorsitzender)
Achim Weinberger (Schatzmeister)
Franz Josef Schmitt (politischer Geschäftsführer)
Therese Lehnen (Generalsekretärin)
Alexander Spies (Beisitzer)
Mikk Schunke (Beisitzerin)
Aljoscha Henke (Beisitzer)

Internet: http://berlin.piratenpartei.de
E-Mail: vorstand AT berlin.piratenpartei.de
Telefon: (030) 609 822 880
Telefax: (030) 609 822 889
---- Weitergeleitete Nachricht von Sven Lüders <info AT humanistische-union.de>
---

Von: Sven Lüders <info AT humanistische-union.de>
An: presse.berlin AT piratenpartei.de
Betreff: [HU-PRESSE] Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum
Schutz von Polizist*innen
Datum: 2017-04-25 16:00:11

> *Gemeinsame Pressemitteilung *
> Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer PolizistInnen – Humanistische Union
> e.V. – Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. – linksjugend
> ['solid] Brandenburg – linksjugend
> ['solid] Berlin – Kampagne „Nein zum Polizeistaat“ – Republikanischer
> Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. – SJD - Die Falken, Landesverband
> Brandenburg – Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.
> Berlin, 25. April 2017
>
> *Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum Schutz von
> Polizist*innen*
>
> Wir - ein Zusammenschluss von zahlreichen Bürgerrechtsorganisationen und
> zivilgesellschaftlich engagierten Gruppen - rufen für *Donnerstag, den
> 27. April 2017*, um *18 Uhr* zu einer Kundgebung gegen die geplante
> Strafrechtsverschärfung für Angriffe auf Vollstreckungsbeamte vor dem
> Bundestag (Platz der Republik) auf.
>
> Die geplante Gesetzesänderung sieht für tätliche Angriffe auf
> Polizist*innen und andere Vollstreckungsbeamte künftig eine
> Mindeststrafe von 3 Monaten Haft vor. Wir lehnen diese Gesetzesänderung
> als völlig unverhältnismäßig ab. Der von den Gerichten äußerst weit
> definierte Begriff des „tätlichen Angriffs“ ist in der Praxis schnell
> erfüllt. So könnte bereits ein einfaches Schubsen künftig zu einer
> Haftstrafe führen. Verletzungsfolgen oder -absichten sind hierfür nicht
> erforderlich. Diese Gesetzesverschärfung ist nicht nur drakonisch und
> grundlos, sie zeigt auch eine autoritäre Staatsauffassung seitens der
> Bundesregierung und Regierungsfraktionen. Auch führt sie zur
> erleichterten Kriminalisierung von Demonstrationsteilnehmer*innen, etwa
> bei engen Einschließungen oder bei Gerangel an Polizeiketten, und bei
> Aktionen zivilen Ungehorsams beim Wegtragen.
>
> Zudem verstößt es gegen den verfassungsrechtlich verbürgten
> Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn Angriffe auf Vollstreckungsbeamt*innen
> künftig deutlich stärker sanktioniert werden sollen, als solche, die
> sich gegen Bürger*innen richten. Eine solche Privilegierung ist
> grundlos, denn die für alle Bürger*innen geltenden Strafnormen der
> Nötigung und Körperverletzung schützen auch Polizist*innen und andere
> Amtsträger*innen. Eine steigende Gewalt gegenüber Polizist*innen –
> welche die Strafrechtsverschärfung rechtfertigen soll - lässt sich
> hingegen nicht nachhaltig nachweisen. Die polizeiliche Kriminalstatistik
> (PKS) zählt lediglich das polizeiliche Anzeigeverhalten, nicht hingegen
> rechtskräftig abgeurteilte Straftaten.
>
> Die Strafrechtsverschärfung macht uns insbesondere auch deshalb Sorge,
> weil sie die Aufklärung rechtswidriger Polizeigewalt weiter erschwert.
> Seit Jahren weisen Bürgerrechtsorganisationen auf das Problem häufig
> folgenlos bleibender rechtswidriger Polizeigewalt hin. Die geringe
> Anzeigequote gegen rechtswidrig agierende Polizist*innen beruht unter
> anderem darauf, dass Opfer regelmäßig mit einer Gegenanzeige wegen
> Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte überzogen werden. Die
> Strafrechtsverschärfung für dieses Delikt, trägt nun die Gefahr in sich,
> dass Opfer von Polizeigewalt künftig noch häufiger von Anzeigen absehen
> werden.
>
> Für eine aktive Zivilgesellschaft und gelebte Demokratie brauchen wir
> eine Gesetzeslage, die nicht vor Beteiligung an Versammlungen
> abschreckt. Vielmehr bedarf es unabhängiger Kontrollinstanzen gegen
> Polizeigewalt. Anerkennung polizeilicher Arbeit darf nicht durch ein
> Sonderrecht für die Repräsentanten des staatlichen Gewaltmonopols zum
> Ausdruck kommen.
>
> . Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer PolizistInnen
> . Humanistische Union e.V.
> . Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
> . linksjugend ['solid] Brandenburg
> . linksjugend ['solid] Berlin
> . Kampagne „Nein zum Polizeistaat“
> . Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.
> . SJD - Die Falken, Landesverband Brandenburg
> . Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.
>
>
> /
> /*Weitere Informationen zum Thema**:
>
> ** Gemeinsame* Stellungnahme zum Gesetzentwurf in BT-Drs. 18/11161:
> http://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/gemeinsame-stellungnahme-zum-gesetzentwurf-drs-1811161-520/http://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/gemeinsame-stellungnahme-zum-gesetzentwurf-drs-1811161-520/
> <http://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/gemeinsame-stellungnahme-zum-gesetzentwurf-drs-1811161-520/>
>
> * Kann und soll das Strafrecht Polizist*innen schützen?:
> http://www.grundrechtekomitee.de/node/841
>
> * Jens Puschke: Strafverschärfung für Widerstand gegen
> Vollstreckungsbeamte – ein falsches Signal mit fragwürdiger Begründung,
> Mitteilungen Nr. 215/216 (Heft 1/2012)
> <http://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/hefte/nummer/215/>,
> S. 10/11
>
> * Online-Kampagne zum Unterzeichnen:
> https://weact.campact.de/petitions/nein-zum-polizeistaat-stoppt-die-anderungen-der-ss113-und-ss114stgb-2?source=twitter-share-email-button&time=1490858106
>
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> /
>
>
---- Ende der weitergeleiteten Nachricht ---

  • [Berlin-Ankündigung] Fwd: [PP#100279926] Kundgebung gegen geplante Strafrechtsverschärfung zum Schutz von Polizist*innen, Demo-Orga, 26.04.2017

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