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Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] [AG-Gesundheit] Zur Diskussion: Patienteninteressen kontra Missbrauch des Gesundheitssystems
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- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] [AG-Gesundheit] Zur Diskussion: Patienteninteressen kontra Missbrauch des Gesundheitssystems
- Date: Sat, 12 May 2012 18:37:33 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
Patientenquittungen konnten in Praxen, die sich mit gesetzlichen
Anforderungen auseinander gesetzt hatten, sofort ausgedruckt werden. Der Patient bezahlt indirekt über Zwangsabgaben. Piraten sind für Transparenz! Am 12.05.2012 18:16, schrieb Dr. Holger Scholz: Siehe unten
Von:
ag-gesundheitswesen-bounces AT lists.piratenpartei.de
[mailto:ag-gesundheitswesen-bounces AT lists.piratenpartei.de]
Im Auftrag von sozialpiraten
Es gibt bereits eine gesetzliche Vorgabe,
dass jeder Arzt dem Patienten auf Verlangen eine
Patientenquittung/Kopie aushändigen muss.
<<< in Anbetracht der Tatsache, dass der Patient, der die Quittung einfordert ja nicht vor hat den Betrag zu bezahlen, sondern nur zu kontrollieren, ob der Arzt richtig abrechnet könnte man das so werten ;-)). Die überwiegende Mehrzahl der Patienten, ich schätze mal 99% hat aber überhaupt kein Interesse an dieser Kontrolle.
<<< keine Verkäuferin käme auf die Idee, eine Quittung auszustellen, wenn nicht bezahlt wird. Selbstverständlich kann aber jeder Patient eine Rechnung bekommen.
<<< Es ist zum Zeitpunkt der Behandlung gar nicht möglich, eine Rechnung auszustellen, weil nicht klar ist, wie viel der Arzt für seine Behandlung bekommt. Das steht mitunter, nach allen Möglichkeiten der Korrekturen und Regresse erst 1-2 Jahre später fest. Witzig, ne?
Ein Beispiel, dass schon viel helfen würde, wäre, wie schon mehrfach vorgeschlagen, die "Arztrechnung" sprich, jedes Quartal zur Abbrechnung verschickt der Arzt eine Proforma-Rechnung an seine Patienten in der aufgelistet ist, was er mit seiner Kasse abrechnet. Man kanns auch sorum machen, dass die Kasse einen Beleg versendet, was sie als Abrechnung vom Arzt erhalten hat ... das sind Detailfragen ... tatsache ist jedoch, und da haben andere Länder in der EU schon viel gute Erfahrungen mit gemacht, wenn der Arzt nicht einfach anonym abrechnet, sondern weiß, sein Patient bekommt zu gesicht, was er abrechnet, hat das schon den psychologischen Aspekt sich detailierter mit dem Patienten zu beschäftigen.
Das es schwarze Schafe gibt, wirst Du NIEMALS verhindern, dabei würde das System der Proforma-Rechnung aber auch helfen, besonders, wenn die Krankenkassen die erhaltene Abrechnung versenden, da der Patient als zweiter Beteiligter beurteilen kann, ob die drei Ultraschalls jetzt statt gefunden haben oder nicht. Das ist übrigens ein weiterer psychologischer Aspekt, je wahrscheinlicher eine Entdeckung ist, desto höher die Hemmschwelle zu betrügen.
Von:
sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
Ok.
Aber wie? Politiker erhalten relativ faire
Arbeitslöhne und lassen sich trotzdem bestechen.
Ärzte auch. erstmal zu Punkt 2) Wann ist das Behandlungsende von einem chronisch Kranken?
zum Rest ... dann haben wir schnell amerikainsche Verhältnisse weil der Arzt sich erst mit 23 Millionen +- 2000 verschiedenen Zustimmungs- und Freigabeerklärungen absichern muss (vor der Behandlung) anderenfalls würde die Kunstfehlerversicherung unbezahlbar und der Arzt selber stünde schon mit einem Bein im Knast bevor er mit der Behandlung angefangen hat
Abgesehen davon wie will man die Beratung lösen, wenn ein bewußtloses Unfallopfer eingeliefert wird.
Klar ist Beratung sehr wichtig, tatsache ist und bleibt aber, das Verhältnis Arzt und Patient ist immer ein Vertrauensverhältnis ... wir müssen ehr den Arzt in eine Position bringen, die ihn unabhängiger von wirtschaftlichen Interessen oder Bestechungen macht
my two cent
LG
Bernd
An: ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de Gesendet: 9:01 Samstag, 12.Mai 2012 Betreff: [AG-Gesundheit] Zur Diskussion: Patienteninteressen kontra Missbrauch des Gesundheitssystems 1. Der Arzt wird verpflichtet, den Patienten bei jeder Verordnung über Nebenwirkungen und über medikamentenfreie Alternativen aufzuklären. 2. Jeder Patient sollte nach Behandlungsende eine Patientenquittung ausgehändigt bekommen, wie in anderen Dienstleistungsbereichen auch. 3. Inhalte von Beratungsgesprächen mit Ärzten dürfen vom Patienten dokumentiert werden -- AG-Gesundheitswesen mailing list AG-Gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-gesundheitswesen
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- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] [AG-Gesundheit] Zur Diskussion: Patienteninteressen kontra Missbrauch des Gesundheitssystems, sozialpiraten, 12.05.2012
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