nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Nrw-ak-innenpolitik mailing list
Listenarchiv
- From: "andreas.mehrtens" <andreas.mehrtens AT piratenpartei-nrw.de>
- To: AKs Piraten <nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Nrw-ak-innenpolitik] (kein Betreff)
- Date: Wed, 21 Dec 2011 19:46:01 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-innenpolitik>
- List-id: <nrw-ak-innenpolitik.lists.piratenpartei.de>
Hallo allseits, ich kann heute leider nicht an der Mumble-Sitzung teilnehmen. Gleichzeitig ist heute das Thema Bürgerinitiative im Landtag in Zweiter Lesung. TOP um 19:50 geplant. Könntet ihr nachher bitt mal kurz nachlesen ob es durchging (wovon ich ausgehe) und dann nachfolgenden PM Vorschlag (wie schon in Pad) bitte kurz besprechen und an die Öffentlichkeitsarbeit weiterleiten. Danke! Andreas _____ [Titel] Piraten fordern: Kurs auf e-Democracy halten! [Sub] Gesetz zur Erleichterung von Volksbegehren stösst auf Zustimmung und Kritik [Teaser] Die Piratenpartei begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes zur Erleichterung von Volksbegehren. Wir erwarten die konsequente Weiterentwicklungen damit das Instrument der Bürgerbeteiligung in der Informationsgesellschaft die Beteiligungsgesellschaft ermöglicht. Wir betrachten dies als einen ersten Schritt in die richtige Richtung und fordern die Landesregierung dazu auf, die Segel zu setzen und den Kurs weiter in Richtung e-Demokracy zu halten! [Text] Am 21.12.2011 hat der Landtag Nordrheinwestfalens den Gesetzesvorschlag "Gesetz zur Erleichterung von Volksbegehren" von der Koalitionsparteien angenommen. Dieses Gesetz reformiert das "Gesetz über das Verfahren bei Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid". Es ermöglicht eine Erleichterung für Initiatoren indem es anstatt der Listenauslegung auf dem Amt auch die freie Unterschriftensammlung zulässt. Es wird die Frist für die Amtseintragung von 8 Wochen auf 18 Wochen verlängert und bei der freien Unterschriftensammlung auf ein Jahr festgesetzt und es werden Transparenzregeln für Spenden an die Inititatoren von Bürgerbegehren gesetzt. Diese Massnahmen sind aus Sicht der Piraten grundsätzlich begrüßenswert, jedoch sehen wir an vielen Punkten Verbesserungsbedarf: Die Listenauslegung und die freie Unterschriftensammlung werden als Alternativen angeboten obwohl sie als Ergänzungen viel besser funktionieren könnten. Die Methoden werden sehr unterschiedlich gehandhabt und die Initiatoren haben nur ein Antragsrecht auf dei freie Unterschriftensammlung, die Entscheidung trifft das Miniserium und es entsteht die Gefahr einer möglichen Hintertür durch die missliebige Themen möglicherweise benachteiligt werden könnten. Weiterhin bleibt das Thema der Zustimmungsquoren unberührt und die Möglichkeiten des Internets werden übergangen obwohl die EU bereits im Februar 2011 die Zulassung von Onlineabstimmungsverfahren für Bürgerinitiativen auf EU-Ebene beschlossen hat. Die Piratenpartei tritt ein für eine Stärkung der Möglichkeiten der direkten Demokratie und für mehr Bürgerbeteiligung. Die Piraten finden, das Land NRW sollte daher nicht hinter den Standards der EU zurückbleiben und fordern die Landesregierung dazu auf den eingeschlagenen Kurs weiterzuverfolgen, die Verfahren weiter zu vereinfachen, die unterschiedlichen Abstimmungsmethoden als gleichzeitige Ergänzungen zuzulassen und Onlineabstimmung zu ermöglichen. Weiterhin sprechen sich die NRW-Piraten gegen ein Zustimmungsquorum bei Volksentscheiden aus. Wir wollen die Erfolgschancen für basisdemokratische Abstimmungen verbessern und überflüssige Hürden abbauen. Deshalb fordert die Piratenpartei die Landesregierung dazu auf ein Gesetzgebungsverfahren einzuleiten um in Übereinstimmung mit der Europäischen Kommission für Demokratie durch Recht, einer Einrichtung des Europarates, die Zustimmungsquoren zu senken. Ferner wollen die NRW-Piraten finanzwirksame Volksbegehren zulassen. Die Bürger sollen sich im Rahmen eines Volksbegehrens an haushaltsrelevanten Entscheidungen beteiligen dürfen. Parteiintern arbeiten die Piraten seit Jahren mit basisdemokratischen Onlinebeteiligungsverfahren und -Abstimmungsverfahren und sammeln auf diesem Gebiet Erfahrungen: e-Democracy Systeme bieten neue Formen der direkten Demokratie, steigern die Effizienz und senken die Kosten für basisdemokratische Meinungsbildungsprozesse und ermöglichen eine breitere Beteiligung. Die Willens- und Meinungsbildung der Bürger soll nach Ansicht der Piraten auch ausserhalb der Parteien durch E-Democracy gefördert werden. ------ Quellen und Hintergründe ------ - Gesetz zur Erleichterung von Volksbegehren http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-1312.pdf - Volksbegehren und Volksabstimmung Ländervergleich http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV15-563.pdf - Protokoll der Expertenanhörung zum Gesetz: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-228.pdf Geladene Experten: - Alexander Slonka (Mehr Demokratie e.V.) - Dr. Michael Efler (Mehr Demokratie e.V.) - Martin Florack (Universität Duisburg-Essen, Institut fürPolitikwissenschaft) - Marion Stein (Transparecy International Deutschland) - Venedig-Kommission Europäische Kommission für Demokratie durch Recht, Einrichtung des Europarates "Code of Good Practice on Referendums" http://www.venice.coe.int/docs/2007/CDL-AD%282007%29008-e.asp#_Toc208711707 - EU Bürgerinitiativen: Verordnung (EU) Nr. 211/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 über die Bürgerinitiative http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:065:0001:0022:EN:PDF - Stellungnahme Mehr Demokratie e.V. zum Gesetz zur Erleichterung von Volksbegehren http://www.mehr-demokratie.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/pdfarchiv/stellungnahmen/2011 - nrw-volksbegehren-stellungnahme-mehr-demokratie.pdf&t=1323180209&hash=e305a6d1d2f7e6b08fab28c10028857b ____ Sent from my mobile phone ____ |
- [Nrw-ak-innenpolitik] (kein Betreff), andreas.mehrtens, 21.12.2011
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