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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Beim lesen von Street Dogg

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Beim lesen von Street Dogg


Chronologisch Thread 
  • From: René Heinig <hren AT hrz.tu-chemnitz.de>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Beim lesen von Street Dogg
  • Date: Tue, 26 Jun 2012 10:33:52 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Am 26.06.2012 09:34, schrieb Semon:
Am 25.06.2012 11:54, schrieb StreetDogg:

"Wahlfreiheit" ist auch so ein schönes Nullargument.

Ein System bietet verschiedene Features an. Welche das sind überlegt man sich beim Design des Systems. Wenn man da Features will, dann gibt es sie und wenn man sie nicht will, gibt es sie nicht. Irgendeine Wahlfreiheit zum Selbstzweck macht da überhaupt keinen Sinn. Damit könnte man auch Delegationen, die immer nur Montags wirken, oder an alle Benutzer, die mit A beginnen, begründen. Die gibt es aber nicht, denn sie wären unsinnig, Wahlfreiheit hin oder her.
Wenn es zwei Gruppen gibt, die für zwei verschiedene Arten der Benutzung sind - diese beiden Modi sich aber gerade nicht ausschließen,
so Kann Wahlfreiheit durchaus die Antwort sein.

Als Begründung jede beliebige Option einzubauen ist es natürlich Mist!


Wir haben zum Beispiel auch eine Einschränkung der Wahlfreiheit durch unsere Verfassung. Wenn man wirklich die totale Wahlfreiheit als oberstes Ziel sieht müsste man auch sagen, dass eine größere Gruppe ständig, so aller paar Wochen, die Freiheit haben sollte einen Volksentscheid über die Todesstrafe herbeizuführen.

Da bin ich lieber dafür, dass man bestimmte (Wahl)Freiheiten auch mehrheitlich einschränkt, weil man aus dieser Wahlfreiheit eine indirekte Freiheitseinschränkung anderer ableiten kann.

Themendelegationen durch globale Delegationen weiterreichen zu lassen bzw. das nicht mal abstellen zu können ohne sich anderer Freiheiten zu berauben ist nun wirklich nicht mit Wahlfreiheit zu begründen. Irgendwo muss man auch mal abwägen und rational gestalten, statt jeden auch noch so erdenklichen Unfug unter Wahlfreiheit zum reinen Selbstzweck jedoch ohne irgendwelche sinnvollen Überlegungen zu verbuchen. Die Freiheit des einen beschneidet häufig die Freiheit von anderen, direkt oder indirekt, und unsinnige populistische Entscheidungen durch Themendelegationen die über globale Delegationen weitergereicht werden, beschneiden in letzter Konsequenz sicherlich sehr viele Freiheit.

Viele Grüße
René






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