ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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- From: porcupine87 <porcupine87 AT news.piratenpartei.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht
- Date: Fri, 11 May 2012 12:25:55 +0000
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Also ich betrachte das so. Das gilt für private Haushalte, NPO, profitorinetierte Unternehmen udn auch dem Staat:
Man bietet etwas an, für das man eine Gegenleistung bekommt. Kann man diese Gegenleistung selbst konsumieren, war es das. Also direkter Tausch. Der Bauer tauscht seine Milch gegen das Fleisch des Metzgers. Wenn die Gegenleistung zB. Geld als Zwischentauschmittel ist, muss man das noch gegen etwas tauschen, dass das Bedürfnis des Haushaltinhabers (Eigentümer) befriedigt.
Ein privater Haushalt bietet meist seine Arbeitskraft an, bekommt dafür Geld, wovon er sich etwas kaufen kann, was die (Familien-)Mitglieder des Haushaltes zu Gute kommt. Also einmal die Einnahmen aus dem Verkauf einer Leistung, die für den Kauf einer Leistung eingesetzt werden.
Eine non-profit-Organisation hat auch gewisse Einnahmen(zB. Spenden) und Ausgaben (was genaugenommen die Leistung ist, für die die Spender bezahlen). Also ich will, dass Kindern in Afrika geholfen wird, also spende ich.
Das Ganze kann genauso als Profit-Ogranisationen funktioniert, wenn für den Organisationsinhaber, der die Produktionsmittel stellt, eine Rendite übrig bleibt. Also die Spenden werden eingesammelt, in Verbindung mit den Produktionsmittel gebracht (zB. Arbeitskräfte, die nach Afrika gefolgen werden) und die Leistung erbracht, aber es bleibt etwas dazwischen übrig. Das kann positiv für alle sein, da so mehr Kapital eingesetzt werden kann, wodurch im Endeffekt von den Gesamtspenden mehr an den Spendenempfänger ankommt, da man durch das höhere Kapital Produktiver damit umgehen kann. Also man kann sich zB. einen kompetenteren Projektleiter kaufen, der LKW-Routen so steuert, dass insgesamt weniger Sprit verbraucht würde und somit der Projektleiter zwar 100 000€ mehr kostet, jedoch 200 000€ Benzin gespart werden. Da sehen wiederum die Spender gerne, wodurch sie noch mehr spenden, und das Unternehmen noch mehr Rendite bezahlen kann, wodurch ein noch höheren Prozentsatz von den Spenden auch wirklich ankommt. Durch Wettbewerb wären solche Unternehmen gezwungen, für die Spender eine noch bessere Leistung zu bringen.
Ein Staat finanziert sich durch Steuern und bietet im Gegenzug ebenfalls Leistungen an: Sicherheit, Rechtswesen, Straßen, Schulen, Existenzminimum etc. Die Steuern stammen nicht an der Wirtschaft, sondern von Individuen. Die hätten eigentlich 2000€, aber bekommen dann nur 1500€. Diese 500€ nimmt sich der Staat einfach, weil er der Meinung ist, er braucht so viel.
Genau, wir haben faktisch ein Staatsmonopol. Für wie sinnvoll hältst Du
es den Bereich (Wirtschaft) der die Mittel für den Staat UND uns Alle
erwirtschaftet so auszunehmen, das er vielleicht irgendwann einmal
flüchten muss ?
Dass du hohe Steuern negativ sind, sollte wohl außer Frage stehen. So oder so. In den USA hatte man zweimal solche Spitzensteuersätze von oberhalb 70% und zweimal auf ca. 30% gesenkt, und zweimal sind die Steuereinnahmen auf Einkommen gestiegen.
Diejenigen die am meisten "Heil" versprechen werden gewählt, diejenigen die vielleicht "manchmal" die Wahrheit sagen nicht.
Das stimmt. Es geht nicht um die eigentliche Leistung, sondern um Versprechen. In dem Wettbewerb geht es in erster Linie darum, möglichst viele davon zu überzeugen, dass sie zu denen gehören, die profitieren. Und wenn jemand weniger stark enteignet wird als jemand anders, fühlt er sich plötzlich als Gewinner. Und wie bemüht man sich doch auch darum, den Sinn von Handelungen umzudrehen. Wenn die Steuern gesenkt werden, dann schenkt der gutmütige Samariter namens Staat einem etwas. Mein Dad meinte das neulich auch, als er kritisierte, dass unsre Nachbarn uns bestehlen würden, wenn sie ihre Reifen wechseln lassen und dies von der Steuer absetzen. So wie wenn bei dir Einbrecher kommen und irgendwas da lassen. Dann freut sich der Bestohlene auch über die ganzen Geschenke vom Einbrecher.
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, Christian Schmidt, 10.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, porcupine87, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, Christian Schmidt, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, porcupine87, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, Christian Schmidt, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, Christoph "Pluto" Puppe, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, Christian Schmidt, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, porcupine87, 11.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Es hat Spaß gemacht, porcupine87, 11.05.2012
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