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ovp-hgw-dm - [Piraten Greifswald+] Gesundheitskarte

ovp-hgw-dm AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Kreisverband Vorpommern-Greifswald

Listenarchiv

[Piraten Greifswald+] Gesundheitskarte


Chronologisch Thread 
  • From: Alexander Krabbe <ak010494 AT uni-greifswald.de>
  • To: ovp-hgw-dm AT lists.piratenpartei.de
  • Cc: kleineroteoekohexe AT web.de
  • Subject: [Piraten Greifswald+] Gesundheitskarte
  • Date: Thu, 24 Sep 2009 14:54:16 +0200
  • List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/ovp-hgw-dm>
  • List-id: Kreisverband Region Greifswald <ovp-hgw-dm.lists.piratenpartei.de>

Hallo,

noch etwas zur 'elektronischen Gesundheitskarte' (eGK) -- Kosten:
mehr als 14 Milliarden Euro -- in Bezug auf medizinische Notfallsituationen:


Hier genügt tatsächlich ein 'Nothilfepass'. Ein kleines Kärtchen,
leichter, schmaler als eine elektronische Karte und schon seit Jahrzehnten
im zuverlässigen Einsatz und auf einfachste Weise funktionstüchtig.
Die Blutgruppenbestimmung darauf ist übrigens rechtlich absolut
sattelfest, die Eintragungen zu Allergien etc. sind es auch.

Die eGK kann natürlich mehr speichern, aber das ist aus ärztlicher
Sicht kaum notwenig; die Datenspeicher auf der jetzigen
Krankenversicherungskarte
würden für Notfalldatensätze _völlig_ ausreichen - werden aber nicht
benutzt. Die gäbe es für NULL Euro...

Langfristige Behandlung:

Für die weitere Behandlung in Arztpraxen (z.B. bei Arztwechsel) -
- und in Krankenhäusern generell -- genügt in den allermeisten Fällen
eine Aktenzusammenfassung auf maximal 2 DIN-A4-Seiten, sprich: eine
Zusammenfassung der Diagnosen, aktuelle Medikamente, Allergien, besondere
Informationen aus dem bisherigen therapeutischen Prozedere, gegebenenfalls
noch ausgewählte Laborbefunde oder die eine oder andere alte Röntgenaufnahme
bei Bedarf. Das war's.

Von da an ist die ärztliche Kunst des behandelnden Arztes gefragt.
Ein Medizin-Anfänger würde wohl versuchen sich durch die ganze Akte
zu lesen und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können.

Ansonsten zählt der aktuelle Zustand des Patienten und um diesen
zu ergründen, brauchte es mehr Investition in die Zeitdauer des Arzt-
Patienten-Gesprächs (derzeit bei 3-5, allerhöchstens 10 Minuten).


Das ist jedenfalls medizinische Praxis.

Das zentrale Speichern von Krankendaten bringt überhaupt erst die
Gefahr. Was da ist, wird auch zusammengesetzt (vernetzt) werden und
letztlich dort auftauchen, wo es nicht hingehört (z.B. in Arbeitgeberkreisen).




Auch mir bleibt nur der vernunftgetragene Schluss:

Mit der eGK werden in erster Linie andere Ziele verfolgt.



Herzliche Grüße,

Alexander
--
http://youtube.com/watch?v=IE18Q_-7H00
("Wir führen einen asymmetrischen Frieden.")



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  • [Piraten Greifswald+] Gesundheitskarte, Alexander Krabbe, 24.09.2009

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