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Betreff: Kreisverband Vorpommern-Greifswald
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- Subject: [Piraten Vorp-Greif] Bericht aus dem Bauausschuss 26.08.2014
- Date: Wed, 27 Aug 2014 19:08:42 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ovp-hgw-dm>
- List-id: Kreisverband Vorpommern-Greifswald <ovp-hgw-dm.lists.piratenpartei.de>
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Am 26.08.2014 bildete sich nach der Kommunalwahl im Mai der Bauausschuss aus den von der Bürgerschaft gewählten Mitgliedern neu. Zum Vorsitzenden wurde ohne Gegenstimmen Alexander Krüger gewählt.
Für uns Piraten hat Jörg als Vertreter für Jan Magnus an der Sitzung teilgenommen. Vorab ist zu sagen, dass keiner unserer Vertreter in der Bürgerschaft und ihren Gremien seinen Zugang zum Ratsinformationssystem erhalten hat. Zur Vorbereitung auf die Sitzung konnten wir also wie bisher lediglich mit öffentlich zugänglichen Informationen arbeiten. Das ist besonders ärgerlich, da etliche Dokumente erst etwa zwei Tage vor dem Sitzungstermin im Ratsinformationssystem auftauchten. Eine detaillierte Vorbereitung war also nicht möglich.
Die Unterlagen zur Sitzung kann man sich hier [1] runterladen - einfach den Button „digitales Sitzungspaket“ anklicken, es sieht so aus, wie rechts in der Legende.
Behandelt wurden folgende Vorlagen:
(06/37) Der Strombezug für alle öffentlichen Gebäude sowie die Straßenbeleuchtung und sonstige Anlagen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
(06/20) Mittelbeantragung Sanierungsprogramme 2015 Prioritätenliste
(06/45) Bebauungsplan Nr. 87 - Herrenhufen Nord -, Satzungsbeschluss
(06/28) Überplanmäßige VE für die Beauftragung der Sanierung Wiecker Klappbrücke in 2014
(06/31) Straßenbenennung im Bebauungsplan Nr. 87 – Herrenhufen Nord
(06/39) Umbenennung der Straße „An den Gewächshäusern“ in „Zum Elisenpark“
(06/38) Weiteres Verfahren – Standort und Finanzierung eines Neubaus für das Stadtarchiv
Grüner Strom für Greifswald? (06/37)
Diese Vorlage der Verwaltung zielte darauf ab, öffentliche Gebäude und den öffentlichen Raum künftig über eine 100%-ige Tochter der Stadtwerke bestromen zu lassen. Diese hat dazu unterschiedliche Angebote vorgelegt. Die Angebote unterschieden sich hinsichtlich der Stromquelle, der damit erzielten CO2-Reduzierung und den damit verbundenen Kosten. Zur Auswahl stand der Standardstrommix, ein Angebot aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Strom sowie Strom aus einem österreichischen Wasserkraftwerk. Einzelne Angebote wiesen außerdem eine Zertifizierung aus, die dann entsprechendes Geld kostet, welches wiederum für den Ausbau regenerativer Energien ausgegeben werden soll. In der Vorlage ging es aber letztlich nur um den Wasserkraftstrom mit Zertifizierung.
Für Jörg blieb auf der Sitzung trotz Nachfragen unklar, weshalb die Stadtwerke, abgesehen vom KWK-Strom, keine Angebote vorlegen konnten, die stärker an regional erzeugter Energie orientiert sind. Weshalb bieten die Stadtwerke Wasserkraftstrom aus Österreich an, wenn bei uns tausende Windräder stehen? Dieser Frage werden wir natürlich nachgehen. Als Ziel wurde durchaus auch genannt, dass die Stadtwerke künftig selbst Energie aus regenerativen Quellen erzeugen sollen. Einen detaillierten Zeitplan gibt es dafür jedoch noch nicht. Eventuell könnte ab 2016 mit der Investition in Windkraftanlagen auf städtischen Flächen begonnen werden.
Die Vorlage wurde mit 6:7 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Hätte Jörg für die Vorlage gestimmt, wäre sie also angenommen worden. Das ist grundsätzlich ärgerlich, da der Antrag eindeutig in die richtige Richtung weist. Die Vorlage wurde allerdings auch im Finanzausschuss diskutiert und dort angenommen. Unsere Ablehnung im Bauausschuss bedeutet also nicht das Scheitern der Idee. Am 01.09.2014 wird sich auch der Hauptausschuss mit der Frage beschäftigen und zwei Wochen später dann voraussichtlich die Bürgerschaft.
Prioritätenliste Sanierung 2015 (06/20)
Hier geht es dann richtig ins Geld und wer es genau wissen möchte, muss sich die Anlagen [2] für die einzelnen Stadtteile herunterladen. Die Vorlage wurde auch mit unserer Stimme angenommen. Nachfragen gab es in Bezug auf die Marienkirche und das mehrfache Auftauchen einzelner Straßenzügen in unterschiedlichen Ortsteilen - das liegt jedoch an der Überlappung der Gebiete. Diskussionswürdig erschien dem Ausschuss auch der geplante Kreisverkehr an der bisher abknickenden Vorfahrt zwischen Makarenkostraße und Ernst-Thälmann-Ring für 500.000 Euro [3]. Einige Ausschussmitglieder hinterfragen das Kosten/Nutzen-Verhältnis sowie die Notwendigkeit an dieser ihrer Wahrnehmung nach nicht besonders stark befahrenen Kreuzung. Fred Wixforth und Gerhard Imhorst als Experten auf diesem Gebiet bekräftigten jedoch die Notwendigkeit: Die abknickende Vorfahrt sei prinzipiell kein besonders günstiges Modell für eine derartige Kreuzung.
