Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Anonyme Abstimmungen und Delegationen

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Anonyme Abstimmungen und Delegationen


Chronologisch Thread 
  • From: Semon <semon3496 AT arcor.de>
  • To: ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Anonyme Abstimmungen und Delegationen
  • Date: Mon, 15 Oct 2012 20:39:30 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Hallo Kattuhl,
habe deinen Beitrag leider erst heute nach eurem LPT gelesen.
Ich vermute es ging um diesen Antrag: http://wiki.piratenpartei.de/SH:LPT2012.3/Antr%C3%A4ge/S094_LQFB ?
Was ist daraus geworden ?

Da ich deine Fragen sehr interessant finde, trotzdem noch meine Ansichten dazu:

Am 10.10.2012 14:04, schrieb Kattuhl 7:
Moin,

wir werden in SH auf unserem LPT am Wochenende die Einführung von LQFB
diskutieren.

Es gibt eine starke Meinung dafür, "geheime" Abstimmungen zu
gestatten, zur Not auch als Pseudo-Anonym, also im Zweifel für einen
Admin einsehbar.
Das wirft für mich  im Zusammenhang mit Delegationen einige Fragen auf:

Soll die Nichtanzeige des Abstimmungsverhaltens nur generell oder auch
themenbezogen für
einzelne Abstimmungen wählbar sein?

1. Nur Generell: Damit verzichte ich dann auf das passive Wahlrecht,
nämlich Delegationen empfangen zu können.
Normalerweise wird niemand an eine anonyme Nummer deligieren.
2. Auch Themenbezogen: Damit wird die Anonymität des Delegaten
kompromittiert, da der Deligierende ja irgendwie erfahren können muss,
was aus seiner Stimme geworden ist..
Wenn ich an jemanden deligiere, und der sich in einer
Abstimmung zur geheimen Wahl entscheidet, weiss ich, wie er abgestimmt
hat. Wenn eine deligierte Stimme in solchen Fällen aber nicht
mitstimmt, übe ich dadurch Druck auf den Delegaten aus, auf sein Recht
zur Anonymität zu verzichten.
Wenn eine pseudonyme Nutzung möglich ist,  so sehe ich nicht den Bedarf, das der einzelne
sich innerhalb einer Abstimmung noch entscheiden kann, ob er "geheim" abstimmen will
oder nicht. Das verkompliziert das System nur unnötig.

Ich finde, wenn es wirklich geheime Abstimmungen geben sollte, dann in der gleichen Form,
wie auf Parteitagen - nämlich auf Antrag. In diesem Fall ist die Abstimmung für alle geheim.
Es wird nur angezeigt, wer teilgenommen hat und nicht wie abgestimmt wurde - fertig.

Die Frage der Delegation ist meiner Ansicht nach davon getrennt zu sehen. Ich würde einfach
zwei mögliche Anträge auf geheime Abstimmung unterscheiden:
A) geheime Urabstimmung: Es gibt keine Delegationen (würde dem vMB in Hessen entsprechen)
B) Normale geheime Abstimmung: Delegationen gelten wie sonst auch.

Ich vermute wenn etwas wichtig und umstritten genug ist um geheim abgestimmt zu werden,
so wird man meinstens Verfahren A) wählen. Aber es könnte durchaus Sinn machen auch
Verfahren B) zu erproben.

Nächste Frage: Wenn ich die Abstimmungsergebnisse zeige, kann ich
durch die Stimmenanzahl Rückschlüsse auf die Identität eines Delegaten
ziehen, auch wenn der anonym ist.. Wenn ich die Ergebnisse aber nur in
der Summe zeige, ist das spieltheoretisch kontraproduktiv für eine
hohe Beteiligung, da niemand weis, ob die Abstimmungen gerade alle von
einem "Superdeligierten" dominiert werden.
Der Hauptzweck einer geheimen Abstimmung liegt für mich in der freien Entscheidung für
den Basispiraten, wer sich in LQFB als Delegierter bewirbt und eine nennenswerte
Anzahl von Stimmen auf sich vereint, sollte mit der damit einhergehenden
geringeren Anonymität umgehen können. Wenn geheime Abstimmungen im Modus A)
wie oben vorgeschlagen ablaufen stellt sich das Problem ja nicht.

Gruß
--
Semon
Pirat sein oder: Das neue Betriebssystem für die Politik
Bewerbung als Delegierter für LQFB





Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang