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Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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[Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten
Chronologisch Thread
- From: Alexander Neißendorfer <alex AT neissendorfer.com>
- To: "AGSM" <ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten
- Date: Fri, 21 Oct 2011 16:21:53 +0200
- Importance: Normal
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
Anhalter schreibt:
Ne, geht m.M. nach gar nicht. Da sind zuviele Unklarheiten drin:Hinsichtlich Besteuerung und SV-Finanzierung bezogen auf alle Einkunftsarten.
"Gleichbehandlung aller Einkommensarten" a) wenn dann Einkunftsarten, Gleichbehandlung in welcher Hinsicht?
Die Einbeziehung von z.B. Glücksspiel oder Erbschaften in eine Einkommensteuer ist steuersystematisch nicht möglich, das wäre schon eine ziemlich umfassende Reform bis hin zu Änderungen des GG, geht alles, ist aber in der dargestellten Form ziemlich unstrukturiert und klingt "Laienhaft"Das Thema Erbschaft wurde doch bereits raus genommen und ist somit gesondert zu behandeln.
Wieso werden hier Veränderungen der ESt und Reform der Sozialversicherung in einen Hut geworfen?Da das "zu versteuernde Einkommen" (oder wie man auch immer die Summe aller Einkunftsarten bezeichnen müsste) Grundlage für die finanzielle Beteiligung eines Bürgers am Staatswesen ist. Wieso sollte der Bürger nicht auch anhand dieser Rechengröße am Sozialversicherungssystem beteiligt werden?
Sozialversicherungspflichtig löst ohne grundlegenden Systemwechsel auch Sozialversicherungsleistungen aus. Da freut sich der Herr Ackermann, wenn er Arbeitslosengeld und Rente von der BFA bekommt, die Höhe der Leistung muss den Beiträgen angemessen sein. Da sehe ich schon die Bild-Schlagzeile: Piraten fordern 50.000€ Rente für MillionäreDaher wurde ja bereits diskutiert, die SV nicht aus Beiträgen/Abgaben zu finanzieren sondern als Steuer zu erheben und dadurch auch die Leistungen (z.B. Rente) zu deckeln. Mein Favorit wäre derzeit (à la Kirchensteuer) ein Prozentsatz aus der Einkommensteuer, welcher dann auch nicht steuerlich abzugsfähig ist. Im Gegenzug müsste wohl der Grundfreibetrag angehoben werden, aber das scheint ohnehin Einigkeit zu herrschen.
Nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge lösen keinen Verzocht auf Steuereinnahmen aus, im Gegenteil, da gezahlte Soz.Beitrage steuerlich abzugsfähig sind, würde die Ausdehnung der Beitragspflichtig zu Steuerausfällen führen.
Der reichste Teil der Bevölkerung wird mitnichten gering besteuert aber richtig, er zählt auch über die Steuerzuschusse ins System etwas in das Sozialsysteme (wenn auch zu wenig)Wäre dann ja nicht mehr nötig, wenn sie direkt und progressiv mit ALLEN Einkunftsarten beteiligt wären (incl. Kapitalerträgen, Mieten etc.).
Insgesamt: Gut gemeint, aber handwerklich zwangsläufig schlecht. Nichts für ungut T-Bone, aber die Fachbegriffe sind halt schwierig auseinander zu halten, muss aber sein. Und eine vernünftige Formulierung wird halt komplex.Nur an der Formulierung sollte es aber nun wirklich nicht scheitern! Ebensowenig an der Nennung von konkreten Beträgen, die man m.E. in der Tat in diesem Stadium der Lösungsfindung noch weglassen sollte.
Greez!
Alex
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten, Alexander Neißendorfer, 21.10.2011
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