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nrw-ak-innenpolitik - Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bitte um Mitarbeit - betrifft Zwangsräumungen

nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Nrw-ak-innenpolitik mailing list

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Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bitte um Mitarbeit - betrifft Zwangsräumungen


Chronologisch Thread 
  • From: petra.jahn AT itslo.de
  • To: nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de,
  • Cc:
  • Subject: Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bitte um Mitarbeit - betrifft Zwangsräumungen
  • Date: Fri, 6 Jul 2012 22:03:23 +0200 (CEST)
  • Importance: Normal
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-innenpolitik>
  • List-id: <nrw-ak-innenpolitik.lists.piratenpartei.de>

Ahoi,

für mich gibt es einige Punkte, mit denen man sich bei dem Geschehen in
Karlsruhe auseinandersetzen sollte:

1. Die Frage wie man Personen generell (Gerichtsvollzieher im
besonderen) gezielt schult im Bereich Deeskalation und auch Selbstschutz

2. Wie kann man bestimmte Berufsgruppen aus der "Schusslinie" nehmen, in
dem man Feindbilder abbaut. Der Sozialarbeiter durfte gehen = gleich
"guter Mensch" bzw. niemand, der in der Existenz bedroht.
Gerichtsvollzieher = "schlechter Mensch" bzw. jemand der in der Existenz
bedroht. Der für den Staat arbeitet im Sinne von "Staat = bekämpfen.
(läßt sich übertragen auf andere Berufsgruppen siehe Polizei)

3. Warum nimmt die Gewalt und Aggression einen scheinbar immer höheren
Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Alleine schon im verbalen
Kontakt mit Menschen scheinen Hemmschwellen in Richtung Beleidigungen
und persönlichen Angriffen schnell überwunden. Um so mehr, wenn sie in
Bereiche geht, die mit der Existenz von Menschen zu tun hat z. B. Arge,
Polizei, Finanzamt, Ordnungsamt etc.

4. Hinterfragung des Allgemeinen Schuldrechtes und der Umsetzung von
Zwangsmaßnahmen (Prüfung von Verhältnismäßigkeiten,
Ermessensspielräumen, Diskrepanzen in dem was der Gesetzgeber vorgibt
und wie es in der Praxis z. B. durch Banken umgesetzt wird.

5. Wie kann der illegale Waffenbesitz weiter eingedämmt werden bzw.
über welche Wege/Kanäle kommt man an Waffen (wenn man z. B. kein
Sportschütze ist)


Meiner Meinung nach gibt es keinen wirklichen Schutz für
Gerichtsvollzieher oder generell für Personen, die in Lebensbereiche
anderer Menschen eingreifen.
Es ist fraglich, ob der Gerichtsvollzieher mit Selbstverteidigungskurs,
Schutzweste und Bewaffnung diesem privaten Amoklauf hätte entkommen
können.
Solche Taten stehen meist am Ende einer Kette von Gegebenheiten, die ein
Faß zum überlaufen bringen.
Man kennt die Fakten zu diesem Fall nur aus den Medienberichten. Für
mich stellt sich immer die Frage, wie hätte man im Vorfeld die Situation
schon entschärfen können. Hätte es z. B. wirklich zur
Zwangsversteigerung dieser Wohnung kommen müssen? Was hat sich im
Vorfeld an zwischenmenschlichen Dingen abgespielt, die Emotionen
hochgeschaukelt haben.

Gruß
Petra




  • Re: [Nrw-ak-innenpolitik] Bitte um Mitarbeit - betrifft Zwangsräumungen, petra . jahn, 06.07.2012

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