nrw-essen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Mailingliste der Essener Piraten
Listenarchiv
- From: Freeside <freeside AT piratenpartei-nrw.de>
- To: nrw-essen <nrw-essen AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [NRW-Essen] Treffen mit der BI Waldschutz Essen
- Date: Wed, 30 Apr 2014 13:21:48 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-essen>
- List-id: Mailingliste der Essener Piraten <nrw-essen.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Piratenpartei Landesverband NRW
Moin allerseits,
[ganz unten: Deine persönliche 5-Minuten-Hilfsaktion]
Kleines Update aus der Bürgerinitiative Waldschutz Essen: Ich hatte die
BI gestern Abend in Margarethenhöhe kurz besucht und war sehr angetan:
Das sind super nette Leute, gut organisiert, fachlich mit Herrn Adrian
gut beraten und sehr motiviert. Ich mir ziemlich sicher, dass die BI ihr
Ziel eines vollständigen Einschlagstopps in den Essener Stadtwäldern
erreichen kann.
Die Verwaltung bzw. Grün und Gruga spielt der BI allerdings auch
unbewusst in die Hände. Direkt vor der Haustür der Anwohner werden große
Areale (bis 2000qm) gerodet. Der Förster nennt das "Femelschlag" und
sagt, dass sei aus forstwirtschaftlichen Gründen notwendig, um eine
"natürliche Verjüngung" zu erreichen. Damit meint er, dass auf der
gerodeten Brachfläche durch Selbstaussaat nach nur wenigen Jahrzehnten
wieder halbwegs ansehnliche Bäume stehen.
Bei dem Treffen der BI erzählte ein älterer Anwohner, dass er sich seit
Jahrzehnten jeden Morgen beim Aufwachen vom Zwitschern der Vögel im
nahen Wald gute Laune bekommen hatte und jetzt nach der Rodung
Totenstille herrscht. Man kann sich nur entfernt vorstellen, was für
Emotionen entstehen, wenn der verantwortliche Förster von "Waldpflege"
und "notwendigen Maßnahmen zum Naturschutz" spricht.
Die Anwohner fühlen sich völlig ungerecht behandelt. Laut FSC-Standard
und einer ungefähr 10 Jahre alten Absprache mit der damals aktiven BI
muss ein regelmäßiger Bürgerdialog statt finden. Tatsächlich labert Grün
und Gruga aber bei jeder "Dialog"- Veranstaltung die Bürgern zu, spricht
ihnen dabei jegliche Fachkompetenz ab und geht auf Anregungen nicht ein.
Dabei geht es den Bürgern nicht darum, ob die richtigen Bäume gefällt
werden oder ob die gefällte Menge den gesetzlichen Vorgaben entspricht,
sondern schlicht darum, dass keine Kahlschläge mehr stattfinden.
Der Piratenstammtisch hat sich zu diesem Thema bereits eine Meinung
gebildet: Waldwirtschaft ist für jede Kommune ein erhebliches
Zuschussgeschäft. Sowas würde sich nur lohnen, wenn man große Flächen
abholzt und die Waldarbeiter zum Hungerlohn beschäftigt. Wir zahlen also
mit unseren Steuern für jeden zusätzlich gefällten Baum mehr Geld. Die
Stadt Essen soll sofort damit aufhören, Bäume gegen den deutliches
Mehrheitswillen der Essener Bürger abzusägen und zu verkaufen. Mit
diesen Einsparungen können wir lieber Schulklos sanieren oder den
öffentlichen Nahverkehr verbessern.
Hier kannst Du Dich informieren:
http://www.waldschutz.hol.es
http://franzjosefadrian.com/wordpress/
Du kannst uns helfen: Sprich mit anderen Leuten darüber, wenn Du an
einer der vielen Stellen im Essener Stadtgebiet vorbei kommst, an denen
Grün und Gruga Bäume gefällt hat!
Erzähle Deine Geschichte auf Facebook, die Dich mit mit dem Essener
Stadtwald verbindet (Dein erster Kuss unter der jetzt abgesägten Buche)!
Stelle öffentlich (Twitter, Facebook, Dein Blog) klar, was die Bewerbung
von Essen auf das Prädikat der grünsten Stadt Europas vor dem
Hintergrund der Waldrodungen durch Grün und Gruga für Dich bedeutet!
Und wenn Du nur 5 Minuten Zeit hast: Motiviere die Leute vom Waldschutz
Essen und schreib ihnen, was Du über die Waldrodungen und die
mangelhafte Bürgerbeteiligung und das Engagment der BI-Leute denkst,
entweder bei Facebook:
https://www.facebook.com/pages/Waldschutz-Essen/1483179435243665
oder per Mail an: ich AT waldschutz.hol.es
Gruß Hartmut
- [NRW-Essen] Treffen mit der BI Waldschutz Essen, Freeside, 30.04.2014
- Re: [NRW-Essen] Treffen mit der BI Waldschutz Essen, dc6jgk, 30.04.2014
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