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dueren - [Piraten Düren]WG: Re: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.

dueren AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Kreis Düren - NRW

Listenarchiv

[Piraten Düren]WG: Re: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.


Chronologisch Thread 
  • From: Dietmar Schwindt <dietmar.schwindt AT piratenpartei-nrw.de>
  • To: dueren AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [Piraten Düren]WG: Re: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.
  • Date: Sun, 19 Aug 2012 04:46:40 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/dueren>
  • List-id: Mailingliste des Stammtisches Düren <dueren.lists.piratenpartei.de>

Hallo,

Lest den Aufruf und entscheidet selbst.

Gruß

Dietmar

Von meinem mobilen Kommunikationsgerät gesendet

-------- Originalnachricht --------
Betreff: Re: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.
Von: christoph AT radiohitwave.com
An: nrw-heinsberg AT lists.piratenpartei.de
Cc:

Guten Morgen,

nachdem auf diese Mail vom 25. Juli keine Reaktion kam, spreche ich das Thema jetzt nochmal an.
Am 29. September findet in Erkelenz eine Demonstration gegen Rechtsextremismus statt, insbesondere auch gegen die "Kameradschaft Aachener Land". Organisiert wird die Veranstaltung von mehreren antifaschistischen Organisationen aus NRW.
Mich hat nun die Frage erreicht, ob wir diese Demo offiziell unterstützen möchten. Das Problem ist, dass wir das ja nicht im Namen der Partei machen können. Ein Stammtisch ist ja keine Organisationseinheit, also geht das auch nicht. Bleibt der AK - aber da macht es nicht wirklich Sinn, oder?

Wie steht ihr generell zu dem Thema?

Gruß
Christoph


www.Christoph-Hensen.de

mail AT christoph-hensen.de
twitter.christoph-hensen.de


---- Original Message ----
From: christoph AT radiohitwave.com
To: nrw-heinsberg AT lists.piratenpartei.de
Sent: Mi, Jul 25, 2012, 8:38 AM
Subject: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.

Guten Morgen zusammen,
Mich hat heute diese Mail erreicht, was haltet ihr davon?

Gruß
Christoph
---- Original Message ----
From: "Aktionsbündnis 29. September" <29september2012 AT riseup.net>
To:
Sent: Mi, Jul 25, 2012, 12:09 AM
Subject: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf.

Für das Leben – ohne Rassismus, Antisemitismus und „KAL“!

Mehrere antifaschistische Gruppen aus Nordrhein-Westfalen rufen am 29.
September 2012 zur Demo „Für das Leben – ohne Rassimus, Antisemitismus
und „KAL“!“ in Erkelenz auf.

Als die Morde der Nazi-Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund"
(NSU) bekannt wurden, war die Erkenntnis, dass Neonazis über Jahre
hinweg nahezu militärisch durchorganisierte Mordanschläge auf
Migrant_innen verüben konnten, ein Schock für viele Menschen in unserer
Gesellschaft. Für viele war es unvorstellbar, dass bald 70 Jahre nach
dem Ende der Nazidiktatur eine Gruppe von Menschen aus rassistischen
Gründen ganz gezielt andere Menschen tötete- und dies über einen
Zeitraum von mehreren Jahren, ohne von der Polizei gefasst zu werden.

Neben den vielen Ungereimtheiten, die nun im Nachhinein bei den
ermittelnden Behörden und ganz besonders beim Verfassungsschutz offenbar
werden, müssen sich Politik und Gesellschaft fragen, wie es zu den
ungeheuerlichen Taten kommen konnte.

Leider sind die bisher gegebenen Antworten mehr als unbefriedigend. Die
Taten werden als Randerscheinung in einer demokratisch verfassten
Gesellschaft angesehen, deren Ursprung in den kranken Köpfen einiger
weniger Unverbesserlicher zu suchen sei. Wieder einmal wird der
organisierte Neonazismus, aus dem der NSU hervorging, als ein
randständiges Problem insbesondere der ostdeutschen Länder dargestellt.
Völlig ausgeblendet wird hierbei, dass junge Neonazis erstens
mittlerweile in allen Teilen Deutschlands eine Gefahr für Leib und Leben
vieler Menschen darstellen, und zweitens, dass ihre Ideologie nicht aus
einer pädagogisch begründbaren "Fehlentwicklung" erklärbar ist, sondern
aus den in der Mitte der Gesellschaft verbreiteten rassistischen und
antisemitischen Ressentiments selbst.

Die uns noch gut in Erinnerung gebliebenen Anschläge von
Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Mölln und Solingen, begleitet
teilweise von einer pogromartigen Stimmung durch applaudierende
"Normalbürger_innen", haben gezeigt, dass Rassismus und durch ihn
motivierte Gewalt in Teilen der deutschen Gesellschaft durchaus auf
Unterstützung, zumindest jedoch auf stillschweigende Zustimmung oder
Billigung hoffen können. Auch die Tatsache, dass Studien zufolge ein
beachtlicher Teil der Deutschen antisemitischen Ressentiments zustimmt,
sollte nachdenklich stimmen und zur Auseinandersetzung nicht nur mit
organisierten Neonazis, sondern mit dem Alltagsrassismus und
-antisemitismus in unserer Gesellschaft motivieren.

Auch im Kreis Heinsberg sind neonazistische Strukturen seit einigen
Jahren äusserst aktiv. So leben im Kreis mehrere aktive Mitglieder der
"Kameradschaft Aachener Land" (KAL), unter anderem der Anmelder der im
April durchgeführten "Mahnwachen" der KAL, Gerwin J. aus
Erkelenz-Gerderath. Die KAL würdigte die Taten des NSU auf ihre Weise:
kurz nach Bekanntwerden der Taten bildete sie auf ihrer Homepage die
Comicfigur Paulchen Panther mit dem Schriftzug "Zwickau rulez" ab.
Paulchen Panther wurde im Bekennervideo des NSU, dessen Mitglieder aus
Zwickau stammen, dargestellt und führte quasi "moderierend durchs
Progamm". Die Botschaft der KAL, die auf ihrer Homepage auch schon
einmal Adolf Hitler zu seinem Geburtstag gratulierte, ist deutlich: die
Taten des NSU werden begrüsst und gefeiert. Die Tatsache, dass ein
ehemaliges Mitglied der KAL, Falko W. aus Aachen, wegen des Besitzes von
Sprengstoff vorbestraft ist, lässt diesen Vorgang durchaus nicht nur als
eine Geschmacklosigkeit erscheinen, sondern ist in höchstem Maße
alarmierend.
Hier sei ebenfalls erwähnt, dass der mehrfach vorbestrafte
"Kameradschaftsführer" Rene L. in Kelz (östlich von Düren) zurzeit eine
Scheune zu einer Art "Braunes Haus" umbaut, welches nach Fertigstellung
ein Ort für rechtsradikale Veranstaltungen wie Konzerte oder Schulungen
werden soll.

Von den im Kreis Heinsberg lebenden KAL-Mitgliedern gingen schon
mehrfach Übergriffe auf Personen aus, die nicht ins neonazistische
Weltbild passen. Zuletzt im Umfeld des "Public Viewing" in der
Heinsberger Innenstadt zum Länderspiel Deutschland-Griechenland. Viele
Übergriffe und Attacken ereigneten sich in Wassenberg, wo unter anderem
eine Rockkneipe überfallen und mit Gaspistolen auf Menschen geschossen
wurde.
Der Kreis Heinsberg hat zudem einige hochrangige
Neonazi-Persönlichkeiten hervorgebracht, wie den aus Wegberg stammenden
stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD, Udo Pastörs, oder den
bundesweit bekannten, militanten Neonazi-Kader Christian Malcoci, der
einige Zeit in Wassenberg-Effeld lebte und dessen Söhne ebenfalls als
feste Größen in der regionalen Neonazi-Szene auftreten.

Es ist an der Zeit, den neonazistischen Umtrieben im Kreis Heinsberg
endlich offensiv etwas entgegenzusetzen. Es genügt nicht, immer nur zu
reagieren, wenn die Nazis wieder einmal eine ihrer Aktionen durchführen.
Es genügt nicht, in geschlossenen Räumen und bei Veranstaltungen verbal
Position gegen Rassismus und Antisemitismus zu beziehen. Nötig ist ein
deutliches Zeichen, um den Nazis zu zeigen, dass ihre Ideologie und ihre
Aktivitäten hier und überall unerwünscht sind. Dafür müssen alle, die
den Nazis etwas entgegensetzen wollen, gemeinsam auf die Straße gehen-
nicht zum Selbstzweck, sondern um einen Anfang zu machen, dem
vielfältige Aktionen folgen müssen.

Und dazu rufen wir hiermit auf:
Für das Leben - ohne Rassismus, Antisemitismus und "KAL"!
am 29.09.2012 - 12 Uhr - Bhf. Erkelenz


Nähere Informationen auf http://29september2012.blogsport.de/


Wenn ihr den Aufruf unterstützen wollt, dann schickt uns bitte kurz
eine Nachricht unter http://29september2012.blogsport.de/kontakt/ oder
29september2012 AT riseup.net 

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*Ankündigungstext*

Im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung möchten wir
Strukturen, Aktivitäten und Akteure der „Kameradschaft Aachener Land“
(KAL) vorstellen. Im Kreis Heinsberg verfügt die Szene zum Beispiel über
eine sehr gut organisierte Szene, die Überfälle und Angriffe plant. Auch
überregional ist die Szene gut vernetzt und stellt auf zahlreichen
Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen Infrastruktur wie Ordner und
Redner bereit. Für die Szene in Westdeutschland und den benachbarten
Ausland gewinnt dabei der jährlich vom KAL ausgerichtete rassistische
Naziaufmarsch in Stolberg an Bedeutung. Protest formiert sich hier nur
schwer und zögerlich bzw. konnte sich nicht in einem nötigen Umfang
mobilisieren.
Doch damit soll es nun vorbei sein! Am 29. September werden wir mit
einer entschlossenen und kraftvollen Demonstration ein Zeichen in der
Region setzen.

Bei der Veranstaltung werden wir euch neben Hintergrundinformationen zur
Naziszene auch umfangreiche Überlegungen zum geplanten
Demonstrationsverlauf und zum Charakter der Demonstration vorstellen.

Solltet ihr Interesse an einer solchen Veranstaltung haben, dann meldet
euch bei uns unter http://29september2012.blogsport.de/kontakt/ oder
29september2012 AT riseup.net

-- Wir würden uns freuen, wenn ihr die Nachricht über eure Verteiler und im Freundeskreis weiterleiten würdet. Liebe antifaschistische Grüße Aktionsbündnis 29september2012 http://29september2012.blogsport.de/
P.S.: Bitte plant, wenn ihr kommen solltet, die gemeinsame Anreise.
Nach Erkelenz gibt es eine Bahnverbindung von Aachen und
aus der Richtung Mönchengladbach/Düsseldorf kommend.
--
NRW-Heinsberg mailing list
NRW-Heinsberg AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/listinfo/nrw-heinsberg


  • [Piraten Düren]WG: Re: [NRW-Heinsberg] WG: Aufruf & Unterstützung zur antifaschistischen Demonstration in Erkelenz am 29.9.2012-12 Uhr-Bhf., Dietmar Schwindt, 19.08.2012

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