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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?


Chronologisch Thread 
  • From: bvdb_pp AT kanka.de
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?
  • Date: Thu, 19 Aug 2010 13:12:14 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Hallo,

On 19.08.2010 10:42, Thomas von der Elbe wrote:
Und bezüglich des Beginns einer Abstimmung: Warum soll ich nicht jetzt schon
in Frage X meine Stimme abgeben dürfen?

Erst einmal macht es schon Sinn, dass vor einer Stimmabgabe die Stimmberechtigten eine gewisse Zeit haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ob sie die Zeit nutzen, steht auf einem anderen Blatt.

Grundsätzlich gibt es das Problem bei direkterer Demokratie, wie die Abstimmenden in den Fällen, wo das Thema so kompliziert ist, dass eine Einarbeitung notwendig wird, diese Kompetenz erlangen. Dafür könnte es dann irgendeinen "Belohnungs"-Mechanismus geben, aber das wäre naturgemäß nicht ganz mißbrauchssicher umsetzbar, usw.

Die Idee "wir sind alle Experten" klingt erst einmal attraktiv, hält aber der Wirklichkeit dann schnell nicht Stand.

Auf der anderen Seite ist eben auch fraglich, wieweit Politik auf Abstimmungen abbildbar ist.
Die hohe Aufmerksamkeit für Abstimmungswerkzeuge ist dann vielleicht auch ein trotziger, aber wenig nachhaltiger Versuch, sich über die Komplexität der Sache in die Tasche zu lügen.

Und wer ist dieser jemand und wie kommt er zu dieser Macht?

Wenn jeder Abstimmungen ansetzen kann, ist diese Macht ja erstmal gut ausbalanciert.
Aber man hat ja bei den Piraten auch gesehen, was dann passiert - es wird abgestimmt zu vielen Themen, zu denen man organisatorisch und politisch gar nicht "gefragt" ist, bzw. es bleibt dann völlig offen, welche Konsequenzen aus dem Abstimmungsergebnis irgendjemand irgendwo zieht.

Gruß / Bernd

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- Bernd Brincken -
- http://liquid-politics.de -




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