ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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- From: Dieter Müller <mueller AT muellerimex.de>
- To: Ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Soziale(re) Marktwirtschaft
- Date: Tue, 19 Jun 2012 19:13:31 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
Hallo an alle Homo Oeconomicus, Liberale Sozialpolitik in ihrer reinen Form ist im höchsten Maße leistungsorientiert. (Müller-Armack) Würde ich sofort unterschreiben. Die harmonischste Zeit der Menschheit war das goldene Mittelalter, so eine Studie der Harvard Universität. Harvard hat nicht untersucht warum, wieso, weshalb, sie äußerte die Vermutung das es an dem merkwürdigen Geldsystem lag. Und damit sind wir beim Thema. Alles dreht sich nur ums Geld in der Welt. Ich habe großes Verständnis dafür das viele (die meisten) unser Geldsystem und damit unser Wirtschaftssystem nicht durchschauen. Wir haben ja auch eine standardisierte Sprach - täuschung. Die Medien bedienen sich einer "Meinungssprache" statt einer "Tatsachensprache". Das System ist genial, genial raffiniert und kriminell. Ich zitiere 2 jüdische Banker: "Wir leben im Zeitalter des organisieren Diebstahls; eines so raffinierten Diebstahls, das der Geschädigte kaum merkt, wie er bestohlen wird, und der Dieb seine Finger gar nicht zu beschmutzen braucht, um fremdes Gut an sich zu bringen". Alfred Lansburgh, Berlin 31.12. 1920 "Die wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert, oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, das aus Ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System gegen sie arbeitet." Gebr. Rothschild, London 28.07.1863 an US Geschäftspartner Ein System welches eine Exponentialfunktion als Basis hat, hat ein Verfalldatum und ist zum scheitern verurteilt. Fragt man 100 Leute erhält man 98 unqualifizierte Antworten bzw. Bauchantworten. Ludwig Erhard war wohl sehr optimistisch als er erwartete das jeder Bürger die wirtschaftlichen Zusammenhänge kennt, da es ja um Fragen unserer politischen Ordnung und deren Stabilität geht. Wichtig ist das wir ein System "bekämpfen" und nicht irgendeine Personengruppe. An den Universitäten wird System-konform VWL gelehrt. Beim Medizinstudium wird überwiegend, also auch, System-konform Schulmedizin gelehrt. 3000 Jahre koreanische oder 5000 Jahre chinesische Medizinerfahrung werden dem kapitalistischem Wirtschaftssystem geopfert d.h. ignoriert. Bei VWL ist es nicht viel anders. Unser Land soll ca. 2000 Profs für VWL und sicherlich 10000 die einen Dr. gebastelt haben. Wir haben Wirtschaftsweise, also weise Männer, in Europa und in der Welt haben wir sogar einige Nobelpreisträger. Trotz (oder wegen ?) dieser geballten Intelligenz haben wir eine weltweit Währungskrise. Wir haben es mit einem unvorstellbarem Finanzterrorismus zu tun. Sarkastisch formuliert liegt die Fehleinschätzung unserer Wirtschaftsexperten bei Richtung 100%. Der Zentralbankrat hat bereits 1990, vor Beginn der Maastricht - Verhandlungen darauf hingewiesen, dass eine Währungsunion eine "nicht mehr kündbare Solidargemeinschaft" mit anderen Worten eine Risikoge- meinschaft mit Solidarhaftung ist. Ex Buba Chef Tietmeyer erklärte schon vor über 16 Jahren das sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im klaren sind, wie sehr sie bereits heute (1996) unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden. Gerd Häußer ein Kollege Tietmeyers formulierte es so: Die Akteure an den Finanzmärkten sind nur die Schieds- richter, welche die Fehler der Politik mit Abwertung und höheren Zinsraten bestrafen. The Economist formulierte es 1995 so: "Die Finanzmärkte sind zu den Richtern und den Geschworenen jeder Wirtschaftspolitik geworden". Noch ein Zitat: "Wir werden Ordnung und Freiheit nur bewahren, wenn die Verantwortlichen den Kampf gegen das große Geld aufnehmen und gewinnen. Die Regeln dürfen nicht die setzen, die soviel Geld haben das sie sich alles kaufen können. Die Welt darf nicht vom Geld regiert werden. Das auf einseitige Gewinnmaximierung gepolte Finanzakteure jetzt Wohl & Wehe ganzer Völker bestimmen, liegt eindeutig und zuerst an politischen Versäum- nissen." Als der gute Man noch mehrmals die internationalen Finanzmärkte als Monster bezeichnete war das Faß übergelaufen. Diese deutlichen Worte kamen von Horst Köhler. Ich glaube das er darum zurückgetreten wurde. Und unsere ach so unabhängige u. freie Presse weigerte sich Köhlers Äußerungen zu senden. Presse - freiheit nennt man das. Es kann doch wohl nicht angehen das große und "Systemrelevante" Firmen u. Banken nach dem Motto handeln: Personalkosten minimieren, Gewinne maximieren, Renditen privatisieren, und Verluste sozialisieren. Als asozial bezeichne ich - Millionenfach unfreiwillige Arbeitslosigkeit, die seit 40 Jahren von der Politik erfolglos "bekämpft" wird. - wenn über 14 Mio. Menschen in unserem Land in Armut leben, betroffen 2,5 Mio Kinder. - über 850 Armenküchen, genannt Tafeln. In einem sozialen System undenkbar. - Ein Leistungsloses Einkommen in Milliardenhöhe für wenige Menschen,mit jährlicher Steigerung in Form von Zinsen u. Zinseszinsen die wir alle bezahlen. Also was ist zu tun? Nehmen wir die Worte der Gebr. Rothschild ernst. sorgen wir dafür das wir geistig fähig werden, damit das System nicht mehr gegen uns arbeitet. Es reicht nicht den Staat der eine Reparaturstube für unser morsches System betreibt auch noch zu ver- (schlimm)bessern. Wir müssen das System überwinden, dazu ist Ursachenforschung die Voraussetzung. Gruß Dieter |
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Soziale(re) Marktwirtschaft, Dieter Müller, 19.06.2012
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