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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 2. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 2. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht


Chronologisch Thread 
  • From: Schwan <Schwan AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 2. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht
  • Date: Fri, 28 Oct 2011 11:36:23 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


*Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht*

Wir bekennen uns zur grundsätzlichen Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie zu ihrem Auftrag der Sicherung einer wertstabilen, gemeinsamen, europäischen Währung. Diesem politisch gesetzten Primärauftrag soll ein weiterer hinzugefügt werden. Es hat sich gezeigt, dass die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaften, welche den Euro als Währung führen, zu Problemen bei der Erfüllung des Primärauftrages führen können. Die Ausgleichsmechanismen durch Währungsschwankungen und unterschiedlichen Zentralbank-Zinsen fehlen im Euroraum*. D*em daraus resultierenden Problemfeld muss adäquat begegnet werden.

Aus diesem Grunde soll der EZB eine Berücksichtigung der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen im Sinne einer Förderung aller Mitgliedstaaten als zusätzlicher Auftrag gegeben werden. Wir gehen davon aus, dass durch diese zusätzliche Aufgabe die Problematik der sich an saldierten Preissteigerungen orientierenden Stabilitätspolitik durch den EZB-Zinssatz etwas entspannt. Alternative Methoden wie das aktive Einsetzen des Mindestreservesatzes, einem breiteren Inflationskorridor und einer differenzierteren Geldmarktpolitik innerhalb der Eurozone sowie andere Methoden könnten zu einer Stabilisierung des Währungsraums beitragen.

Die EZB setzt geeignete Mittel der Marktbeobachtung sowie der allgemeinen Bankenaufsicht zur Erhebung von Realwirtschaft- und Finanzmarktdaten ein. Die Analyse der Marktdaten dient der Justierung der EZB-Instrumente mit dem Ziel, einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf zu ermöglichen und frühzeitig auf Fehlentwicklungen im Finanz- und Bankensektor hinweisen zu können. Diese Analysen müssen in regelmäßigen Abständen publiziert und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert werden.

Ziel dabei ist neben dieser Justierung auch, dass die Bürger auf die Politik entsprechend Einfluss nehmen können. Denn die EZB ist nicht für die Unterschiede der Volkswirtschaften verantwortlich und kann dementsprechend auch nicht alleine für die Folgen verantwortlich gemacht werden. Sie ist jedoch ein zentrales Element, welches auch eine aufklärende Arbeit zu leisten hat.




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