Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

mv-presse - Re: [MV-Presse] Kommentar & ausführliche Antwort

mv-presse AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Presse Mecklenburg-Vorpommern

Listenarchiv

Re: [MV-Presse] Kommentar & ausführliche Antwort


Chronologisch Thread 
  • From: Sebastian Jabbusch <jabbusch AT googlemail.com>
  • To: Presse Mecklenburg-Vorpommern <mv-presse AT lists.piratenpartei.de>
  • Cc: Presse Mecklenburg-Vorpommern <mv-presse AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [MV-Presse] Kommentar & ausführliche Antwort
  • Date: Mon, 21 Sep 2009 17:07:51 +0200
  • Authentication-results: rackham-b.piratenpartei.de (MFA); dkim=pass header.i= AT googlemail.com
  • Authentication-results: rackham-b.piratenpartei.de (MFA); domainkeys=pass header.from=jabbusch AT googlemail.com
  • Domainkey-signature: a=rsa-sha1; c=nofws; d=googlemail.com; s=gamma; h=references:message-id:from:to:in-reply-to:content-type :content-transfer-encoding:x-mailer:mime-version:subject:date:cc; b=ZsuUoBpaQ57A/BQ9d6odSV6sR6MNCi0xQI01cpIWirXyKT1LUDd6NNZMoAtNaM5uMt Yqy+3FHUl7hRhTNst78SBDlaTUGmFFTOVNbxVYj/YvWdmoojM2PUljhg2yGFXDKw8g6R JYeUBVrRfgCt48BhAkYBscwG27d2JnwXkqxcw=
  • List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/mv-presse>
  • List-id: Presse Mecklenburg-Vorpommern <mv-presse.lists.piratenpartei.de>

Nein - bin ich nicht . Keine Sorge :)

Aber vlt sollte man für die Seite ein Redaktionsteam einstellen (2-3 leute maximal), die bei solchen fragen einfach den Kommentar zur Quelle (indem Fall mir) schicken.

Erst wenn darüber keine Klärung erreicht werden kann und auch intern Zweifel bestehen, sollte der verteiler bemüht werden

So eine Debatte über den verteiler ist doch etwas anstrendend ;)

MfG Sebastian Jabbusch

---------------------------------

Mobil: 0176 / 20336676
Home: 03834 / 761640
Mail: sebastian AT jabbusch.de
ICQ: 119636256

Diese Mail wurde via Handy verschickt, Tippfehler bitte ich zu entschuldigen.

Im Twitter:
http://twitter.com/SebJabbusch

> Werbung <
Beamer für nur 15 €!
www.beamer-greifswald.de

Am 21.09.2009 um 16:36 schrieb Peter Melinat <peter.melinat AT web.de>:

danke für diese (sehr) ausführliche antwort ;-)

ich hoffe du nimmst es niemanden von uns krumm, dass wir verunsichert waren, ob deine ansicht so richtig war. wir hatten eben das problem, dass wir nur eine sichtweise kannten. als dann der gastbeitrag kam, kam daher natürlich schnell verwirrung auf.


Sebastian Jabbusch schrieb:
*
(Diesen Kommentar werde ich gleich posten)

Vorab A): *

Der Piratenpartei Kreisverband Greifswald hat eine POLITISCHE Entscheidung für Transparenz der Hochschulöffentlichkeit getroffen . Wir sind also unabhängig vom Detail für MEHR Öffentlichkeit. Der Kommentarautor vor mir scheint hingegen der Auffassung zu sein, d ass in einer demokratisch verfassten universitären Selbstverwaltun g auch im 21 Jahrhundert noch Intransparenz herrschen darf und sol l. Dies ist eine politische Auffassung, die ich nicht weder teile noch verstehen kann. In einer demokratischen Gesellschaft sollten wir für mehr Transparenz sein, statt weiter Hinterzimmerpolitik zu betreiben...
*Vorab B)*

Eigentlich ist es keine gute Sitte auf "anonyme Beiträge" zu antwo rten. Sie dienen im Internet nur der Relativierung und der Erzeugu ng des "Streits", als ob eine Sache auch von zwei Seiten gesehen w erden könnte (Vergleiche Streit um "Global Warming" in den USA dur ch die Kohleindustrie, welche hunderte Wissenschaftler bezahlte um falsche Studien zu erstellen). Aber hier mache ich eine Ausnahme. Ich bitte aber trotzdem ausdrücklich zu beachten, dass anonyme Au ssagen per se sehr unglaubwürdig sind. /"1. Die Vorsitzende des Senats sprach in ihren Ausführungen nicht von Störsendern. Das ist eine glatte Lüge!"/

<< Die Vorsitzende Frau Schafmeister hat gleich zu Beginn der Sitzung mit dem Thema begonnen. Kritisiert wurde die Weitergabe von Unterlagen an die Ostsee-Zeitung und eben das Twittern aus dem Senat. Sie hat expliziet einen Senator und das studentische Onlinemedium webMoritz.de angesprochen. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier von weitergereichten Unterlagen, die ebenfalls eigentlich öff entlich sein müssten - schließlich tagt der Senat öffentlich! In d er vorletzten Senatssitzung hat der Senat sogar die Veröffentlichu ng aller Senatsunterlagen beschlossen, um mehr demokratische Betei ligung der Hochschulöffentlichkeit zu ermöglichen. Die Vorsitzende ist dem bisher aber noch nicht nachgekommen.
Am Ende ihrer Kritik kam dann der Kommentar mit dem W-LAN, das sie abschalten würde, falls man sich nicht an ihre Worte halten würde. Als ihr jemand sagte, dass man zum Twittern übers Handy kein W-LA N bräuchte, hat sie sehr klar und deutlich gesagt, dass sie "dann eben Störsender" installieren wolle. Es war also nicht teil des "v orgelesenen" Statements. Gesagt ist aber gesagt. /"2. Der Webmori tz berichtet in der Regel nicht live wie ein Ticker, sondern beric htet nach der Sitzung punktuell über Einzelthemen und fängt dazu S timmen der Diskutanten ein."
/
Das ist auch falsch. Aber das kann man nun wirklich einfach überp rüfen. Einfach hier klicken: http://www.webmoritz.de/tag/stupa-live-ticker / Man findet dort über 30 Live-Berichte des webMoritz aus dem StuP a. Und auch aus dem Senat hat der webMoritz bereits live über Twit ter getickert. Einige Beispiele hierfür:
http://twitter.com/webmoritz/status/3403819628
http://twitter.com/webmoritz/status/3404005317
http://twitter.com/webmoritz/status/3404077810
http://twitter.com/webmoritz/status/3404096326
/"3. Die Pressefreiheit im juristischen Sinne ist nicht eingeschrä nkt. Da Senatoren keine Journalisten sind, sondern Mandatsträger. Kein Pressemedium der Welt würde einen Verstoß gegen das Presserec ht geltend machen können, weil das W-Lan abgestellt ist."
/
<< Auch hier werden der Pressemitteilung bewusst die Worte verdreht. Die Verletzung der Pressefreiheit besteht nicht im W-LAN abschalten, sondern darin, dass Twitter insgesamt während der Sena tssitzung verboten werden soll. Der Senat ist ein öffentliches Gre mium, tagt (bisher) öffentlich und ist auch insgesamt als Universi tät ein Teil der öffentlichen Verwaltung, die insgesamt ebenfalls öffentlich sein muss.
<< Das Verbot der Vorsitzenden wurde explizit auch für den webMori tz ausgesprochen.

<< Und selbst wenn: Ist ein Mandat gleich einem journalistischen Berufsverbot? Ist das nutzen von Twittern überhaupt Journalismus? Für mich ist es mehr mein privates Hobby und das Ausleben meiner M einungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz.

<< Besonders aber für die Wähler (also alle Mitglieder der Uni!) d es Senats muss dieser und seine politischen Vorgänge und Beschlüss e transparent und öffentlich sein. Hier gelten die Regeln des Parl amentarismus... Wie sonst sollen die Wahlen an der Universität fun ktionieren, wenn die Beschlüsse und Sitzungen nicht mehr öffentlic h sind?
/"4. Die Grundordnung der Universität definiert auch was Universit ätsöffentlichkeit ist. Sie ist eben nicht die Gesamtöffentlichkeit der Greifswalder, Mecklenburger und Vorpommer, Deutschen, Europäe r, Weltenbürgen, sondern die der Mitglieder der Bildungs- und Fors chungseinrichtung Universität Greifswald.
/
<< Genau das ist eben strittig. Zunächst mal ist die Universität a ls staatliche Institution genauso zur Transparenz verpflichtet wie jede andere Verwaltung auch. Zum Beispiel das Grünflächenamt oder das Bauplanungsamt. Unterlagen müssen auf Wunsch herausgegeben we rden. Dort gibt es auch entsprechende gesetzliche Grundlagen. Die einzigen die von der Verfassung als privat geschützt sind, sind Bü rger und ihre Unternehmen. Der Staat und alle seine glieder müssen aber transparent sein!

<< Zur Öffentlichkeit ist die Universität im Besonderen aber inner halb ihrer eigener Reihen verpflichtet. Das betrifft also Studente n, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren. Denn Sie alle wä hlen den Senat - also die universitäre Selbstverwaltung.

/"Regelmäßig" und "angemessen" ist nicht gleichzusetzen mit "live aus der Sitzung"
/ << In einem demokratischen Land kann "Öffentlichkeit" nicht verh andelt werden. Entweder eine Sitzung ist öffentlicht, oder eben ni cht. Aus praktischen Gründen kann das Fotografieren und Filmen sic herlich im gegenseitigen Respekt auf den Beginn der Sitzung beschr änkt werden. Darüberhinaus muss aber gelten: Welcher Journalist wa nn und in welchem Medium schreibt, ist seine eigene Entscheidung u nd darf nicht vom Gremium über das er berichten will, festgelegt w erden.

