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nrw-essen - [NRW-Essen] Fwd: Info: Sa 26.11.2016 in Düsseldorf ab 13h: "DAS NENNT IHR SICHER? Keine Abschiebungen nach Afghanistan"

nrw-essen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der Essener Piraten

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[NRW-Essen] Fwd: Info: Sa 26.11.2016 in Düsseldorf ab 13h: "DAS NENNT IHR SICHER? Keine Abschiebungen nach Afghanistan"


Chronologisch Thread 
  • From: Olaf Swillus <olaf.swillus AT swiola.de>
  • To: "nrw-essen AT lists.piratenpartei.de" <nrw-essen AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [NRW-Essen] Fwd: Info: Sa 26.11.2016 in Düsseldorf ab 13h: "DAS NENNT IHR SICHER? Keine Abschiebungen nach Afghanistan"
  • Date: Sun, 20 Nov 2016 22:24:19 +0100 (CET)
  • Importance: Medium

zur Kenntnis auch an euch:

> ---------- Ursprüngliche Nachricht ----------
> Von: Olaf Swillus <olaf.swillus AT swiola.de>
> An: "ESSQVT%Essen-stellt-sich-quer AT gmx.de"
> <ESSQVT%Essen-stellt-sich-quer AT gmx.de>
> Datum: 20. November 2016 um 22:19
> Betreff: Info: Sa 26.11.2016 in Düsseldorf ab 13h: "DAS NENNT IHR SICHER?
> Keine Abschiebungen nach Afghanistan"
>
> Unten eine Weiterleitung zur Kenntis,
> Aufruf zu einer Demonstration gegen Abschiebungen in ein Kriegsgebiet.
>
> und hier noch weitere Hintergründe:
> https://www.proasyl.de/news/mitten-im-angeblich-sicheren-mazar-i-sharif-taliban-angriff-auf-deutsches-konsulat/
> https://www.proasyl.de/thema/unsicheres-afghanistan/
> http://www.ulla-jelpke.de/2016/04/bundesregierung-rechtfertigt-abschiebungen-nach-afghanistan-mit-versprechungen-der-taliban/
>
> Grüße Olaf Swillus,
> ---
> Olaf Swillus, Telefon: +49 176-82446338, Email: olaf.swillus AT swiola.de
> ---
>
> > ---------- Ursprüngliche Nachricht ----------
> > Von: Afghanischer Aufschrei <afghanischer-aufschrei AT riseup.net>
> > An: afghanischer-aufschrei AT riseup.net
> > Datum: 20. November 2016 um 19:11
> > Betreff: DAS NENNT IHR SICHER? Keine Abschiebungen nach Afghanistan
> >
> > Liebe Freundinnen und Freunde,
> >
> > wir, das Bündnis Afghanischer Aufschrei, laden euch hiermit zu einer
> > Demonstration am 26.11. in Düsseldorf ein um gemeinsam gegen die
> > geplante Abschiebung von über 40.000 Menschen nach Afghanistan zu
> > demonstrieren. Die Abschiebung in ein Kriegsgebiet stellt eine
> > Menschenrechtsverletzung dar, welche wir nicht hinnehmen werden. Wir
> > würden uns daher freuen wenn ihr zur Demonstration kommt, diese in euren
> > Kreisen bewerbt und den untenstehenden Aufruf unterzeichnet.
> >
> > Vielen Dank und freundliche Grüße
> >
> > Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei – Afghan Outcry
> >
> > https://www.facebook.com/nedajeafghan/
> > http://afghanischer-aufschrei.de/
> >
> >
> > DAS NENNT IHR SICHER??
> > Keine Abschiebungen in Kriegsgebiete!
> > Keine Abschiebungen nach Afghanistan!
> >
> > Aufruf zur NRW-weiten Groß-Demonstration in Düsseldorf (DGB-Haus / Nähe
> > HBF)
> > SA, den 26.11.2016 um 13 Uhr:
> > Gemeinsam auf die Straße! Gegen das "Rücknahmeabkommen" der EU und BRD
> > mit Afghanistan!
> >
> > Zu Beginn des Jahres 2016 behauptete Innenminister De Maizière während
> > eines Fernsehinterviews in Kabul, dass Afghanistan sicher sei.
> > Ironischerweise sprengte sich am selben Tag nur wenige Kilometer weiter,
> > ein Selbstmordattentäter der Taliban an einer stark besuchten
> > Verkehrsader in die Luft. Er riss dabei 20 weitere Menschen mit in den
> > Tod. Dass das Alltag der afghanischen Bevölkerung ist, verschweigt De
> > Maizière. Stattdessen lässt er verlauten, dass Afghan*innen lediglich
> > aus Gründen ökonomischer Perspektivlosigkeit, Korruption und
> > Kriminalität flüchten. Das ist nicht nur eine maßlose Relativierung der
> > dortigen Zustände, sondern eine Leugnung des Krieges der seit nunmehr 36
> > Jahren tobt.
> >
> > Neben den amerikanischen und britischen Streitkräften bildet die
> > Bundeswehr seit 2001 einen Teil der ausländischen militärischen Präsenz
> > in Afghanistan. Unter dem Vorwand polizeiliche und militärische
> > Strukturen aufzubauen, haben deutsche Soldaten in keiner Weise zu einer
> > positiven Entwicklung beigetragen. Ganz im Gegenteil, Afghanistan ist
> > unsicherer den je. Laut einer Studie der Brown University stieg die Zahl
> > der bei Anschlägen, Luftbombardements und Schießereien von US Army,
> > Bundeswehr, dem afghanischen Regime und Talibanmilizen Getöteten
> > zwischen 2007 und 2015 um ein doppeltes, die der Verletzten hat sich
> > sogar versiebenfacht. Während 2007 1.523 zivile Tote verzeichnet wurden,
> > sind 2015 laut UNAMA 3.545 Zivilist*innen getötet worden und 7.457
