nrw-essen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Mailingliste der Essener Piraten
Listenarchiv
- From: Frank Hoeschen <frankhoeschen AT googlemail.com>
- To: nrw-essen AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [NRW-Essen] Aktuelles Thema, mit dem wir uns auch befassen sollten
- Date: Mon, 18 Nov 2013 09:36:24 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-essen>
- List-id: Mailingliste der Essener Piraten <nrw-essen.lists.piratenpartei.de>
Nach dem Beschluss der Beigeordnetenkonferenz soll in der Tiegelschule ein Asylwohnheim auf Dauer mit einer Belegung von ca 120 oder mehr Personen eingerichtet werden. Damit verliert nach meiner Meinung jede Form einer organisierten Betreuung der Menschen in diesem Viertel seinen Sinn.
Ein Viertel , in dem mit ganz toller Integrationsleistung schon die meisten Asylbewerber aller Essener Stadtviertel ohne aufbrechen sozialer Konflikte - aber in Wohnungen - diese Bewohner auch betreuen, wird durch die Einrichtung einer Massenunterkunft von mehr als 120 Menschen in einem reinen Wohngebiet jede Form von Verständnis gegenüber neuen ausländischen Mitbewohnern ausbleiben. Ich fürchte in diesem doch nicht einfachen Wohnumfeld große soziale Konflikte aufbrechen. Nach meinen Erkenntnissen als Bewohner des Nordviertels bestehen insbesondere bei den Mitbewohnern ausländischer Herkunft große Bedenken gegen eine solche Einrichtung.
Nachdem die Tiegelschule als Schule aufgegeben wurde obwohl genügend Kinder vorhanden sind und wo die bestehende Grundschule im Nordviertel aus allen Nähten platzt und Klassenstärken von über 30 Kinder mit vielen unterschiedlichen Ethnien hat, wird auch noch das gesellschaftliche Umfeld destabilisiert.
Ich kann alle nur bitten sich die Konsequenzen eines Asylantenheims im Nordviertel vor Augen zu führen.
Dass aber kein falscher Zungenschlag hier entstehen soll; diese Menschen müssen untergebracht werden in menschenwürdigen Verhältnissen. Andere Städte tun dies in Wohnungen verteilt über die ganze Stadt und Massenunterkünfte wo notwendig werden nicht in reinen Wohngebieten mit all den Auswirkungen auf Nachbarschaft eingerichtet.
Ghettobildung können wir hier nicht gebrauchen.
Vielleicht sollte auch überlegt werden, dass wir im Nordviertel eine Universität mit etlichen Studentewohnheimen haben und schon deshalb das aufbrechen sozialer Konflikte vermieden werden sollte.
Dr. Gerd Mahler, Vorsitzender SPD Ortsverein Essen Mitte
PS: es ist mir nicht leicht gefallen Ihnen allen diese Mitteilung zu schreiben
Von meinem iPad gesendet
Am 15.11.2013 um 06:58 schrieb "Frast, Sascha" <Sascha.Frast AT jugendamt.essen.de>:
Sehr geehrte Mitglieder der Stadtteilkonferenz Nordviertel,
Frau Wittekopf hat mich gebeten, Ihnen den folgenden Link zu senden.
http://www.heimat-im-quartier.de/
Vertreterinnen aus Institutionen und BürgerInnen aus den Stadtteilen sind herzlich eingeladen, sich am Dialog zu beteiligen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
Frast
Stadt Essen
Der Oberbürgermeister
Jugendamt - Abteilung Soziale Dienste -
Maxstr. 56
45127 Essen
Telefon:+49 201/ 88-51390
Breitschaft: +49 201/ 88-51375
Fax: +49 201/ 88-51713
E-Mail: sascha.frast AT jugendamt.essen.de
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Internet: www.essen.de
Zur besagten Veranstaltung "Heimat im Revier" wollte ich mich auch anmelden. aber:
Generell begrüße ich einen solchen Bürgerdialog und ich wäre auch sehr daran interessiert, Informationen über eine sinnvolle Stadt(teil)entwicklung zu bekommen. Leider ist der Termin der Veranstaltung so geschickt gewählt, dass kaum ein berufstätiger Bürger, Schüler oder Student an der Veranstaltung teilnehmen kann. Nun frage ich mich, ob es beabsichtigt ist, bestimmte Bevölkerungsgruppen von einer solchen Veranstaltung auszuschließen um kritische Fragen zu vermeiden oder es einfach nur gedankenlose Planung der Veranstalter ist. So gehe ich davon aus, dass das Bürgerforum zu einer Rentnerveranstaltung gerät und eine konstruktive und kontroverse Auseinandersetzung nicht möglich ist. Auch an der Bildungskonferenz von Herrn Renzel, die am Sa. 19.10 (erster Tag der Herbstferien) veranstaltet wurde konnte ich leider nicht teilnehmen, da ich schon eine Skifreizeit gebucht hatte. In Narr, der vermutet, dass die Termine wilkürlich so ungünstig gewählt wurden. :) Schade
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- [NRW-Essen] Aktuelles Thema, mit dem wir uns auch befassen sollten, Frank Hoeschen, 18.11.2013
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