nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW
Listenarchiv
- From: chagenschulte AT web.de
- To: "Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW" <nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble
- Date: Sat, 31 Mar 2012 08:00:31 +0200 (CEST)
- Importance: normal
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-tierschutz>
- List-id: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW <nrw-ak-tierschutz.lists.piratenpartei.de>
- Sensitivity: Normal
Danke für die Info. Konnte leider nicht, wir haben bis kurz vor Mitternacht plakatiert. Waren aber die ersten.
--
Claudia Hagenschulte
RabbitRescue e.V.
- Vorstand -
www.rabbitrescue.de
www.rabbitrescue-notstation.de
Claudia Hagenschulte
RabbitRescue e.V.
- Vorstand -
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www.rabbitrescue-notstation.de
Gesendet: Samstag, 31. März 2012 um 06:40 Uhr
Von: "Anja Moersch" <anja.moersch AT piratenpartei-rhein-sieg.de>
An: "Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW" <nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de>
Betreff: Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble
Von: "Anja Moersch" <anja.moersch AT piratenpartei-rhein-sieg.de>
An: "Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW" <nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de>
Betreff: Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble
Am 31.03.2012 00:48, schrieb Stephan Hoesch:
> Ahoi,
> nettes Gespräch vorhin im Mumble. Hier nun die zugesagten Infos:
>
>
> Hundeführerschein
> Der Sachkundenachweis ist in NRW vorgeschrieben für die sog. 20/40 Hunde (ausgewachsen 20kg schwer oder 40cm Widerristhöhe) und für die Listenhunde („die gefährlichen Hunde“) – es sei denn man hat durchgehend in den letzten Jahren Hunde gehabt – dann weiß man ja schon alles und muss die Sachkunde auch nicht mehr nachweisen ;-) Die Prüfung umfasst Fragen zur Erziehung sowie zu medizinischen und rechtlichen Grundlagen.
>
> Ohne je mit dem Thema Hund in Berührung gekommen zu sein, oder einen Hund gehabt zu haben ist die Prüfung mit Vorbereitung innerhalb eines Tages locker zu schaffen. Alle Fragen aus dem Katalog kann man im Netz einschl. der richtigen Antworten einsehen.
> Grundlage dieses Fragekatalogs sind die Fragen die der VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) in seiner Begleithundeprüfung stellt. Der GTVT (Gesellschaft für Tierverhaltenstherapie) hat dann alles was so auf dem Markt war mal zusammengestellt und einen umfangreicheren Fragekatalog entwickelt.
> Der deutsche Tierärztetag hat seinerzeit eine Sachkundeprüfung für alle Hundehalter gefordert. Daraus entstand dann irgendwann der D.O.Q 2.0 Test. Erstmalig wurde sehr breit aufgestellt ein Test entwickelt der die unterschiedlichsten Interessengruppen und Verbände an einen Tisch geholt hat. Von Jagdgemeinschaft, Hundesportlern über Tierärzten und Tierschutzorganisationen saßen alle an einem Tisch. Insbesondere beinhaltet der Test auch einen praktischen Teil.
>
> Meine Meinung zu D.O.Q: Gute Sache. Richtiger Weg. Mit Dorit Feddersen-Petersen als Vorstand sitzt da auch eine nicht ganz unbekannte Fachkompetenz auf dem Vorstandsstuhl. Namentlich genau diesen Test zu fordern halte ich in dieser Phase für falsch – da muss man auch erstmal die Rechte abklären….
>
> Heutzutage werden Hundewelpen in der Regel mit 8 Wochen von Ihren Eltern/Geschwistern getrennt und an den neuen Besitzer abgegeben. Den Sachkundenachweis braucht der Besitzer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Welpe befindet sich in dieser Zeit in der so genannten „sensiblen Phase“. Ohne im konkreten an dieser Stelle darauf eingehen zu wollen, was sich hinter diesem Begriff versteckt, sei zumindest gesagt das Fehler die der Halter nun macht eine sehr große (negative) Auswirkung hat. In der Schweiz müssen Ersthalter einen Sachkundenachweis vor Erweb ablegen. Eine gute Strategie auch, um Spontankäufe so vermindern und den Welpenverkauf über eine „Zoofachhandlung“ nahezu unmöglich zu machen.
> Das sehe ich auch so
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
> **Die PIRATEN setzen sich bei Haltern und Führern von Hunden für die Pflicht zu einem geeigneten Sachkundenachweis ein. Der theoretische Teil der Sachkunde muss bereits vor dem Erwerb des Hundes erbracht werden – der praktische Teil naturgemäß erst danach.
>
>
>
> Zertifizierung von Hundetrainern
> Die Bezeichnung Hundetrainer ist keine geschützte Berufsbezeichnung – und das ist auch schon das ganze Problem. Aus bereits o.g. Gründen sollte man auf die explizite Erwähnung des D.O.Q Tests verzichten. Zudem schlägt die IHK Potsdam mit dem Zertifizierungslehrgang „Hundeerzieher und Verhaltensberater IHK/BHV” einen Weg ein, dessen logische Konsequenz irgendwann den Lehrberuf zur Folge haben wird. Und genau das muss auch das Endziel sein: Der Hundetrainer als Lehrberuf.
