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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Das Elend der Rechthaberei oder der Ansatz für eine Piratenstrategie

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Das Elend der Rechthaberei oder der Ansatz für eine Piratenstrategie


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <aloa5 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Das Elend der Rechthaberei oder der Ansatz für eine Piratenstrategie
  • Date: Mon, 11 Jul 2011 12:49:16 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Im allgemeinen finde ich diese philosophischen Diskussionen zwar
interessant aber für eine AG nicht zielführend. Daher immer i.V.
abkürzende Antworten.



Daniel Juling schrieb:
> Wichtig finde ich herauszuheben, dass es keine absolute Wahrheit gibt,
> sondern nur höchst subjektive Bewertungsmassstäbe.

Das ist vom Kontext abhängig. Natürlich gibt es absolute Wahrheiten. ;)
Dazu gehören Daten und Fakten, denn sie beschreiben vergangenes und
aktuelles. Dazu gehören auch genetisch bedingte Dinge. Man kann zwar
lange darüber philosophieren das es möglich sei Schmerzen zu
unterdrücken oder das es 12 jährige gibt welche "reif" seien -- jedoch
sollte man unschwer erkennen können das es nicht sinnvoll ist über den
Fakt eines messbar nicht ausgereiften Hirnes zu diskutieren oder über
die Ausbildung von Nervenenden. Auch dann nicht wenn manche Pädophile
oder Gurus lange Debatten darüber führen können das es
Interpretationssache sei.


> Jeder schließt aufgrund von seinen Erfahrungen darauf das was
> "richtig" ist. Wer in seinem Leben nur weiße Schwäne gesehen hat,
> kann verallgemeinern, dass es nur weiße Schwäne gibt.

Das bedeutet jedoch nicht im Umkehrschluß das es Bunte Schwäne geben
muss oder diese überhaupt möglich wären. Das sind und werden sie nicht
dadurch das man behauptet dem wäre so.



> Die Vertreter der jeweiligen Theorie fühlen sich im Recht, da in ihrem
> Kontext ihnen alles als wahr erscheint, doch nicht im Kontext der
> Theorie des anderen.

In der Regel ist es so, das die einen behaupten es gäbe rote Schwäne
und andere behaupten es gäbe blaue Schwäne etc.. Beide leiten deren
Existenzen aus Ihrem Weltbild ab. Dabei reden wir jedoch nur von einer
bestimmten Art von Theorien. Nur Fakten handeln von weißen Schwänen
(wobei Weiß die Summe aller Farben darstellt).




> JETZT KOMMT DER LÖSUNGSANSATZ:
> ..... Satz "x" ist wahr für eine Gruppe von Personen genau dann, wenn
> die Anerkennung von "x" nützlich ist für die Realisierung von Zielen
> der Gruppe.

Man muss nur daran glauben?
Das ist nicht sinnvoll wenn man ein Ergebnis ausarbeiten möchte welches
für jemand anderes als die Gruppenmitglieder Gültigkeit haben soll.


Beispiel:
Es ist unschwer sich innerhalb eines Kibbuz auf Verhaltensmaßregeln und
ein "Gesellschaftssystem" (auch Hierarchie etc.) zu einigen, zumal es bei
Gründung ein Opt-In darstellt. Gleiches gilt für eine Kommunistengruppe
o.ä.. Das Problem bei solchen Mikrosystemen ist die Realität der
übrigen vielen Mrd Menschen auf dem Planeten.


Vulgo: man kann sich z.B. innerhalb einer kommunistischen Plattform noch
so einig sein über etwas. Es wird niemals innerhalb unserer Lebensspanne
zu einem Weltkommunismus kommen. Daher ist eine Plattform wie von Dir
beschrieben auch nicht zielführend denn sie beschäftigt sich
*ausschließlich mit sich selbst* und tendenziell auch mit Utopien. Das
ist ganz nett wenn man solche Dinge ausarbeiten möchte.


Wenn man versucht so etwas in die Realität einzuarbeiten hat man eine
FDP welche bei nach wie vor abzusehenden hohen Staatsdefiziten und
bestehender "Schuldenbremse" über Steuersenkungen spricht. Das ist zwar
alles innerhalb der "Wahrheit" der FDP /denkbar/ aber deswegen ist es
noch lange nicht sinnvoll so etwas anzustreben. Für das erfinden von
bunten Schwänen welche mehr als tote Zellhaufen darstellen (und damit
lebensfähig sein) sollen gibt es objektiv verwertbare Kriterien. Anhand
dieser pro/contra-Liste kann man einen Korridor der Wahrscheinlichkeit
eines eintretens der gewünschten Ergebnisse festmachen.


Vulgo: es reicht nicht aus sich darüber einig zu sein das es bunte
Schwäne zu geben /hat/ da man diese eben haben /will/ weil die so
hübsch aussehen. ;)


Grüße
Otmar







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