Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

nrw-ak-innenpolitik - Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bestandsaufnahme des LKA Nds zu Predictive Policing

nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Nrw-ak-innenpolitik mailing list

Listenarchiv

Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bestandsaufnahme des LKA Nds zu Predictive Policing


Chronologisch Thread 
  • From: amsel <pirat.amsel AT gmail.com>
  • To: ML AK Innenpolitik NRW <nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bestandsaufnahme des LKA Nds zu Predictive Policing
  • Date: Sat, 30 Aug 2014 21:19:27 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-innenpolitik>
  • List-id: <nrw-ak-innenpolitik.lists.piratenpartei.de>

Mag, ohne die Kritik an bestimmten Verknüpfungen von Quellen im Grundsatz infrage zu stellen, hierzu ein paar Anmerkungen machen:

Am 30.08.2014 08:45 schrieb "Markus Drenger" <markus.drenger AT piratenpartei-hessen.de>:
>
> ...
> Kurz wird unter "Predictive Policing" der softwaregestützte Prozess zur
> "Vorhersagung" von Straftaten verstanden, sodass Orte als "gefährlich"
> angesehen werden, Streifen patroullieren und anlasslose
> Personenkontrollen an diesen Orten zu erwarten sind.
>

Diese Abwägung ist alt und wird bei der Polizei schon immer gemacht. Neu ist die Unterstützung durch Software aber das wird weiter unten von dir auch herausgestellt.

> /"Stellen wir in einem Ort das gleichzeitige Aufkommen ausländischer
> Transportfahrzeuge und die Verwendung ebenso ausländischer Telefonkarten
> fest, und das in regionalen Bereichen, die sich für mobile
> Einbruchstäter aufgrund ihrer Lage, etwa in Grenznähe oder Nähe der
> Autobahn, besonders eignen, sollte man aufmerksam werden" /

Das würde in der Tat einem aufmerksamen Polizisten in dieser Gegend zu erhöhter Obacht veranlassen.
Deutlich wird an Hand dieses Beispiels aus meiner Sicht aber vor allem eines. Man will Präsenz in der Fläche (die man nicht mehr hat) durch die technisch gestützte Erfassung und Zusammenführung von Daten ausgleichen, in dem man dann "nur" an den gefährdeten Stellen zum Einsatz kommt.
Trauriger Weise ist dieses Beispiel zu passend, denn es gäbe es gar nicht, würde eine merkbare, sichtbare Streifentätigkeit in einem zum Beispiel regional besonders geeignetem Ort für Einbruchsdiebstahlshandungen stattfinden. Das ist dann aber meist eine Personalfrage oder eine der Effizienz zum Beispiel bei Tätigkeiten die nur im Büro stattfinden können.

> Neu an Predictive Policing ist hier die Zusammenführung von Datenquellen
> und damit die Schaffung einer Echtzeitüberwachung der Bevölkungen in

Der Bevölkerung oder nur eine Schaffung der Bewertung von Räumen...
Das ganze nennt sich Lage und die wird bewertet. Ich bin dabei, wehret den Anfängen, bin aber zunächst für eine nüchterne Betrachtung und Sammlung dessen was gesammelt, und was zusammengeführt wird und eben zu welchem Ziel. Zum Ziel nach dem nächsten Block.

> Verbindung mit dem Schritt Data-to-action, sodass Überwachungsdaten
> direkt als Begründung für repressive Maßnahmen genutzt werden, wie etwa
> Personen- oder Fahrzeugkontrollen oder das Schaffen sogenannter
> Gefahrengebiete.

Hier genau bleiben.
repressive Maßnahmen setzten zunächst den Verdacht einer begangen Straftat voraus!

Gefahrengebiete werden benannt, weil auf Grund von Erkenntnissen davon ausgegangen wird, dass Straftaten begangen werden sollen.

Es gibt keine verdachtsunabhängigen repressiven Maßnahmen.

Kritisch hierbei ist, dass die Voraussetzungen zum Beispiel in Gefahrengebieten präventive (gefahrenabwehrende) Kontrollen durchzuführen zumeist geringer sind als ohne die Klassifizierung Gefahrengebiet.

Folglich muss darauf geachtet werden wann Räume zu besonderen Räumen erklärt werden und welche Daten dazu wann erhoben werden dürfen um eben jene Einschätzung zu begründen.

Nur so ein paar erste Gedanken zu dem Thema.
--
amsel *zwitscher*
[twttr: @amseltier | wiki: Amsel | fon: mail]
01001100010011110101011001000101




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang