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Betreff: Kreisverband Vorpommern-Greifswald
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- Subject: [Piraten Vorp-Greif] Hochschulpiraten in der OZ
- Date: Fri, 18 Mar 2016 09:07:16 +0000
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Greifswald Illegale Software an der Uni? Hochschule prüft Lizenzen
So will sie Regressforderungen von Microsoft zuvorkommen / Studentischer Senator sieht Datenschutzprobleme
Von welchen Programmen Unimitarbeiter wegen fehlender Lizenzen besser die Finger lassen sollten, wird jetzt geprüft.
Greifswald. Auf die Uni Greifswald rollt ein Problem zu: Große Softwareanbieter wie Microsoft wollen prüfen, ob ihre Kunden für alle genutzten Programme auch tatsächlich eine Lizenz haben. Laut der Internetseite winfuture.de hat Microsoft über 15000 Kunden aufgefordert, die von ihnen genutzten Lizenzen zu nennen.
So will sie Regressforderungen von Microsoft zuvorkommen / Studentischer Senator sieht Datenschutzprobleme
Auch Universitäten müssten Auskunft geben, berichtete Sven Brüssow vom Greifswalder Rechenzentrum auf der Senatssitzung. Microsoft drohe im Fall von illegal genutzten Programmen mit hohen Regressforderungen. Das Unternehmen erhofft sich eine Mehreinnahme in zweistelliger Millionenhöhe.
Das Problem laut Brüssow: Durch eine Abfrage sei die geforderte Aufstellung nicht zu bekommen. Denn niemand werde zugeben, dass er illegal Lizenzen heruntergeladen habe. Womöglich wisse auch gar nicht jeder, was auf dem genutzten Rechner alles installiert sei, meinte Kanzler Wolfgang Flieger. Schweren Herzens habe sich darum Rektorin Johanna Eleonore Weber zu einer Dienstanweisung entschlossen: Über ein Client Management System wird nach Lizenzen auf den Dienstrechnern der Uni gesucht. Da es keine Privatrechner seien, habe die Uni das Recht dazu. Wer wo surft, werde aber nicht erfasst, betonte Brüssow. Findet das System illegale Programme, sollen sie legalisiert oder gelöscht werden. „Die Kontrolle wurde vom Datenschutzbeauftragten genehmigt“, betont Unisprecher Jan Meßerschmidt. „Der Personalrat hat zugestimmt.“
*D**er studentische Senator Milos Rodatos (Hochschulpiraten)* befürchtet trotzdem, dass der Datenschutz verletzt werde. Das Client System könne viel mehr als Lizenzen finden. Laut Rodatos wollen Kollegen des Akademischen Mittelbaus nun den Landesdatenschutz hinzuziehen. Auch gebe es bisher kein Gerichtsurteil zur Rechtmäßigkeit der Forderungen an Unis.
heute in der OZ
- [Piraten Vorp-Greif] Hochschulpiraten in der OZ, DeK, 18.03.2016
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