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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Erklärung und einiges was ich, loswerden will

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Erklärung und einiges was ich, loswerden will


Chronologisch Thread 
  • From: Monika Belz <loreena1968 AT gmx.de>
  • To: ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Erklärung und einiges was ich, loswerden will
  • Date: Tue, 24 Jul 2012 22:08:28 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>


Date: Mon, 23 Jul 2012 23:44:31 +0200
From: Tannador <piraten AT tannador.com>

Hallo Volker

erstmal danke für die Klarstellung bezüglich der Wikiseite. 
Darüberhinaus wird mir nicht ganz klar, was Du willst bzw. was Du 
erwartest. Du schreibst, dass Dich nicht die Umfrage an sich stört, 
sondern die Form / die Fragen. Soweit so gut. Ohne konstruktive 
Mitarbeit wirkten Deine Aktionen - zumindest auf mich - allerdings sehr 
aggressiv. 
Bitte. Es ist vielleicht schwer zu verstehen, wenn du die Angelegenheit mit der Initiative im Liquid Feedback bzw. den Initiativen nicht von Anfang verfolgt hast. Aber ich versuche es mit der Erklärung:
Konstruktiv - Die normale Art und Weise, wenn man Initiativen ins Liquid Feedback stellt, ist Anregungen zu geben und ggf. alternative Initiative zu erstellen. Beides habe ich gemacht, Anregungen sind beantwortet worden (im Wiki) aber nicht befolgt, also war die Ursprungsinitiative nicht meine Ansicht, die habe ich in der Initiative https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3537.html dargelegt. Innerhalb der Initiative habe ich Anregungen von Mitgliedern der AG Liquid Democracy erhalten und auch beantwortet.

Auch Sebastians Vorschlag zur "Mitarbeit" kam mir befremdlich 
vor und noch heute klingt bei mir ein "ich zeige euch jetzt mal, wie man 
sowas richtig macht, aber nur, wenn alle auf mein Kommando hören" nach. 
Mag sein, dass das nur subjektive Wahrnehmung ist, aber so kam es an. 
Sebastian hat bereits eine Umfrage im Rahmen seiner Masterarbeit erstellt, die nicht nur von den Befürwortern von LQFB geachtet wurde, daher habe ich ihn für neutraler als mich selbst gehalten und ihn vorgeschlagen. Mit Christoph habe ich zu Beginn der Initiative telefoniert, wir hatten uns damals darauf geeinigt, dass wenn die Initiative zur Umfrage zurückgezogen wird, ich meine auch zurückziehe und wir gemeinsam noch einmal anfangen. Auf diesen Vorschlag ist die AG dann wohl in der Mehrheit nicht eingegangen, ist euer gutes Recht.
Die Initiative zur Umfrage in den neuen Vorstandsbereich einzustellen hat mich schon arg irritiert, aber letztendlich entscheiden sich die Teilnehmer und am Ende der Vorstand.  Davon abgesehen bin ich kein Kommando-Mensch, kann man aber nicht wissen, wenn man nur meine Mails und ggf. Tweets liest und mich nicht persönlich kennt. Mir ist bereits aufgefallen, dass meine Ansicht von der Umsetzung von Liquid Democracy nicht so richtig in die Einstellungen der Mitglieder der AG Liquid Democracy passt, was die Pseudonymität als auch die Unveränderlichkeit des Stimmgewichts bei Delegationen angeht. Da ich mir bewusst bin, dass ich nicht neutral bin, habe ich versucht, jemanden zu empfehlen, der euch unterstützen kann und neutraler eingestellt ist, als ich selbst - wegen Konfliktvermeidung.

Jetzt kommt die Forderung hinzu andere Leute einzubeziehen. Wurden denn 
bisher Leute an der Mitarbeit gehindert? Hier kann doch jeder hinkommen 
und die Arbeit hier war so transparent, dass ich als blutiger 
Neupirat(tm) sofort wusste, was Sache ist. Jetzt mal Butter bei die 
Fische: wer wurde wann daran gehindert hier was zu machen? Wenn Du 
einfach gerne mehr Pluralismus in der Gruppe hättest, musst Du schon 
selber die Werbetrommel für die Leute rühren, die Deiner Meinung nach 
fehlen.
Noch einmal, wenn man in Liquid Feedback ein Ergebnis möchte, wäre es nach meiner Ansicht notwendig, den Teilnehmern alle Informationen zur Verfügung zu stellen. Anfangs ging es in der Initiative nur über die Umfrage an sich, aber dann wurden nach und nach Änderungen vollzogen, die sich nicht aus Anregungen ergeben haben, sondern aus Aktivitäten außerhalb des Systems, es wurden Fragenkomplexe eingestellt, der letzte 3 Tage vor Diskussionsende. Ich habe dann ein Pad mit allen Fragen und Antwort-Möglichkeiten erstellt und dort angemerkt, weshalb ich Fragen für überflüssig oder nicht neutral gehalten habe und andere Formulierungsvorschläge vorgeschlagen. Das Pad habe ich per Mail an diese Liste geschickt, wenn das nicht ausreicht, obwohl mich das alles zusammen mehrere Stunden gekostet hat, weiß ich auch nicht weiter. Eine Verpflichtung zur Übernahme bestand nicht, waren nur meine Ansichten.

Durch die verspätete Einstellung der Fragen in der Diskussionsphase in Liquid Feedback wurde den Teilnehmern nicht der an für sich für die Diskussion gedachte Zeitraum (14 Tage) gelassen, wir reden ja nicht nur von einer Ergänzung um ein oder zwei Fragen, sondern von der Einstellung ganzer Komplexe. Ich kann euch nichts vorschreiben, meine Empfehlung aus der Initiative bleibt:

Die Mitglieder der Piratenpartei Deutschland über Liquid Democracy und die Möglichkeiten von Online-Beteiligungssystemen und anderen Abstimmungsergebnissen informieren die Fragen der Umfrage in einer kollaborativen Form unter Einbeziehung der Mitglieder der Piratenpartei entwickeln, Ziel: neutrale Fragestellung = Die Fragen so stellen, dass die Antwort bzw. die Auswertung nicht von vornherein feststeht, daher auf Erklärungen, die der Beeinflussung dienen können verzichten. möglicherweise kann man die Umfrage mit den benötigten Informationen verbinden Über den Zweck und die Auswirkungen der Auswertung der Umfrage klar werden. Die letzte Umfrage zu Liquid Democracy hatte eine Magisterarbeit als Hintergrund, die Fragen waren neutral gehalten, möglicherweise nimmt die AG Liquid Democracy Kontakt mit dem Ersteller der damaligen Umfrage auf.

Die nächsten zwei Absätze empfinde ich als äußerst manipulativ. Jeder 
wird im Internet mal falsch verstanden und jeder trifft mal auf 
jemanden, der Sachen absichtlich falsch verstehen will. Mir kommt es 
vor, als wenn Du versuchen würdest, Dich hier selbst zum Opfer 
hochzustilisieren. Wie gesagt: subjektive Wahrnehmung, aber so kommt das 
bei mir an. In das gleiche Schema fällt "Ich verlange von niemanden, 
sich meiner Ansicht anzuschließen, aber ich werde sie äußern, wenn ich 
der Ansicht bin, dass es notwendig ist[...]" und "Also ich kann euch 
leider auch zukünftig nicht verschonen, wenn mir etwas nicht klar 
ist[...]". Das sind Selbstverständlichkeiten, die allerdings als 
Konotation implizieren, dass man Deinen früheren Wortmeldungen 
unverhältnismäßig aggressiv entgegnet wäre. Wenn dem so ist, dann 
benenne diese Dinge bitte so direkt und eindeutig, dass sie auch ein 
Neupirat(tm) verstehen kann, oder nimm von solchen Formulierungen bitte 
Abstand.
Dazu kommt dann, dass Du Michael, Arne und Semon persönlich erwähnst und 
in die Nähe von ad-hominem Angriffen rückst - wiederum ohne diese 
Angriffe nachvollziehbar zu benennen. Dies sind ebenfalls ein ad-hominem 
Angriffe, die Du zuvor verurteilt hast.

Ich habe versucht, mein Verhalten zu erklären, ist mir hinsichtlich Michael und Arne auch gelungen - ich verstehe auch nicht, warum du jeden Satz auf die Platinwaage legst und versuchst ihn zu interpretieren. Da steckt nicht mehr hinter, als die Worte aussagen. Die Textstellen suche ich nicht raus, ist Vergangenheit, ich komme nicht mehr darauf zurück. Wenn es brennend interessiert, dürfte nicht schwer sein, da ich mit Namen benannt werde (richtiger  - nicht Nickname).

Der Sinn meiner Mail, macht bitte Kritik in Zukunft nicht an mich als Person fest, auch wenn sie von mir kommt, sondern am Sachverhalt. Danke.

Moni




  • Re: [AG Liquid Democracy] Erklärung und einiges was ich, loswerden will, Monika Belz, 24.07.2012

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