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Betreff: Kreisverband Vorpommern-Greifswald
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[Piraten Greifswald] "Nichts zu verbergen? Wie viel Kontrolle braucht die Polizei?"
Chronologisch Thread
- From: Bob Barker <hermespostbox AT googlemail.com>
- To: mv-rostock <mv-rostock AT lists.piratenpartei.de>, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern <mecklenburg-vorpommern AT lists.piratenpartei.de>, ML Greifswald <ovp-hgw-dm AT lists.piratenpartei.de>, "Ortsgruppe Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)" <mv-schwerin AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Piraten Greifswald] "Nichts zu verbergen? Wie viel Kontrolle braucht die Polizei?"
- Date: Tue, 7 Dec 2010 14:30:51 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ovp-hgw-dm>
- List-id: Kreisverband Region Greifswald <ovp-hgw-dm.lists.piratenpartei.de>
Am 09. Dezember 2010 findet um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema
"Nichts zu verbergen? Wie viel Kontrolle braucht die Polizei?" statt.
Wer Interesse hat sollte vorbeikommen. Einige Piraten werden auf jeden
Fall da sein.
Facebooklink: http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=153002844745395
Ankündigungstext
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Am 8. Juli 2010 hat Amnesty International in Berlin den Bericht „Täter
unbekannt- Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch
die Polizei in Deutschland“ veröffentlicht. Er dokumentiert Fälle von
rechtswidriger Gewalt und Misshandlung durch deutsche Polizisten.
Am 09. Dezember 2010 um 19 Uhr soll deshalb das Für und Wider
transparenter Polizeiarbeit im Rahmen einer Podiumsdiskussion
diskutiert werden. Unter dem T...itel „Transparenz schützt
Menschenrechte“ findet die Veranstaltung in der Universität Rostock im
Hörsaal 323 der Ulmenstraße 69, Haus 1 statt.
Polizeibeamte in Deutschland üben eine schwierige, gefährliche und oft
mit großen persönlichen Risiken verbundene Tätigkeit aus. Die große
Mehrheit von Ihnen erfüllt ihre Pflichten professionell und im
Einklang mit dem Gesetz. Dennoch gibt es Fälle rechtswidriger Gewalt,
Misshandlung sowie Diskriminierung und wenn die Täter Polizisten sind,
gehen sie oft straffrei aus. „Es gibt in Deutschland keine
systematische Polizeigewalt. Aber es gibt ein strukturelles Problem“,
sagte Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in
Deutschland. „Vorwürfen gegen die Polizei wird oft nicht umfassend
nachgegangen. Entsprechend selten werden Polizisten wegen
Misshandlungen oder rechtswidriger Gewalt verurteilt.“
„Auch wir greifen dieses Thema im Rahmen der Kampagne „Nichts zu
verbergen“ auf, weil es in unserer Gruppe lange Diskussionen gab, wie
gesellschaftlich mit diesem Dilemma umgegangen werden sollte“ erklärt
Stefan Altkrüger, Sprecher der Amnesty Hochschulgruppe Rostock.
„Einerseits müssen Polizeibeamte geschützt werden, andererseits
sollten sich die Bürger auf ihre Rechte berufen können, wenn von
staatlicher Seite unrechtmäßig Gewalt gegen sie verübt wurde.“
Die Gruppe ist sich des Zündstoffs der Debatte bewusst und hofft, an
diesem Abend einen kontroversen Austausch über die Probleme der
praktischen Polizeiarbeit herstellen zu können. Um das zu erreichen,
haben wir vier Experten auf das Podium geladen, die aus jeweils
unterschiedlicher Sicht Argumente darstellen und in eine angeregte
Diskussion treten sollen.
Moderiert wird die Diskussionsrunde von Michael Dräger, der als freier
Journalist beim Norddeutschen Rundfunk tätig ist.
Auf dem Podium wird Platz nehmen:
• Rainer Wendt –
Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft
• Martin Herrenkind –
Diplomkriminologe, Polizeiforscher, Beamter der Schutzpolizei und
Mitglied in der Fachkommission Polizeirecherche von Amnesty
International
• Michael Nötzel –
Rechtsanwalt für Strafrecht
• Joachim „Schuppe“ Fischer –
Fanbetreuung des F.C. Hansa Rostock e.V.
Unterstützt wird diese Veranstaltung vom Allgemeinen
Studierendenausschuss der Universität Rostock. Der Eintritt ist frei.
- [Piraten Greifswald] "Nichts zu verbergen? Wie viel Kontrolle braucht die Polizei?", Bob Barker, 07.12.2010
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