> Auch andere Ausbildungswege die sich etabliert haben sind in einer Übergangsphase nicht zwingend auszuschließen. Hierzu zählt beispielhaft die Hundetrainerausbildung bei der ATN/Schweiz oder die Trainerausbildung bei Canisland oder Cumcane.
>
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
> **Die PIRATEN setzen sich dafür ein, dass die Bezeichnung „Hundetrainer“ nur führen darf, wer eine geeignete Fachkompetenz nachweisen kann.
>
>
>
> *Aufhebung der Hunderassenlisten
> Eigentlich muss man hierzu nur die entsprechende Auswertung des Landesministeriums lesen, insbesondere die nackten Zahlen auf Seite 12:
> http://www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz/pdf/auswertung_hundebericht_2011.pdf
>
>
> Im Jahr 2011 gab es in NRW einen ersten tötlichen Beißvorfall in einer Familie mit einem Husky-Mischling, der ein Baby mehrfach in den Kopf gebissen hat. Der Hund wurde danach auf Wunsch der Besitzerin eingeschläfert. Der Hund war bis dahin nie auffällig geworden und ordnungsgemäß angemeldet.
>
> Gehört der Husky jetzt auch zu den gefährlichen Hunden?
> 9 Golden Retriever wurden in 2011 als besonders gefährlich begutachtet.
> Kommt jetzt der Familienhund Nr.1 auch auf die Liste?
>
> Die Liste ist völlig sinnlos. Aus so ziemlich jedem Hund kann man eine Waffe machen. Und es gibt Teile in der Bevölkerung die genau das auch immer machen werden. Die meisten Beißunfälle von Hunden sind aber von Leuten die danach wahrscheinlich völlig unverständlich sagen: „ Das hat der noch nie gemacht.“ Präventives Arbeiten ist gefragt. Sachkundenachweis und vernünftige Hundetrainer.
>
>
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
>
> **Die PIRATEN werden sich für eine Änderung des Landeshundegesetzes einsetzen, so dass nicht mehr bestimmte Varietäten der Rasse Hund als besonders gefährlich eingestuft werden.
>
>
>
> Wir hören uns ja dann heute abend um 20:00 Uhr....hoffe ich krieg mein Mikro an den Start....dann quatsch ich noch mehr als ich geschrieben habe ;-)
>
> Super, vielen Dank für die tolle Zusammenstellung, wir wollen Deine Stimme heute hören. LG, bis später, Anja
--
NRW-AK-Tierschutz mailing list
NRW-AK-Tierschutz AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/listinfo/nrw-ak-tierschutz
> Ahoi,
> nettes Gespräch vorhin im Mumble. Hier nun die zugesagten Infos:
>
>
> Hundeführerschein
> Der Sachkundenachweis ist in NRW vorgeschrieben für die sog. 20/40 Hunde (ausgewachsen 20kg schwer oder 40cm Widerristhöhe) und für die Listenhunde („die gefährlichen Hunde“) – es sei denn man hat durchgehend in den letzten Jahren Hunde gehabt – dann weiß man ja schon alles und muss die Sachkunde auch nicht mehr nachweisen ;-) Die Prüfung umfasst Fragen zur Erziehung sowie zu medizinischen und rechtlichen Grundlagen.
>
> Ohne je mit dem Thema Hund in Berührung gekommen zu sein, oder einen Hund gehabt zu haben ist die Prüfung mit Vorbereitung innerhalb eines Tages locker zu schaffen. Alle Fragen aus dem Katalog kann man im Netz einschl. der richtigen Antworten einsehen.
> Grundlage dieses Fragekatalogs sind die Fragen die der VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) in seiner Begleithundeprüfung stellt. Der GTVT (Gesellschaft für Tierverhaltenstherapie) hat dann alles was so auf dem Markt war mal zusammengestellt und einen umfangreicheren Fragekatalog entwickelt.
> Der deutsche Tierärztetag hat seinerzeit eine Sachkundeprüfung für alle Hundehalter gefordert. Daraus entstand dann irgendwann der D.O.Q 2.0 Test. Erstmalig wurde sehr breit aufgestellt ein Test entwickelt der die unterschiedlichsten Interessengruppen und Verbände an einen Tisch geholt hat. Von Jagdgemeinschaft, Hundesportlern über Tierärzten und Tierschutzorganisationen saßen alle an einem Tisch. Insbesondere beinhaltet der Test auch einen praktischen Teil.
>
> Meine Meinung zu D.O.Q: Gute Sache. Richtiger Weg. Mit Dorit Feddersen-Petersen als Vorstand sitzt da auch eine nicht ganz unbekannte Fachkompetenz auf dem Vorstandsstuhl. Namentlich genau diesen Test zu fordern halte ich in dieser Phase für falsch – da muss man auch erstmal die Rechte abklären….
>
> Heutzutage werden Hundewelpen in der Regel mit 8 Wochen von Ihren Eltern/Geschwistern getrennt und an den neuen Besitzer abgegeben. Den Sachkundenachweis braucht der Besitzer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Welpe befindet sich in dieser Zeit in der so genannten „sensiblen Phase“. Ohne im konkreten an dieser Stelle darauf eingehen zu wollen, was sich hinter diesem Begriff versteckt, sei zumindest gesagt das Fehler die der Halter nun macht eine sehr große (negative) Auswirkung hat. In der Schweiz müssen Ersthalter einen Sachkundenachweis vor Erweb ablegen. Eine gute Strategie auch, um Spontankäufe so vermindern und den Welpenverkauf über eine „Zoofachhandlung“ nahezu unmöglich zu machen.
> Das sehe ich auch so
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
> **Die PIRATEN setzen sich bei Haltern und Führern von Hunden für die Pflicht zu einem geeigneten Sachkundenachweis ein. Der theoretische Teil der Sachkunde muss bereits vor dem Erwerb des Hundes erbracht werden – der praktische Teil naturgemäß erst danach.
>
>
>
> Zertifizierung von Hundetrainern
> Die Bezeichnung Hundetrainer ist keine geschützte Berufsbezeichnung – und das ist auch schon das ganze Problem. Aus bereits o.g. Gründen sollte man auf die explizite Erwähnung des D.O.Q Tests verzichten. Zudem schlägt die IHK Potsdam mit dem Zertifizierungslehrgang „Hundeerzieher und Verhaltensberater IHK/BHV” einen Weg ein, dessen logische Konsequenz irgendwann den Lehrberuf zur Folge haben wird. Und genau das muss auch das Endziel sein: Der Hundetrainer als Lehrberuf.
> Auch andere Ausbildungswege die sich etabliert haben sind in einer Übergangsphase nicht zwingend auszuschließen. Hierzu zählt beispielhaft die Hundetrainerausbildung bei der ATN/Schweiz oder die Trainerausbildung bei Canisland oder Cumcane.
>
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
> **Die PIRATEN setzen sich dafür ein, dass die Bezeichnung „Hundetrainer“ nur führen darf, wer eine geeignete Fachkompetenz nachweisen kann.
>
>
>
> *Aufhebung der Hunderassenlisten
> Eigentlich muss man hierzu nur die entsprechende Auswertung des Landesministeriums lesen, insbesondere die nackten Zahlen auf Seite 12:
> http://www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz/pdf/auswertung_hundebericht_2011.pdf
>
>
> Im Jahr 2011 gab es in NRW einen ersten tötlichen Beißvorfall in einer Familie mit einem Husky-Mischling, der ein Baby mehrfach in den Kopf gebissen hat. Der Hund wurde danach auf Wunsch der Besitzerin eingeschläfert. Der Hund war bis dahin nie auffällig geworden und ordnungsgemäß angemeldet.
>
> Gehört der Husky jetzt auch zu den gefährlichen Hunden?
> 9 Golden Retriever wurden in 2011 als besonders gefährlich begutachtet.
> Kommt jetzt der Familienhund Nr.1 auch auf die Liste?
>
> Die Liste ist völlig sinnlos. Aus so ziemlich jedem Hund kann man eine Waffe machen. Und es gibt Teile in der Bevölkerung die genau das auch immer machen werden. Die meisten Beißunfälle von Hunden sind aber von Leuten die danach wahrscheinlich völlig unverständlich sagen: „ Das hat der noch nie gemacht.“ Präventives Arbeiten ist gefragt. Sachkundenachweis und vernünftige Hundetrainer.
>
>
> **Der Landesparteitag der Piratenpartei Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen möge beschließen, folgenden Programmpunkt zum Landtagswahlprogramm an geeigneter Stelle aufzunehmen:
>
> **Die PIRATEN werden sich für eine Änderung des Landeshundegesetzes einsetzen, so dass nicht mehr bestimmte Varietäten der Rasse Hund als besonders gefährlich eingestuft werden.
>
>
>
> Wir hören uns ja dann heute abend um 20:00 Uhr....hoffe ich krieg mein Mikro an den Start....dann quatsch ich noch mehr als ich geschrieben habe ;-)
>
> Super, vielen Dank für die tolle Zusammenstellung, wir wollen Deine Stimme heute hören. LG, bis später, Anja
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- [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble, Stephan Hoesch, 31.03.2012
- <Mögliche Wiederholung(en)>
- [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble, Stephan Hoesch, 31.03.2012
- Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble, Anja Moersch, 31.03.2012
- Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble, chagenschulte, 31.03.2012
- Re: [nrw-ak-tierschutz] Infos nach Mumble, Anja Moersch, 31.03.2012
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