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crew-hauptmann-von-koepenick - Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Liquid Feedback -Bezirksinstanz - Einige Antworten und Fragen

crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Crew-hauptmann-von-koepenick mailing list

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Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Liquid Feedback -Bezirksinstanz - Einige Antworten und Fragen


Chronologisch Thread 
  • From: Oliver Kurlvink <piratepier AT googlemail.com>
  • To: crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Liquid Feedback -Bezirksinstanz - Einige Antworten und Fragen
  • Date: Mon, 31 Oct 2011 08:11:12 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/crew-hauptmann-von-koepenick>
  • List-id: <crew-hauptmann-von-koepenick.lists.piratenpartei.de>

Hallo Moni,
hallo Rest ;),

vielen Dank für die gute Zusammenfassung der Fragen.

Meine Frage (Unterschied Pseudonym/Realname) hatte ich mir vor einigen Tagen so beantwortet: Bei einer Verwendung von Pseudonymen muss es ein Mapping zwischen Realnamen und Pseudonym geben, damit nicht bei der nächsten Vorstellungsrunde jemand anderes das Pseudonym für sich beanspruchen kann. Durch diese separat zu führende Liste wird das System angreifbar, da die Liste verfälscht werden kann.

Damit könnte auch eine Gebietsversammlung keine Lösung mehr bringen, da ein Pseudonym durch Nichtanwesenheit der Original-Person und Fälschung des Mappings übernommen werden könnte. Lösung wäre theoretisch die notarielle Beglaubigung der Liste und Hinterlegung bei einem Notar, aber letztlich verliert man auch dadurch die Überprüfbarkeit durch jeden Bezirks-Pirat.

Spannend finde ich die Beantwortung der fünften W-Frage: "WOZU dient die Beteiligung": "Soll nur die Meinung der Teilnehmer erhoben werden, sollen unverbindliche Empfehlungen an ein Gremium ausgesprochen werden oder sollen verbindliche Entscheidungen getroffen werden?"

Unsere BVV-Satzung:
(2) Bei der Wahrnehmung ihres freien Mandates sind die Fraktionsmitglieder gehalten
1. das der Legislaturperiode zugrunde liegende Wahlprogramm der Piratenpartei Berlin,
2. die Parteitagsbeschlüsse der Piratenpartei Berlin,
3. Entscheidungen, die in einem Liquid-Democracy-System nach §11 gefasst wurden
4. die Mehrheitsmeinung der Fraktion,
zu berücksichtigen.

Das entspricht abgesehn von der Reihenfolge der Satzung unserer AGH-Piratenfraktion. Nur ist unser Landes-LQFB ein pseudonymes LQFB und keines mit Realnahmen.

Wie wird sich also unsere BVV-Fraktion anders Verhalten als die AGH-Fraktion, wenn das zugrunde liegende Liquid Democracy-System anders funktioniert? Die gleiche Frage stellt sich zwischen einem Klarnamens- und Pseudonymen LQFB auf Bezirksebene.

Und um auf die W-Frage zurück zu kommen: Wie möchten wir, dass mit LQFB-Ergebnissen umgegangen wird?

Prinzpiell bin ich ein großer Verfechter von LQFB und verfolge die Wunschvorstellung, dass sich die Politik direkt nach den Ergebnissen von LQFB richtet (entsprechende Probleme mit der Gewissensentscheidung hatte Monika bereits auf der GV beantwortet). Andererseits habe ich Zweifel, dass gerade mit nur 120 Piraten in einem Bezirk eine so breit gefächerte Anzahl an Detailwissensträgern vorhanden ist, dass die aus LQFB herausfallenden Empfehlungen/Entscheidungen tatsächlich die besten oder überhaupt tragbare sind. Ein Nebenproblem stellt die Beteiligung an sich dar. Wie aussagekräftig wäre LQFB, wenn nur 50% überhaupt einen Account beanspruchen würden und von diesen nur 25% sich beteiligen würden?

Allerdings ist das erste eine Systemfrage, das andere eine Beteiligungsfrage. Ich neige deshalb dazu, das System als Plattform zur Bildung verbindlicher Entscheidungen, die dann in das BVV geführt werden, haben zu wollen. Wenn dafür eine Klarnamenspflicht erforderlich sein sollte, dann stimme ich dieser zu.

Ciao,
Oliver



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