Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

nrw-duisburg - [NRW-Duisburg] Pressemitteilung der Piratenpartei Duisburg: Erhalt des Unglücksortes - Duisburg braucht eine würdige Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade am Ort des Geschehens.

nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Infos für Duisburger Piraten

Listenarchiv

[NRW-Duisburg] Pressemitteilung der Piratenpartei Duisburg: Erhalt des Unglücksortes - Duisburg braucht eine würdige Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade am Ort des Geschehens.


Chronologisch Thread 
  • From: Piratenpartei NRW - Pressemitteilung <duisburg AT piratenpartei-nrw.de>
  • To: NRW-Duisburg AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [NRW-Duisburg] Pressemitteilung der Piratenpartei Duisburg: Erhalt des Unglücksortes - Duisburg braucht eine würdige Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade am Ort des Geschehens.
  • Date: Tue, 05 Jun 2012 16:01:30 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
  • List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>


Wie der Presse zu entnehmen war, hat der Besitzer des Loveparade-Geländes,
Kurt Krieger, die Gespräche über die Gestaltung einer Gedenkstätte am
Unglücksort mit den Opfern abgebrochen und bereits gefundene Kompromisse
rückgängig gemacht. Demnach soll der Unglücksort nur als enge, bedrückende
Grube erhalten bleiben, die für Betroffene kaum aufsuchbar und für Bürger
kaum auffindbar ist. Damit verwirft Krieger einseitig die in Gesprächen mit
den Hinterbliebenen erzielten Ergebnisse.

Dirk Weil von der Piratenpartei Duisburg erklärt: "Die Loveparade und ihre
Katastrophe sind Teil der Duisburger Stadtgeschichte. Zur eigenen Geschichte
gehören die guten Erinnerungen genau so wie die schlimmen. Man kann sich der
eigenen Geschichte nicht entledigen, indem man sie mit einem Konsumtempel
überbaut und möglichst unsichtbar macht."

Die Piratenpartei Duisburg fordert den Rat der Stadt auf, den Plänen für das
Möbelzentrum nicht zuzustimmen, so lange es keine einvernehmliche Lösung zum
Erhalt der Unfallstelle gibt. Laut Gemeindeordnung NRW hat der Rat der Stadt
das Recht und die Pflicht, über die Nutzung von Flächen zu entscheiden. "Wir
fordern den Rat der Stadt auf, von seinem Recht Gebrauch zu machen und das
erforderliche Gelände als Gedenkstätte auszuweisen", so Weil. "Wir fordern
die Mitglieder des Rates ebenfalls auf, sich aktiv bei Herrn Krieger dafür
einzusetzen, die Unfallstelle entsprechend dem Entwurf Mogendorf/Spannhoff zu
erhalten."

Obwohl kein Gesetz geändert wurde, mussten als Konsequenz der Katastrophe bei
der Loveparade bereits zahlreiche Veranstaltungen neu geplant und einige
sogar aus Sicherheitsgründen ganz abgesagt werden. Die vorhandenen
Bestimmungen zur Durchführung werden nun konsequent angewendet. "Wir Piraten
wünschen uns dieselbe Konsequenz bei der Umsetzung der
Loveparade-Gedenkstätte", erklärt Gerd Ruebenstrunk, Pressesprecher der
Duisburger PIRATEN. "Das Interesse der Duisburger an einer würdigen und
zugänglichen Gedenkstätte ist höher zu bewerten als die kommerziellen
Interessen eines Investors. Der Rat muss alle Möglichkeiten nutzen, um das
Herrn Krieger deutlich zu machen, notfalls auch durch entsprechenden Druck."

Investoren sind wichtig für eine Stadt, sie dürfen aber nicht über deren
Identität bestimmen. Dirk Weil: "Deshalb appellieren wir an Herrn Krieger:
Gehen Sie wieder auf die Opfer der Loveparade-Katastrophe zu, die
Hinterbliebenen sowie die Verletzten und Traumatisierten. Sie werden ein
großes und erfolgreiches Möbelzentrum bauen, auch ohne diesen Ort der
jüngsten Stadtgeschichte auszuradieren. Alle Duisburger Bürger haben Anspruch
auf den Erhalt ihrer Geschichte."

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:
Hans-Peter Weyer
Presseteam Piratenpartei Duisburg
Goebenstrasse 94
47169 Duisburg
Tel: 0203-5090895
Mobil: 0172-2583569
E-Mail: duisburg AT piratenpartei-nrw.de


Über die Piratenpartei Deutschland:

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) wurde am 10. September 2006 in Berlin
gegründet und ist mit rund 30.000 Mitgliedern die größte der nicht im
Bundestag vertretenen Parteien.

Die PIRATEN treten ein für mehr Transparenz des Staates, direkte Demokratie
und stärkere Bürgerbeteiligung, Bekämpfung von Monopolen, gebührenfreie
Bildung, Offenlegung von öffentlich geförderten Forschungsergebnissen,
Stärkung der Bürgerrechte sowie Wahrung der Grundrechte. Zur Landtagswahl in
Nordrhein-Westfalen erweiterten die PIRATEN ihr Programm zudem um Themen wie
Arbeit und Soziales, Bauen und Verkehr, Verbraucherschutz, Gesundheits- und
Drogenpolitik, Kultur, Umwelt sowie Wirtschaft und Finanzen.

Mit ihren programmatischen Zielen hat die Piratenpartei bereits einige
Erfolge erzielt: Seit der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin im Jahr 2011
ist die Bürgerrechtspartei mit 15 Abgeordneten erstmals in einem
Landesparlament vertreten. Bei der Bundestagswahl 2009 gewannen die PIRATEN
2,0 Prozent der Stimmen und konnten bei der Landtagswahl im Mai 2010 in
Nordrhein-Westfalen 1,6 Prozent der Wähler überzeugen. Inzwischen sind die
PIRATEN auch in die Landtage von Saarland, Schleswig-Holstein und
Nordrhein-Westfalen eingezogen. Im Europaparlament stellen sie durch die
schwedische „Piratpartiet“ bereits zwei Abgeordnete. In Bielefeld ist die
Piratenpartei in der Bezirksvertretung Dornberg, in Jüchen im Gemeinderat
sowie in Münster und Aachen im Stadtrat vertreten.




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang