ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei
Listenarchiv
- From: "Dirk H." <the.moonopool AT googlemail.com>
- To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Ergebnisse des Workshops vom Camp
- Date: Mon, 9 Jul 2012 16:26:12 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
- List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
Am 9. Juli 2012 15:16 schrieb Christoph "Pluto" Puppe <piraten AT stderr.de>:
> Am 9. Juli 2012 11:45 schrieb Dirk H. <the.moonopool AT googlemail.com>:
>>> Sollte ich diese Woche dazu kommen, werde ich da mal zum nächsten
>>> Mumble hin einen Vorschlag erstellen und würde mich freuen, wenn wir
>>> dann zu einer Entscheidung kommen, ob wir jetzt einen Text haben, mit
>>> dem wir alle Leben können.
>>>
>>
>> ich würde mich darüber freuen, wenn Du meinen Vorschlag ebenfalls
>> aufnehmen würdest.
>
> Welchen genau? Wir hatten ja einiges besprochen :)
>
Hi Christoph,
ich meine hier konkret das "Modell B" aus
https://ag-liquid-democracy.piratenpad.de/2012-06-29-Mumble
Also (nach der Diskussion von gestern) in etwa die folgende
Vorgehensweise (VHB):
A. Gliederung
1. Die Arbeit an der Umfrage hat klar die Hauptfragen
herausgearbeitet, an denen sich die Gemüter der Piraten erhitzem.
2. Wir definieren diese Hauptfragen (hier nur mal exemplarisch): Wir
wird akkreditiert? (Range: einfach aus der SAGE-Software, so wie
heute, durch Erscheinen bei einem geeigneten Amtsträger, per
Dunkelzahns Urne,...) / Was soll elektronisch abgestimmt werden?
(Range: Meinungsbild, Pos-Papier, Wahlprogramm,... ) / Auftritt im
System (Range: Klarnamenspflicht, MV-Modell, MV-Modell mit
Benachrichtigung bei Offenlegung, Pseudonym,...) / Wieviel Delegation
(Range: HE-Modell (keine), Zeitbegrenzung, verschiedene Längen- und
Anzahlbegrenzungen, wie heute) / usw., vlt. noch zwei weitere
3. Ein potentieller Antrag für Bochum muss für jede Hauptfrage eine
Antwort geben, also aus entsprechenden "Scheibchen" zusammengestezt
werden. Das restliche "Klebermaterial" ist weniger kontrovers (Bsp.:
nur Piraten, die nicht zu lang im Zahlungsrückstand sind, dürfen
abstimmen) und kann mit etwas juristischer Unterstützung leicht von
uns erstellt werden.
B. Gewinnung der möglichen Antragstexte
4. Also laden wir die Protagonisten der einzelnen Varianten *pro
Scheichen* ein, ein entsprechendes "Antragsscheibchen" zu
schreiben.Und zwar nicht als Fragen oder so, sondern wirklich wie
einen Antrag, d.h. mit einer um Zustimmung werbenden,
argumentierenden, Begründung
5. Wir unterstützen die "Antragssteller" darin, ein sprachlich und
formal sauberes "Antragsscheibchen" abzuliefern, unabhängig davon, ob
"wir" den jeweiligen Inhalt toll finden oder eher weniger. Das soll
die Chancengleichheit verbessern und z.B. erregte Gemüter dazu
bewegen, Reizworte und Polemik zu vermeiden, da solche Stilelemente
ihre Antragsscheibchen bei der folgenden Abstimmung benachteiligen
würden. Parallel kann natürlich (wer will) "sein" Antragsscheibchen
diskutieren, wie und wo er will.
6. Wir hoffen mal, dass sich keiner findet, der die wirklich
fragwürdigen Extrempositionen bei den kritischen Fragen einnimmt (ich
meine hier z.B. anonym und Personenwahl), aber das müssen wir dann
denjenigen überlassen, die die Antragsscheibchen schreiben. Wenn wir
wollen, können wir auch so eine Alternative für die scheibchen machen.
C. Umfrage
7. Dann machen wir die LimeSurvey- Umfrage, die diese Vorgehensweise
erklärt und für jede Hauptfrage fragt: "Folgende Varianten für diesen
Antragsteil wurden vorgeschlagen. Welche davon würdest Du auf einem
Parteitag annehmen?" (Approval Voting)
D. Erstellung eines Antrages
8. Aus den "Gewinner-Antragsscheibchen" setzen wir einen Antrag zusammen
9. Den lassen wir dann von Juristen aufbürsten, damit nicht durch
unglückliche Formulierung eine unerwünschte Lücke bleibt, und beziehen
dabei die Autoren der jeweiligen Antragsscheibchen ein, damit sie
sicherstellen, dass der Sinn nicht verfremdet wird.
10. Mit diesem Antrag (und wenn in einer Scheibe kein eindeutiger
Favorit war, vlt mit einer Alternative) schlagen wir im Bochum auf.
Dieser Antrag hat dann dann das Votum der Basis im Rücken und ist
kostruktionsbedingt keine Einzelmeinung.
Vorteile:
a) niemand muss der Universlgelehrte sein, der inhaltlich neutral und
vollständig ausgebildet den Ansatz U umsetzen kann
b) es gibt absolut überhaupt keine Möglichkeit, dass die Umfrage
dadurch kompromittiert wird, dass der Fragesteller voreingenommen
erscheint oder in ein solches Licht gestellt wird.
c) jeder kommt mit seiner Meinug zu Wort und die Basis stimmt nicht
über Strohmann-Argumente
(http://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument ) ab, sondern über
den O-Ton der Befürworter.
d) der Parteitag bekommt einen, soweit möglich, rechtssicheren Antrag
vorgelegt, der, soweit möglich, die direkten Voten der Basis umsetzt.
Nachteile:
a) Die im Rahmen der Umfrageerstelung herausgefundenen Sachverhalte
behalten ihren Wert, aber die erarbeiteten Formulierungen waren
vertane Arbeit
b) Wir müssen uns ganz schnell auf die Socken machen, sonst reicht die
Zeit nicht mehr (Zeit genug ist, aber wir können nicht einen Monat
warten, bevor wir das angehen)
c) Wir brauchen glaubwürdige Autoren für die einzelnen
Antragsscheibchen. Nach dem Mailwechsel von heute früh können wir ja
z.B. für einen "Klarnamens-Antrag" zur zweiten Scheibe nicht wirklich
auf Monika zurückgreifen.
Lieben Gruß,
Dirk
@moonopool
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- [AG Liquid Democracy] Ergebnisse des Workshops vom Camp, Christoph "Pluto" Puppe, 09.07.2012
- Re: [AG Liquid Democracy] Ergebnisse des Workshops vom Camp, Dirk H., 09.07.2012
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- Re: [AG Liquid Democracy] Ergebnisse des Workshops vom Camp, Dirk H., 10.07.2012
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