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Betreff: Infos für Duisburger Piraten
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- From: Hans-Peter Weyer <hpw.agpos AT googlemail.com>
- To: nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [NRW-Duisburg] WG: Finanzhaushalt Stadt Duisburg
- Date: Tue, 20 Mar 2012 20:08:41 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
- List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>
Folgende Mail hat mich heute erreicht und ist evtl. ein Fall für unser
Kommunalprogramm
Hans-Peter Weyer
Pressesprecher PIRATEN Duisburg
Tel. 0203-5090895
Mobil 0172-2583569
-------- Originalnachricht --------
Betreff: Finanzhaushalt Stadt Duisburg
Von: Kultur-fuer-Duisburg AT gmx.de
An:
kreisverband AT cdu-duisburg.de,UB.Duisburg AT spd.de,kv AT gruene-duisburg.de,hpweyer AT piratenpartei-nrw.de,kreisverband AT fdp-duisburg.de,Anja.Esser AT bezreg-duesseldorf.nrw.deg
Cc:
An: 20.03.2012
CDU Duisburg/SPD Duisburg/ Grüne Duisburg/ Piraten Duisburg/ FDP Duisburg
Bezirksregierung Düsseldorf Kommunale Finanzaufsicht (Duisburg)
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Juni 2011 und Dezember 2010 haben Sie die angehängten Briefe als e-mail
erreicht, die Ihnen die Umstrukturierung der Duisburger Philharmoniker zu
einem modernen zeitgemäßen Orchester aufzeigen.
Die Einsparmaßnahmen bei gleicher Leistung waren mit 800000-1000000 Euro
berechnet.
Die wesentlichen Dinge einer Umstrukturierung wurden erläutert. Vergleiche
wurden geschaffen zu anderen Orchestern (Weltklasseorchestern) welche mit den
besten Dirigenten zusammenarbeiten.
Getan hat sich wenig? Oder?
Nochmals ein direkter Vergleich.
Die Philharmoniker kosten die Stadt Duisburg 10 Millionen € pro Jahr eine
Subventionierung zu 100%.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hingegen lediglich zu 39%. Ein Auszug
nachzulesen auf deren Webseite http://www.kammerphilharmonie.com/Portrait.html
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist als Unternehmen organisiert, in
dem die Musiker alleinige Gesellschafter sind. Damit übernehmen sie nicht nur
für die künstlerische sondern auch für die wirtschaftliche Seite die volle
Verantwortung! Dies ist umso bemerkenswerter, als das Orchester lediglich zu
39% subventioniert ist und die übrigen 61% selbst erwirtschaftet.
Selbst in Sachen Konzertpädagogik läuft es dort besser. So musste Herr Dr.
Wendel Intendant des Duisburger Orchesters, mit der Begründung es gebe keine
Planstelle, seine Konzertpädagogin nach Bremen zur oben erwähnten, gut
organisierten Kammerphilharmonie ziehen lassen. Auszug aus der Westen
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stets-auf-der-kippe-id4886156.html
Ab 1. September arbeitet Lisa Unterberg für die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen. „Wir haben keine Planstelle für die Konzertpädagogik und können
jungen Leute keine feste Stelle, keine Perspektive bieten“, bedauert
Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel, dass er Lisa Unterberg ziehen
lassen muss. Und hofft, dass er einen ähnlich erfolgreichen Nachfolger
findet, der allerdings wieder nur einen befristeten Vertrag bekommen kann,
finanziert vom Verein der Freunde der Duisburger Philharmoniker.
„Das sollte ein Anschubfinanzierung sein, wir können das nicht dauerhaft
leisten“, so Vorsitzende Dr. Doris König.
Vergessliche Sponsoren
Es sei eigentlich Aufgabe der Stadt, eine solche Stelle einzurichten. Dass
von dieser Seite nichts zu erwarten ist, weiß sie. Aber auch für den
Freundeskreis werde es schwieriger, Sponsorengelder einzuwerben. „Wir haben
bedeutende Sponsoren, aber die erinnern sich nicht immer an ihre Zusagen“,
sagt König.
So langsam stellt man sich die Frage: Was passiert mit den Geldern?
Dasselbe betrifft die Oper am Rhein. Ein Etat von 35 Millionen (Düsseldorf
und Duisburg) aber ein Spielplan (unter der neuen Leitung) vergleichbar mit
einem Provinztheater (von der Auslastung in Duisburg wollen wir gar nicht
sprechen). Und auch da stellt sich die Frage, wie im vorherigen Brief schon
erwähnt, ob die Duisburger Philharmoniker in der Oper noch von Nöten sind, da
auch in dieser Spielzeit unterschiedliche Opern mit Spezialorchestern wie der
Düsseldorfer Hofmusik erfolgreich aufgeführt werden.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Kultur für Duisburg ist es wichtig
Kultur zu bewahren aber noch bedeutender ist die Gelder richtig einzusetzen
und zu verteilen. Dies geschieht bis heute nicht. Die Philharmoniker leisten
noch keinen Beitrag dazu. Schauen Sie bitte auch in die Ecken und lassen sich
mal einzelne Dienstpläne zeigen und erklären wer die Einteilung dafür
übernimmt. Sie werden feststellen, daß einige Musiker einem vollbezahlten
Halbtagsjob nachgehen, während parallel Kindergärten und Musikschulen
geschlossen werden. Dies kann man heutzutage der Bevölkerung nicht mehr
erklären. Lösungsvorschläge liegen Ihnen seit 2010 vor. Bewusst haben wir uns
noch nicht an die Öffentlichkeit gewandt, da diese dann bestimmt ganz andere
Forderungen aufstellen würde die man als Kulturliebhaber keiner Stadt
wünscht. Jetzt ist die Zeit was zu ändern. Es liegt in Ihren Händen.
Mit freundlichen Grüßen
Kultur für Duisburg
Brief als e-mail im Juni 2011
An: 13.06.2011
CDU Duisburg/SPD Duisburg/Grüne Duisburg
Bezirksregierung Düsseldorf Kommunale Finanzaufsicht (Duisburg)
Antworten:
- Bezirksregierung Düsseldorf Kommunale Finanzaufsicht (Duisburg) Anja Esser
- Bestätigung der Weiterleitung der mails von Christian Kleerbaum CDU an die
zuständigen Fraktionsmitglieder im Kulturbereich
Sehr geehrte Damen und Herren,
im vergangenen Dezember 2010 hat Sie der angehängte Brief als e- mail
erreicht, der Ihnen die Umstrukturierung der Duisburger Philharmoniker zu
einem modernen zeitgemäßen Orchester aufzeigt.
Die Einsparmaßnahmen bei gleicher Leistung waren mit 800000-1000000 Euro
berechnet.
Was ist seitdem passiert?
Es ist für uns (Kultur für Duisburg) nicht ganz ersichtlich welchen Beitrag
die Philharmoniker zu den Sparmaßnahmen der Stadt Duisburg leisten. Lediglich
sollen die Eintrittspreise erhöht werden. Mit Verlaub dies ist kein Beitrag,
da es überhaupt kein Problem darstellt an vergünstigte oder gar Freikarten
bei nicht populären Programmen zu gelangen . Ein Beitrag in dieser Situation
wäre auf bestehende Privilegien zu verzichten und zwar nachhaltig.
Das Orchester:
Ein Orchester ist wie ein Kader einer Fußballmannschaft es könnten in einem
Kader 30 Spieler sein aber er funktioniert auch sehr gut mit 24. Was bei den
Philharmonikern zur Zeit passiert ist, daß man das Orchester (Kader) auf
maximalste Stärker führt (auf welcher er noch nie war) um zwar mit
Zeitverträgen befristet bis Ende Spielzeit 2013/2014. Da die Musiker in
manchen Instrumentengruppen ab sofort eingestellt wurden und dann Ende
2013/2014 länger als 2 Jahre bei den Philharmonikern angestellt sind, kann
sich die Stadt Duisburg schon auf eine große Klagewelle auf Festanstellungen
einrichten (im übrigen bei vielen anderen Orchestern geschehen).
Die Aufgaben der Philharmoniker in der Oper:
Nach offiziellen Aussagen, bestreiten die Philharmoniker 2/3 ihres Dienstes
in der Oper. Dies war vor 25 Jahren so. Ein Beispiel: Die Balletabteilung der
Oper am Rhein welche Europaweit einen hervorragenden Ruf genießt benötigt
selten ein großes Orchester. Die Musik kommt zum Teil vom Band oder wird in
Kleinstbesetzungen von hervorragenden Spezialensembles gespielt. Ab und an
werden diese kleinen Besetzungen noch durch ein 20 minütiges größeres
Orchesterwerk ergänzt welches dann die Philharmoniker spielen (gewertet wird
für die Philharmoniker dieser Einsatz wie eine 4 Stundenoper). Auch die
Spielzeit 2011/2012 wird eine sehr angenehme werden für die Philharmoniker.
Sehr wenige großbesetzte Opern und ein Orchester auf maximalster
Kaderstärke bringt den einzelnen Musikern viel Freizeit um in benachbarten
Orchestern / Opernhäusern gegen Honorar zu gastieren zum Teil auch bei den
Düsseldorfer Symphonikern in der Oper, welche ja mit von der Stadt Duisburg
getra
gen wird (somit bezahlt die Stadt Duisburg doppelt). Wie schon im vorherigen
Brief erwähnt ist diese Tätigkeit nicht wie heute in anderen Branchen üblich
ein Mitarbeiteraustausch sondern dabei handelt es sich um einen privaten
Nebenverdienst. Gerüchten zufolge kann dieser Betrag im Jahr weit über 15000
Euro pro Orchestermitglied ausmachen.
Hier nochmal das Resümee des letzten Briefes
Wie könnten die Philharmoniker als zeitgemäßes Orchester aussehen:
Zeitgemäße Orchester haben einen Grundstamm an Musikern welcher im Falle von
größeren Produktionen ergänzt wird. Ergänzt wird dieser durch Kooperationen
mit anderen Orchestern (wie schon erfolgreich mit der Symphonie der 1000 in
diesem Sommer mit den Bochumer Symphoniker, Dortmunder Philharmoniker,
Duisburger Philharmoniker, Essener Philharmoniker, Neue Philharmonie
Westfalen, Philharmonisches Orchester Hagen) . Hierbei sollte es immer
produktionsbedingte Verträge geben. Musiker welche an kleinen Produktionen
nicht beteiligt sind können an Nachbarorchester ausgeliehen werden zugunsten
der Stadt Duisburg. Betroffen wären hiervon in erster Linie
Instrumentengruppen wie Schlagwerk, Blechbläser, Harfe.
Ab wann wäre die Umstrukturierung und Kooperation denkbar?
Ab sofort.
Mit freundlichen Grüßen
Kultur für Duisburg
Brief als e-mail im Dezember 2010
An:
CDU Duisburg/SPD Duisburg/Grüne Duisburg
Antworten:
Keine
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund der Haushaltslage der Stadt Duisburg und drastischen
Einsparmaßnahmen im Schul und Kulturbereich sollte man sich mit folgendem
Thema auseinandersetzen.
Eine Umstrukturierung der Duisburger Philharmoniker zu einem zeitgemäßen
modernen Orchester nach dem Vorbild englischer und amerikanischer
Spitzenorchester (London Symphony,..) oder Orchestern wie dem Mahler Chamber
Orchester (zur Zeit Residence Orchester in NRW), Kammerphilharmonie Bremen,
Cappella Coloniensis.
Einsparmaßnahmen wären 800.000-1.000.000 Euro.
Warum kam dieser Gedanke der Umstrukturierung nie auf?
Die Duisburger Philharmoniker sind ein städtisches Orchester deren
Führungspersonal Intendanz, GMD, und künstlerische Gastdirigenten jeweils mit
Theaterverträgen (Zeitverträgen) ausgestattet sind. Die Orchestermusiker
dagegen sind mit festen Verträgen ausgestattet. Lediglich der
Orchestergeschäftsführer (ehemaliges Mitglied des Orchesters) hat einen
festen Vertrag. An einer Umstrukturierung seitens der Leitung und Musiker der
Philharmoniker aus eigener Kraft wird niemand Interesse haben.
Die neuen Aufgaben der Philharmoniker:
Die Philharmoniker engagieren sich zur Zeit sehr in Ihren Programmen Klasse
Klassik, Stadtteilkonzerte,….Dies leider erst in den letzten Jahren, da man
festgestellt hat, daß die Aufgaben des normalen Konzertbetriebs nicht reichen
um ein so großes Orchester zu rechtfertigen. Diese kleinen Programme bringen
den Philharmonikern viele Termine (statistisch gesehen) jedoch sind alle in
kleinen Besetzungen. Diese kleinen Besetzungen bringen den einzelnen Musikern
sogar noch ein Zusatzhonorar . Die Frage ist aber, was machen die anderen
Musiker in dieser freien Zeit. Als Kulturbegeisterter wird man diese in den
benachbarten Orchestern wiederfinden. Diese Tätigkeit ist nicht wie heute in
anderen Branchen üblich ein Mitarbeiteraustausch sondern dabei handelt es
sich um einen privaten Nebenverdienst. Gerüchten zufolge kann dieser Betrag
im Jahr weit über 15000 Euro pro Orchestermitglied ausmachen.
Wie könnten die Philharmoniker als zeitgemäßes Orchester aussehen:
Zeitgemäße Orchester haben einen Grundstamm an Musikern welcher im Falle von
größeren Produktionen ergänzt wird. Ergänzt wird dieser durch Kooperationen
mit anderen Orchestern (wie schon erfolgreich mit der Symphonie der 1000 in
diesem Sommer mit den Bochumer Symphoniker, Dortmunder Philharmoniker,
Duisburger Philharmoniker, Essener Philharmoniker, Neue Philharmonie
Westfalen, Philharmonisches Orchester Hagen) . Hierbei sollte es immer
produktionsbedingte Verträge geben. Musiker welche an kleinen Produktionen
nicht beteiligt sind können an Nachbarorchester ausgeliehen werden zugunsten
der Stadt Duisburg. Betroffen wären hiervon in erster Linie
Instrumentengruppen wie Schlagwerk, Blechbläser, Harfe.
Ab wann wäre die Umstrukturierung und Kooperation denkbar?
Ab sofort.
Mit freundlichen Grüßen
Kultur für Duisburg
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- [NRW-Duisburg] WG: Finanzhaushalt Stadt Duisburg, Hans-Peter Weyer, 20.03.2012
- Re: [NRW-Duisburg] WG: Finanzhaushalt Stadt Duisburg, Martin Schröder, 21.03.2012
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- Re: [NRW-Duisburg] WG: Finanzhaushalt Stadt Duisburg, Hans-Peter Weyer, 21.03.2012
- Re: [NRW-Duisburg] WG: Finanzhaushalt Stadt Duisburg, Martin Schröder, 21.03.2012
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