Bebauungsplan Herrenhufen Nord (06/45)
Mit dem Bebauungsplan soll die Revitalisierung des Industrie- und Gewerbegebiets Herrenhufen angeregt werden. Der Plan wurde angenommen. Nachfragen gab es insbesondere von Herrn Bittner (Grüne), der sich offensichtlich besonders gut eingelesen hatte, hinsichtlich der möglichen Fußgänger- und Fahrradwege auf dem Gebiet, der Entwässerung sowie den möglichen Belastungen durch Lärm und Staub. Die Vorlage wurde auch mit unserer Stimme angenommen.
Wiecker Brücke (06/28)
Die Wiecker Brücke ist morsch und muss dringend renoviert werden. Probleme ergeben sich vor allem aus der Verwendung einheimischer Hölzer, die künftig durch zertifizierte Tropenhölzer ersetzt werden sollen. Bei diesem Punkt kam es zur Debatte über den Pflegebedarf von Holz - die Verwaltung hat die Frage aufgenommen. Angenommen wird jedoch, dass Tropenhölzer deshalb weniger anfällig sind, weil heimische Kleinstlebewesen, die kontinuierlich an der Zersetzung des Holzes arbeiten, nicht auf diese Art Futter eingestellt sind. Weiterhin wurde diskutiert, ob die in der Vorlage vorgesehene Aufstockung des Budgets in dieser Höhe sinnvoll ist. Hierzu wurde entgegnet, dass es sich nur um eine Schätzung handelt - wenn weniger ausgegeben wird, schade das zunächst ja nicht. Letztlich wurde auch über die Herkunft des Geldes diskutiert. Zur Deckung sollen Mittel eingesetzt werden, die eigentlich für die Arndt-Schule verwendet werden sollten, in diesem Jahr jedoch nicht abgerufen werden können. An dieser Stelle wurde grundsätzlich diskutiert, dass einige Parteien bei Bedarf immer eine Geldquelle auftun können, während andere Vorhaben mit dem Argument, es gäbe nicht genug Geld verworfen werden. Die Vorlage wurde auch mit unserer Stimme angenommen.
Wilhelm Holtz in Herrenhufen (06/31)
In Herrenhufen soll die Straßenbezeichnung Wilhelm-Holtz-Straße ausgedehnt werden. Das ist unumstritten, die Vorlage wurde entsprechend angenommen.
(06/39) Aus „An den Gewächshäusern“ soll „Zum Elisenpark“ werden.
Auch hier könnte man meinen, handele es sich lediglich um eine Anpassung. In der Begründung der Vorlage und in der Diskussion ging es jedoch weniger darum, dass es albern ist, dem gleichnamigen Einkaufszentrum so ein Geschenk zu machen, sondern viel mehr um die Sanierungsmaßnahmen und die Kostenverteilung. Das ist nicht besonders gut nachvollziehbar. Die Vorlage wurde jedoch auch mit unserer Stimme angenommen.
(06/38) Stadtarchiv An den Wurthen
Das Stadtarchiv soll An den Wurthen neu entstehen. Hierzu soll es einen Planungswettbewerb geben. Ziel ist es weiterhin, den kommunalen Kostenanteil durch Fördermittel gering zu halten. Diskutiert wurde hierbei unter anderem die Energieeffizienz und Barrierefreiheit (ist Gesetz, dennoch fiel das Stichwort „inklusives Bauen“). Eher rückwirkend wurde auch der Umgang mit dem alternativen Standort in der Baderstraße (ehemalige Feuerwehr) diskutiert, was wenig zielführend verlief. Interessant war allerdings, dass es für das Grundstück wohl schon Interessenten gibt - was mit dem Gebäude darauf passiert, wurde jedoch nicht thematisiert.
Neben den konkreten Vorlagen wurden auch andere Themen besprochen, so der Stand bei der Fischerschule sowie der Kollwitzschule. Die Angelegenheit „Gartensparte Erlenaue" (hier sind regelmäßige Überschwemmungen das Problem) wurde auf die nächste Sitzung vertagt, da dann entsprechende Experten gehört werden können.
[1] http://pvrat.de/ratsinfo/greifswald/Meetingsearch.html?o=1&order=DESC&mid=1105#current
[2] http://pvrat.de/ratsinfo/greifswald/Proposal.html?select=1871
[3] http://www.openstreetmap.de/karte.html?zoom=18&lat=54.08171&lon=13.42026&layers=B000TT
- [Piraten Vorp-Greif] Bericht aus dem Bauausschuss 26.08.2014, FBM, 27.08.2014
- Re: [Piraten Vorp-Greif] Bericht aus dem Bauausschuss 26.08.2014, Steffen Heuer, 27.08.2014
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