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nrw-duisburg - Re: [NRW-Duisburg] Nochmal.....

nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Infos für Duisburger Piraten

Listenarchiv

Re: [NRW-Duisburg] Nochmal.....


Chronologisch Thread 
  • From: Michael Ke <arrgh AT cooliator.com>
  • To: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [NRW-Duisburg] Nochmal.....
  • Date: Sun, 21 Oct 2012 22:31:05 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
  • List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>

Ahoi Alfred!

Die Relevanz der von Dir angeführten lokalpolitischen Themen (incl. "und
so weiter") für Duisburg sehe ich ähnlich.
Insbesondere Angsträume/Sicherheit/Integration muss von uns beackert
werden, die Populisten stehen Gewehr bei Fuß.

Den von Dir angedeuteten Gegensatz zu den wie Du sie nennst
"grundsatzphilosophischen Ansätzen der Piraten" sehe ich allerdings
nicht so.
Die von Dir dazu angeführten Beispiele "Transparenz / direkte Demokratie
u. Plebiszite" gäben uns doch erst das Handwerkzeug, um (nicht nur
lokalpolitische) Themen effektiv anzugehen, sind in der Bevölkerung
mittlerweile positiv konnotiert und werden auch häufig mit der
Piratenpartei assoziiert.

Falsch finde ich es, die Bevölkerung zu unterschätzen, und einen
Gegensatz aufzubauen zwischen angeblich ihr nicht verständlich zu
machenden Bundes-/Landesthemen und der dem Duisburger noch gerade
zugänglichen Kommunalpolitik. Erstere befinden sich eben nicht auf einer
"Liquid-Feedback-Metaebene".

Um es zu verdeutlichen ein (konstruiertes) Beispiel, bitte nicht
überstrapazieren:
Wäre die Verteilung der Einkommen und des Reichtums eine andere, z.B.
durch bundesweite Einführung von mehr als das Existenzminimum sichernden
Mindestlöhnen, ergäbe sich die Möglichkeit, durch z.B. Erhöhung von dann
bezahlbaren Eintrittspreisen das ein oder andere Hallenbad zu retten.
Ein anderer Ansatz als der rein kommunalpolitische, dies über den
Stadthaushalt zu finanzieren, aber eben auch denkbar.

Auch die Forderung nach fahrscheinlosem ÖPNV beispielsweise ist
zumindest im Ruhrgebiet nur auf über-kommunaler Ebene sinnvoll.

Als wichtiger betrachte ich jedoch Deine Überlegungen, "im
Bundeswahlkampf zu punkten". Ich will Deine Aussage nicht
überinterpretieren, sehe aber die Gefahr, sich auf in der Bevölkerung
bereits verankerte und leicht zustimmungsfähige Themen zu konzentrieren.
Wenn dann noch eher "unangenehme" Themen wie Drogenpolitik, BGE ,
Gender, teilweise auch Laizismus etc. nur mit gebremstem Schaum
angegangen würden, da man ja sonst die Wähler verprellt, wären wir auf
bestem Weg, eine normale Partei zu werden. Das möchte ich nicht!

Beim besten Willen kann ich mir auch nicht vorstellen, bei der nächsten
BTW schwerpunktmäßig auf kommunalpolitische Themen zu setzen. "It´s the
economy, stupid" ist nur ein Teil des Einwurfs den ich machen würde, und
gerade in diesem Bereich haben wir starken Nachholbedarf was die Klärung
der Parteimeinung betrifft.
Richtig "punkten" können wir meiner Meinung nach -gegen Merkelmeier- nur
wenn wir "unsere" Themen wieder aus der Kiste holen.

Meine Hauptmotivation der Piratenpartei beizutreten waren vor einem Jahr
jedenfalls eben diese Alleinstellungsmerkmale. Die längerfristigen
Entwicklungsbedingungen unserer Gesellschaft zu beeinflussen,
insbesondere durch Erhalt eines "freien" Internets als Grundlage, hatte
ich mir allerdings anders vorgestellt, als es momentan nicht nur in
Duisburg läuft.

Deshalb eine letzte Überlegung:
Dass auch Dirk heute das Handtuch geworfen hat, erschreckte mich.
Offenbar sind persönliche Animositäten mittlerweile so festgefahren,
dass ich einen Neubeginn, den sich wohl mancher erhofft hat, nicht in
greifbarer Nähe sehe, um es mal euphemistisch auszudrücken.
Wäre eine Rückbesinnung auf das Crew-System in angepasster Form eine
Lösung? Im Sinne von "getrennt marschieren, vereint schlagen".

Ich bin ratlos.


Gruß

Michael

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"I like pigs. Dogs look up to us. Cats look down on us.
Pigs treat us as equals."
Winston Churchill

Am 21.10.2012 19:00, schrieb mantarochen:
>
> auf den Grundsatzphilosophischen Ansätzen der Piraten hier in Duisburg
> rumreiten zu wollen ist die eine Seite...... mit verbalen Hinweisen auf
> BGE / Laizismus / ACTA / Transparenz / direkte Demokratie u. Plebiszite
> erreicht du den Duisburger eher selten....die interessieren sich für
> Kommunalpolitik, das eigene - zumeist kleine - Umfeld, und da hat es in
> der Vergangenheit keine nachhaltigen Berührungspunkte mit den Duisburger
> Piraten gegeben.
>
> Wer Landes- oder Bundespolitik präferiert, der sollte auf der
> Liquid-Feedback-Metaebene sein Ding machen.
>
> In Duisburg ziehen m. E. überwiegend die Themen
> - Loveparade
> - Postenschieberei vom Rathaus in die Dezernate und öffentlichen
> Beteiligungsgesellschaften
> - Segregierte Quartiere / Angsträume
> - Co-Pipeline
> - Schließung von öffentlichen Gebäuden wegen HSK / HSP
> - Zuwanderung ( Hochfeld, Du-Nord )
> - Behandlung der Kunden durch die Jobcenter
> - Neuanfang
> - Küppersmühle
> - FOC
> - Stadtarchiv
> - Wambachzugang
>
> und so weiter....
>
> Damit kann man auch bei einem Bundestagswahlkampf punkten.
>
> Ich möchte in Duisburg zu den örtlichen Themen in die Puschen kommen,
> und da sind wir vom Krusen Bäumken noch weit entfernt, zumal wenn gerne
> kritisch aber bloß nicht initiativ vorgegangen wird.
>
> Hier ist die Basis gefragt, wenn da nichts oder nur nebulöses kommt,
> dann können wir tatsächlich einpacken.
>
> Dennoch: Es könnte richtig spannend werden......
>
> Dubi Os




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