> > verletzt. Dieses Jahr starben allein im ersten Halbjahr bereits 1.600
> > Zivilist*innen durch die allgegenwärtige Gewalt und mehr als 3.500
> > wurden verletzt. Dies sind die höchsten Opferzahlen seit 2009!
> > Über die reelle Zahl der Geschädigten seit Beginn des angeblichen
> > „Kriegs gegen den Terror“ kann man nur spekulieren. Viele dieser
> > Menschen werden bleibende physische und mentale Schäden mit sich tragen.
> > Die Zahlen sprechen für sich. Die UN spricht von aktuell ca. 2 Mio.
> > Binnenvertriebenen in Afghanistan, welche zum Teil mehrfach fliehen
> > mussten. Die kriegerischen Handlungen zwischen diversen "Warlords", der
> > Taliban, dem afghanischen und internationalen Militär lassen nach wie
> > vor kein sicheres, ziviles Leben in Afghanistan zu. Von welchem sicheren
> > und politisch stabilen Land spricht De Maizière also? In welchem
> > sicheren Land muss De Maizière mit einer kugelsicheren Weste aus einem
> > Militärhubschrauber steigen, flankiert von mehreren schwer bewaffneten
> > Soldaten?
> >
> > Die deutsche Bundesregierung und De Maizière müssen endlich zugeben,
> > dass ihr militärisches Unterfangen, wie auch das der Amerikaner, Briten
> > und zuvor der Sowjetunion, kläglich gescheitert ist. Bislang hat jede
> > dieser Interventionen, zumeist maskiert als humanitäre
> > Demokratisierungs- oder Entwicklungshilfe, die Lebensrealität der
> > afghanischen Bevölkerung nur verschlimmert. Hinterlassen haben sie nur
> > ein im Laufe von 37 Jahren Krieg durch Armut, Korruption und Gewalt
> > gebeuteltes und vernarbtes Land.
> > Deutschland trägt übrigens nicht erst mit dem fatalen Luftangriff - bei
> > dem über 100 Zivilist*innen (darunter auch Kinder und Jugendliche) bei
> > Kundus ermordet wurden - eine Verantwortung für das Ergebnis seiner
> > aggressiven Außenpolitik, sondern seit seiner Ankündigung, die
> > Vereinigten Staaten uneingeschränkt bei ihrem Krieg in Afghanistan zu
> > unterstützen.
> >
> > Wer Krieg auf fremdem Boden führt, jede Hoffnung auf Unversehrtheit
> > ausmerzt und damit erst die Gefahr für Leib und Leben mit erschafft,
> > muss damit rechnen, dass Menschen ihre Heimat und ihre Familien
> > verlassen, um anderswo ein sicheres Leben führen zu können. Die etwa
> > 40.000 geflüchteten Afghan*innen, die den langen und beschwerlichen Weg
> > zu uns schafften, haben ein Recht hier, im sicheren und wohlhabenden
> > Land, das Krieg in ihrer Heimat führte und führt, Schutz zu suchen und
> > dauerhaft zu bleiben. Wie ebenso diejenigen, die Afghanistan in Angst um
> > ihr Leben noch verlassen werden müssen.
> >
> > Der vor anderthalb Monaten ohne jede parlamentarische und
> > gesellschaftliche Debatte beschlossene Rückführungsplan und die
> > „Gemeinsame Erklärung“ auf der Brüsseler „Afghanistan Konferenz"
> > zwischen der EU und der korrupten afghanischen Regierung, ist besonders
> > für die Bundesregierung ein feiger und aus humanistischer Perspektive
> > inakzeptabler Rückzug aus der Verantwortung für 15 Jahre erbitterten
> > Krieg. In dieser Erklärung wurde nämlich vereinbart, dass Afghanistan in
> > den kommenden vier Jahren ca. 13 Milliarden Euro Entwicklungshilfegelder
> > erhalten und im Gegenzug bis zu 80.000 Afghan*innen aus Europa, aus der
> > Bundesrepublik Deutschland allein 40.000, wiederaufnehmen soll. Für die
> > deutsche Regierung war der SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier
> > nach Brüssel angereist, um jenen Deal durchzusetzen.
> >
> > Für uns, „Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei Düsseldorf“
> > widerspricht dieser Handel mit bedrohten Menschenleben sämtlichen
> > humanitären Prinzipien, mit denen sich europäische Staaten so gerne
> > schmücken.
> >
> > Wir stellen uns gegen die geplante Abschiebung von Mitgliedern unseres
> > Bündnisses, ebenso wie weiterer zehntausender afghanischer Geflüchteter
> > aus der EU zurück in das Elend und den Tod, der die Menschen dort
> > erwartet. Einen Krieg kann man nicht wegreden!
> >
> > Wir fordern einen sicheren Aufenthaltsstatus für alle afghanischen
> > Geflüchteten, die hier Schutz suchen!
> >
> > Kommt zu unserer Großdemonstration am 26.11.2016 in Düsseldorf und
> > unterstützt uns!!!
> >
> > Wenn ihr den Aufruf unterzeichnen wollt, schreibt bitte eine Mail an:
> > afghanischer-aufschrei AT riseup.net
> > https://www.facebook.com/nedajeafghan
> >
> > Nedaje Afghan نداى افغان - Afghanischer Aufschrei - Afghan Outcry
> > Düsseldorf
> >


  • [NRW-Essen] Fwd: Info: Sa 26.11.2016 in Düsseldorf ab 13h: "DAS NENNT IHR SICHER? Keine Abschiebungen nach Afghanistan", Olaf Swillus, 20.11.2016

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