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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Programmantrag entwickeln (BT-Wahl)

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Programmantrag entwickeln (BT-Wahl)


Chronologisch Thread 
  • From: Günter Weller <pirat.wittenzwerg AT web.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Programmantrag entwickeln (BT-Wahl)
  • Date: Sun, 01 Apr 2012 08:50:04 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Am 27.03.2012 08:48, schrieb aloa5:

Günter Weller schrieb: Ich fürchte du interpretierst den Begriff
Soziale Marktwirtschaft völlig anders als der Schöpfer dieses
Begriffes. Müller-Armack hat ganz bewusst alle beiden Wörter
*groß* geschrieben weil das *Soziale* eine Aufgabe des Staates ist
und nicht die Aufgabe der Wirtschaft.

Ich glaube nicht das ich das falsch verstehe. Es läuft m.E.
argumentatorisch so: Der Markt als soziales wurde von Müller-Armack
bereits als durchaus auch "sozial" eingestuft.

Ich hab das Gefühl, Du versuchst mit aller Gewalt aus der
Ordo-Liberalen-Marktwirtschaft, mit dem komischen Markennahmen "Soziale
Marktwirtschaft" eine "soziale Marktwirtschaft" zu machen :-).

In der Umgangssprache bedeutet *sozial* so was wie: Beziehungen zwischen
Menschen. Wer Programm machen will, sollte sich der Umgangssprache
bedien. Fachsprachen sind für Fachmänn_Innen ;-).

In der Wirtschaftspolitik geht es in erster Linie um die Beziehungen der
Wirtschaft untereinander.

Es gibt jedoch Bereiche wo er aus verschiedenen Gründen nicht
ausreichend funktioniert, auch nicht in sozialer Hinsicht. So z.B.
beim Wohnungsbau oder z.T. bei den Löhnen. Das sind Situationen
welche M.-A. dann durch Staatseingriffe wie dem sozialen Wohnungsbau,
staatlich organisierte Krankenkasse, Genossenschaftsförderung u.ä.
kompensieren möchte.

Nur Genossenschaftsförderung ist Wirtschaftspolitik.

Wenn ich allerdings etliche Beschlüsse vom November lese hab ich
zweifel ob bei dieser Mitgliederstruktur und deren Einstellung es
Sinn macht etwas anderes als einen sehr groben Hohlschnitt zu
basteln.

Ich weiß nicht genau was Sinn macht.

Was Sinn macht, wird sich in der Regel erst in einiger Zeit
herausstellen, je länger etwas in die flasche Richtung läuft desto
teurer wird es Fehler zu korrigieren, siehe Verschuldung usw.:-(.

/"Die Ideologie des Nicht-Expertentums landet schnell bei nur
gefühlten Gerechtigkeiten."/

....das ist auch das was ich wahrnehme. Demzufolge würde nur das was
diese gefühlte Gerechtigkeit bedient auch eine Mehrheit finden.

Sprich: man muss etwas tiefsinnigeres in eine plumpe, möglichst
populistische Gerechtigkeits-Parole umwandeln. Ein Einzeiler eben wie
"Mindestrente für alle" oder ähnlich. Dafür erhält man vermutlich
eine große Mehrheit, denn es ist eine Hülle, eine
Gerechtigkeits-Forderung.

Wenn man im Gegensatz zu anderen solchen Forderungen wie BGE oder
fahrscheinl. ÖPNV einen vernünftigen Plan in der Hinterhand hat wäre
das das "Feature" welches man anbieten kann. Dabei sollte man
vermutlich möglichst dilettantisch auftreten bei der Präsentation
und mehrfach darauf verweisen das man selbst keine Ahnung hat, das
es aber um die Sache geht.... ^ ^

Du hast offensichtlich Parteitags Erfahrung ;-)

--
Günter Weller / Wittenzwerg



  • Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Programmantrag entwickeln (BT-Wahl), Günter Weller, 01.04.2012

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