<< Dies muss insbesondere auch für Mitglieder des Gremiums gelten. Wenn ein Senator meint, dass so wichtige Dinge passieren, dass di ese Information sofort veröffentlicht werden muss (wie es damals e ben der Fall war, als eine Kommission eingerichtet wurde, die ents cheiden soll, ob der Name der Universität verändert wird oder nich t), dann ist das eben so. Das kann jeder selbst dann gut finden od er auch nicht. Aber mit dann gegenüber den Mitgliedern des Senats mit Repression drohen, das geht zu weit.

<< Wenn man das ernst näme, was der "User" hier schreibt, könnte d ie Universität rein gar nichtsim Internet v erôffentlichen - weil alles sofort weltöffntlich wäre !! Das Internet fiele als Mittel d er Kommunikation für die Mitglieder der Universität flach!
<< Noch ein letztes Argument: Wie Prof. Matschke und Prof. Fricke schon betont haben, ist es sehr abendteuerlich, aus dem Begriff der "hochschulöffentlicheit" ein Recht auf "Abschottung" herauszulesen . IN KEINEM EINZIGEN Wort der Gurndordnung oder des Landeshochschu lgesetzes steht ein solches Recht auf Geheimhaltung geschrieben.

<< Die Pflicht heißt "hochschulöffentlich". Daraus aber ein VERBOT der Öffentlichkeit übers Internet abzuleiten, weil dort "auch" Ni cht-Studenten mitlesen könnten, ist hanebüchend. Dann dürften in Z ukunft die Studentenzeitungen nur noch gegen Vorlage eines Student enausweises abgegeben werden.

<< Mit dem Wort "Hochschulöffentlich" nicht "Nicht-Öffentlichkeit" begründen zu wollen, ist nur vergleichbar mit der Anstrengung aus dem Wort "Krieg" eine Friedensmaßnahe zu basteln.
/"5. Prof. Dr. Jürgen Matschke führt einen Kleinkrieg mit der Hoch schulleitung, dass er hier befangen ist, liegt auf der Hand."
/
<< Dies ist eine Beleidigung gegenüber Herrn Matschke! Prof. Mats chke wurde zwei mal für den Senatsvorsitz wiedergewählt! Wenn er e in Querulant wäre, wäre dies wohl nicht passiert ! Er gehört zu de n renommiertesten Aushängeschildern der Uni ! Über 1500 Studenten unterschrieben eine Pedition, damit ihr noch ein Jahr länger an de r Universität lehren darf. Der Rektor lehnte dies zwar ab, das hat aber nichts mit dem Thema "Öffentlichkeit" zu tun.

Professoren derart einfach abzukanzeln ohne mit _einem_ Wort auf die inhaltlichen Argumente des dreiseitigen juristischen Briefes des Professors einzugehen, ist gaaanz unterste Schublade. Früher n annte man sowas "teeren und federn".
/"6. Die Universität Greifswald hat eine Rechtsabteilung und zig P rofessuren, die sich mit Öffentlichem Recht, Medienrecht, Medienpä dagogik, Kommunikationswissenschaft etc. befassen. Warum hat von d iesen keiner den Rechtsstaat verteidigt, wenn er am Boden liegen s ollte?"
/
<< Es ist ein Konflikt der hier an der Universität bisher aus zwei Gründen nicht geführt wurde:
a) Niemand hat die Öffentlichkeit des Senats bisher in Zweifel gez ogen. Der frühere Vorsitzende (siehe Artikel bzw. Brief) hat sich ja sogar für mehr Öffentlichkeit stark gemacht ! Die Versuche von Prof. Schafmeister sind also eine neue Qualität.
b) Es gibt Twitter erst seit kurzem. Wahrscheinlich war einfach fr üher noch niemand auf die Idee gekommen, das zu nutzen, bzw. das d ann zu verbieten. Außerdem: Als ich letztes Jahr das erste mal aus dem Senat heraus einen Live-Blog schrieb, gab es einen ähnlichen Skandal. Damals GAB es aber eine klare Unterstützung FÜR die Öffen tlichkeit des Senats. Erst jetzt schein man dies wieder anders zu sehen.
/"Dass der FH-Professor (Honorar- oder berufener Professor?), der zugleich Mitglied des Journalistenverbandes von Mecklenburg- Vorpommern ist, seinem lieben Kollegen Jabbusch ein gefälliges Gut achten schreibt, verwundert kaum. Eine Hand wäscht die andere! In diesem Sinne: Gut gebrüllt Löwe."
/
<< Ok - so kann man natürlich jeden Professor denunzieren! Ich bin übrigens nicht Mitglied im Journalistenverband... Übrigens vermei det es der Autor auch hier auch nur mit einem Wort auf die inhaltl iche Argumentation des Rechtsanwaltes einzugehen. So macht man Pol itik auf die schmutzige Art und Weise...

*Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Rabulistik *
--- ---------------------------------------------------------------------

_______________________________________________
MV-Presse mailing list
MV-Presse AT lists.piratenpartei.de
http://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/mv-presse


_______________________________________________
MV-Presse mailing list
MV-Presse AT lists.piratenpartei.de
http://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/mv-presse




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang