nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW
Listenarchiv
- From: Anja Moersch <anja.moersch AT piratenpartei-rhein-sieg.de>
- To: jens.ballerstaedt AT landtag.nrw.de, Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW <nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [nrw-ak-tierschutz] Katzenschutzverordnungen
- Date: Mon, 27 Aug 2012 13:00:17 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-tierschutz>
- List-id: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW <nrw-ak-tierschutz.lists.piratenpartei.de>
Hallo Jens,
zuerst siehst Du unten die Vorbereitung und Begründung für den Antrag zum LPT.
Darunter das erweiterte Pad mit u.a. Erwähnung der Stadt Bonn, die die Kastrationspflicht zum 1.07.2012 eingeführt hat.
LG Anja
Pflicht zu Katzenschutzverordnungen
Die PIRATEN befürworten die Aufnahme von Katzenschutzverordnungen, beispielsweise nach Paderborner Modell. Dort sind Katzenhalter verpflichtet, ihre freilaufenden Katzen, die älter als fünf Monate sind, von einem Tierarzt kastrieren zu lassen.
Hiervon auszunehmen wären gewerblich-landwirtschaftliche Betriebe wie Bauernhöfe. Hier können nach Absprache und mit Einverständnis der Betreiber Möglichkeiten zur finanziellen und logistischen Unterstützung bei der Durchführung entwickelt werden.
Anzustreben wären ähnliche Formen der Unterstützung auch für finanziell benachteiligte Mitbürger. Hier existiert bereits ein breites Netzwerk gemeinnütziger Einrichtungen.
Begründung:
Geburtenkontrolle ist ein probates und notwendiges Mittel, um die steigende Zahl an streunenden Katzen zu reduzieren, welche die Tierheime und damit auch die öffentlichen Kassen stark belasten.
Auf vielen Bauernhöfen leben halbwilde Katzenpopulationen, die sich in der Regel unkontrolliert vermehren. Der Nachwuchs wird häufig unter Missachtung des Tierschutzes entsorgt.
Der Stammbaum einer Katze kann innerhalb von wenigen Jahren viele tausend Tiere umfassen. Sie bringt zweimal jährlich einen Wurf mit etwa drei bis fünf Jungen zur Welt, die von ihrer Aufnahme im Tierheim bis zu ihrer Vermittlung jeweils Durchschnittskosten von ungefähr 400 Euro verursachen würden. Eine Kastration kostet demgegenüber laut der Gebührenordung für Tierärzte nur etwa 80 bis 150 Euro.
Links:
http://www.gesetze-im-internet.de/got/BJNR169100999.html
http://www.tierschutzunion.org/tierschutz-allgemein/paderborner-modell/paderborner-verordnung/
http://www.tierschutzunion.org/tierschutz-allgemein/paderborner-modell/
http://www.katzennothilfe.de/felidae/pinboard/gesundheitstipps/katzenpyramide.htm
Ab hier das erweiterte Pad, mit Links bzgl. der Stadt Bonn, die die Kastrationspflicht vor kurzem eingeführt hat:
https://ak-nrw-tierschutz.piratenpad.de/3
das Ursprungspad inkl. Timeslider findet sich hier: https://piratenpad.de/p/HeimtiereNRW_Katzen
Katzen
Links:
bereits im Wiki :
http://www.gesetze-im-internet.de/got/BJNR169100999.html
http://www.tierschutzunion.org/tierschutz-allgemein/paderborner-modell/paderborner-verordnung/
http://www.tierschutzunion.org/tierschutz-allgemein/paderborner-modell/
http://www.katzennothilfe.de/felidae/pinboard/gesundheitstipps/katzenpyramide.htm
Links:
http://www.tierheim-kronach.de/nachrichten/duesseldorf-beschliesst-paderborner--modell/
http://www.lanuv.nrw.de/agrar/foerderprogramme/katzen.htm (NRW)
http://www.katzen-in-not.de/News/Kastrationsaktion/Kastrationsaktion%20stuetzen.pdf
Sitzung Umweltausschuss der Stadt Bonn am 20. März 2012: Antrag auf Kastrations- und
Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen
http://www.silvercats.info/index.php/ru/good-to-know/34-gesundheit/75-suprelorin
(Kastration mit Stäbchen statt Skalpell)
Die Stadt Bonn hat die Kastrationspflicht für Katzen ab dem 1.07. 2012 eingeführt
http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1338545188843.shtml
Artikel vom 12.06.12
mal ein paar Pro-Argumente von El Capitan (http://www.animal-project.de/wir/warum.php)
Vorteile von Kastrationen streunender Katzen:
Reduzierung der Zoonosen (Krankheiten, die auf den Menschen gehen),
Keine Schwächung oder Schädigung des Katzenorganismus durch Paarung und/oder Geburt
Keine Revierkämpfe der Kater mit schlimmsten Bisverletzungen
Reduzierung der Übertragung von Katzenaids
keine Nachkommen, die verhungern oder durch unbehandelte Krankheit verenden
kastrierte Katzen halten ihren Lebensraum frei von unkastrierten Katzen
Aus vielen verschiedenen Gründen sind streunende Katzen ein Problem. Sie haben Krankheiten, die sie auf den Menschen oder andere Tiere übertragen können (z.B. Tollwut). Herrenlose Katzen verursachen Verkehrsunfälle, belästigen Menschen durch ihre Anwesenheit und Futterbetteleien, beschädigen Sachen und verschmutzen die Umwelt.
Ein weiterer Grund für die Kastration ist auch die Überlastung der Tierheime (Katzenschwemme). Die horrenden Kosten die u.a. dadurch verursacht werden treiben viele Tierheime an den Rand des Ruins und die ohnehin schon klammen Kommunen werden dadurch auch belastet. Vielleicht hat der AK Kommunalfinanzen Zahlen dazu.
Streunende Katzen werden auch für sich selbst zu einem Problem. Sie werden krank, leiden Hunger und Durst, sind Aggressionen untereinander ausgesetzt.
- [nrw-ak-tierschutz] Katzenschutzverordnungen, Anja Moersch, 27.08.2012
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