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Betreff: Mailingliste der Essener Piraten
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[NRW-Essen] WG: Heute: PCB - warum es so gefährlich ist. / Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine
Chronologisch Thread
- From: "olaf.swillus AT swiola.de" <olaf.swillus AT swiola.de>
- To: "Piraten Essen" <nrw-essen AT lists.piratenpartei.de>, "anabel AT jujol.de" <anabel AT jujol.de>
- Subject: [NRW-Essen] WG: Heute: PCB - warum es so gefährlich ist. / Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine
- Date: Tue, 07 Jul 2015 11:37:23 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-essen>
- List-id: Mailingliste der Essener Piraten <nrw-essen.lists.piratenpartei.de>
Title: @@weblog
Von: "olaf.swillus AT swiola.de" <olaf.swillus AT swiola.de>
An: "Die Linke, Vorstand" <vorstand AT dielinke-essen.de>, "Grüne Essen" <kreisverband AT gruene-essen.de>, <kontakt AT bund-essen.de>, "UG Essen" <umweltgewerkschaft-essen AT gmx.de>, "Essen steht AUF" <vorstand AT essen-steht-auf.de>
Betreff: Heute: PCB - warum es so gefährlich ist. / Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine
Datum: Di., Juli 7, 2015 10:00
Von: "Ökologische Plattform bei der LINKEN" <web AT oekologische-plattform.de>
An: <olaf.swillus AT swiola.de>
Betreff: Ökologische Plattform bei der LINKEN: Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine
Datum: Mo., Juli 6, 2015 17:34
Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine
eine Analyse
Erstmalig steht der Umgang mit unserem „gemeinsamen Haus“, der Erde, im Zentrum einer päpstlichen Enzyklika. Auch die FAZ/F.A.S. („Feine Marken. Feine Leser.“) konnte sie nicht ignorieren. Dem Grundgedanken zuzustimmen war dem Sprachrohr des Finanzkapitals jedoch noch weniger möglich. Die “erstklassige Leserschaft” der FAZ/F.A.S. umfasst gemäß ihrer Selbstdarstellung einen besonders hohen Anteil „Experten in Politik oder Wirtschaft oder Steuerrecht“. Ihr wäre die Befürwortung der Enzyklika auch schwer zuzumuten, denn das widerspräche dem neoliberalen Mantra, das der Papst kritisiert.
Wie hat die FAZ/F.A.S. also über „Lautato si“ berichtet? Sie verteilte ihre Berichterstattung auf Einzelbeiträge verschiedener Autoren über mehrere Tage in unterschiedlichen Rubriken (Ausland/Europa, Wirtschaft, Wirtschaftspolitik, Feuilleton/Medien). Der Effekt: Die Leser bekommen das Gefühl umfassender Information und verlieren das Interesse, die Enzyklika eventuell selbst zu lesen und sich ein eigenes Bild zu machen. Sie könnten womöglich nachdenklich werden. Im Verlauf der Berichterstattung wird die Enzyklika immer mehr auf Ökonomie reduziert und zum Teil werden bereits im Anreißer Zweifel an der Enzyklika gestreut. Nach Tagen sortiert liest sich das so:
- 18.6.15
Neue Papst-Enzyklika: Ein Warnschrei für die Schöpfung
In seinem neuen Lehrschreiben „Laudato Si“ fordert Papst Franziskus eine globale ökologische Umkehr. Er spricht sich gegen undifferenzierte genetische Manipulationen aus und ruft dazu auf, den eigenen Körper „als Gabe Gottes“ zu akzeptieren. - 18.6.15
Ökologie-Enzyklika Die grünen Wirtschaftsideen des Papstes
An diesem Donnerstag stellt Franziskus seine Ökologie-Enzyklika vor. Der heilige Vater rät darin, auf Luxus und Konsum zu verzichten. - 18.6.15
Ein ökologisches Manifest
Die neue päpstliche Enzyklika „Laudato si“ ist teils ein klares, kluges und abwägendes Lehrschreiben. Teils aber auch ein moralinsaures Gebräu. Ein Kommentar. - 19.06.2015
Reaktion auf Öko-Manifest: Industrie scheut kritische Worte über den Papst
Der Papst hat in seiner Enzyklika das Gewinnstreben der Wirtschaft angeprangert. Greenpeace und Umweltpolitiker freuen sich über den Rückenwind. Die Industrie hingegen müsste eigentlich protestieren. Aber die Kritik bleibt vorsichtig. - 20.06.2015
Öko-Enzyklika Wo der Papst irrt
Die Enzyklika des Papstes ist voller Zivilisationskritik und antiliberaler Zerrbilder. Das Gute der industriellen Gegenwart kommt kaum vor.
erster Tag
Über den „Warnschrei für die Schöpfung“ gibt Jörg Bremer, politischer Korrespondent für Italien und den Vatikan, einen klaren, sachlichen Überblick. Unklar bleibt allerdings,was das in den Bericht eingebettete Video „Papst empfängt Putin zu Privataudienz“ auf dieser Seite soll – war Bremers Beitrag zu positiv? Wurde Franziskus deshalb in Zusammenhang mit dem „Buhmann Putin“ gebracht? (wer es nicht glaubt: hier klicken)
Dem Wirtschaftsjournalist Jan Grossarth obliegt es, die Auseinandersetzung zu führen. Er schreibt mehrere Beiträge, zunächst – offenbar basierend auf der italienischen geleakten Fassung – noch vor der Vorstellung der autorisieren Ausgabe in seinem Artikel „Ökologie-Enzyklika“ unter anderem:
„… Wenn Unternehmen von Nachhaltigkeit sprächen, gehe es ihnen oft bloß um „Marketing und Image“, meint Franziskus. Er beklagt ein vermeintliches eindimensionales technisches Paradigma und führt aus, der „moderne Anthropozentrismus“ – die Vorstellung vom Menschen als Dreh- und Angelpunkt der Welt – habe paradoxerweise einen technischen Zugang zur Welt gebracht, so dass der Mensch sich nicht mehr als Teil der Natur wahrnehme. Dem setzt der Papst eine holistische Sicht entgegen.…“ (Hervorhebung von mir)
Grossarths Kritik drückt sich hier lediglich darin aus, dass er mit der Bezeichnung „vermeintlich“ Zweifel sät. Doch Franziskus beschreibt nicht nur das Mensch-Natur-Verhältnis, seine „holistische Sicht“ drückt sich darin aus, dass er eine Bestandsaufnahme der Umwelt- und der sozialen Probleme vornimmt und aus Mitgefühl und Verantwortung für die Armen (Menschen und Länder) und zukünftige Generationen argumentiert. Grossarth hat das offensichtlich gelesen, denn er schreibt weiter:… weiter lesen bzw. Video ansehen
- [NRW-Essen] WG: Heute: PCB - warum es so gefährlich ist. / Papst Franziskus und die Frankfurter Allgemeine, olaf.swillus AT swiola.de, 07.07.2015
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