nrw-ak-kultur AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Nrw-ak-kultur mailing list
Listenarchiv
- From: Stefan Bröse <bla AT blubb.ws>
- To: <NRW-AK-Kultur AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Nrw-ak-kultur] Förderung von Bürgerfunk
- Date: Wed, 13 Jan 2010 02:01:05 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-kultur>
- List-id: <nrw-ak-kultur.lists.piratenpartei.de>
Moin!
Ich wurde darauf hingewiesen das die Kurse um Bürgerfunk zu machen wieder bisherigem wissensstand nicht kostenpflichtig sind. Außerdem stimmt die aussage KEINE offenen kanäle nicht - das habe ich in "wenige" geändert.
Ich habe den Absatz jetzt wie folgt geändert und bitte um Meinungen, Korrektur etc.
Bisheriger text:
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Der Bürgerfunk in NRW unterscheidet sich sehr stark vom Bürgerfunk der anderen Bundesländer. Es existieren in NRW nur wenige lokale Offenen Kanäle. Es gibt darüber hinaus lediglich die Pflicht der Lokalradios, Bürgerfunk auszustrahlen. Die technischen Rahmenbedingungen zur Verbreitung des Bürgerfunks sind im Allgemeinen hervorragend. Andererseits steht nur eine sehr geringe Sendezeit zur Verfügung.
Es ist Pflicht, dass jeder, der Bürgerfunk-Sendungen produzieren möchte, an einer kostenpflichtigen Fortbildung teilnimmt. Dies kann zwar die Qualität des Bürgerfunkes verbessern helfen, andererseits gibt es Personen, die gerne Bürgerfunk-Sendungen produzieren möchten, denen aber entweder das Geld oder die Möglichkeiten fehlen, an diesen Schulungen teilzunehmen. Die Landesanstalt für Medien fördert den Bürgerfunk nicht mehr, lediglich Projekte wie z.B. Radio aus der Schule oder die Aus- und Fortbildung erhalten Mittel. Eine Förderung gibt es aber auch für normale Rundfunkanstalten, die daher meist bevorzugt werden.
Die NRW-Piraten regen eine Qualitätsverbesserung des Bürgerfunks durch z.B. kostenlose Schulungen oder Förderungen an, jedoch sollten die Pflicht-Kurse, die entsprechend mit Kosten verbunden sind, durch ein praxisnäheres Konzept ersetzt werden. So sollten "neue" Bürgerfunker in ihrer Radiowerkstatt eine Lern- und Kennenlernphase im Rahmen einer redaktionellen Mitarbeit oder eines Praktikums absolvieren. In dieser Zeit können praktische Erfahrungen durch die Arbeit an neuen Sendungen, an redaktioneller Gestaltung und durch Rundfunkbetrieb unter Begleitung erfahrener Moderatoren gesammelt werden. Nach dieser Lern- und Kennenlernphase kann das entsprechende Bürgerfunkstudio eine NRW-weit gültige Bescheinigung ausstellen, die zum selbsständigen Betreuen einer Sendung berechtigt.
Darüber hinaus regen wir an, dass die Landesanstalt für Medien eine Förderung von Bürgerfunkstudios anstrebt. Die NRW-Piraten setzen sich ein für eine Förderung einzelner öffentlicher Studios, die gemeinnützig betrieben werden. So hat jeder Bürger, jede Bürgerin die Möglichkeit und das Recht, eigene Sendungen produzieren zu können.
Seit der Novellierung des Landesmediengesetzes im Jahr 2007 wurden fremdsprachige Sendungen stark reduziert. Dies stellt in unseren Augen einen Mangel dar. Gäste und Migranten sollten auch Sendungen in Ihrer Muttersprache hören können. Sendungen könnten zweisprachig, in deutscher und in einer anderen Sprache, produziert werden. So können deutsche Zuhörer Sendungen in ihrer Sprache verfolgen und Migranten und Gäste in ihrer Sprache zuhören. Dies unterstützt darüber hinaus die Möglichkeit, eine andere Sprache kennen und verstehen zu lernen.
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neuer text:
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Der Bürgerfunk in NRW unterscheidet sich sehr stark vom Bürgerfunk der anderen Bundesländer. Es existieren in NRW nur wenige lokale Offenen Kanäle. Es gibt darüber hinaus lediglich die Pflicht der Lokalradios, Bürgerfunk auszustrahlen. Die technischen Rahmenbedingungen zur Verbreitung des Bürgerfunks sind im Allgemeinen hervorragend. Andererseits steht nur eine sehr geringe Sendezeit zur Verfügung.
Eine Förderung für die Radiowerkstätten oder die gesendeten Beiträge durch die Die Landesanstalt für Medien findet nicht statt. Lediglich Schulprojekte und Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsangeboten werden unterstützt.
Deshalb regen wir an, dass die Landesanstalt für Medien eine Sockelförderung von Bürgerfunkstudios anstrebt, damit diese ihre laufenden Kosten besser stämmen können.
Die NRW-Piraten setzen sich ebenfalls für eine Förderung einzelner öffentlicher Studios ein, die gemeinnützig betrieben werden. So hat jeder Bürger, jede Bürgerin die Möglichkeit und das Recht, eigene Sendungen produzieren zu können.
Bei der Novellierung des Landesmediengesetzes im Jahr 2007 wurden fremdsprachige Sendungen im Bürgerfunk untersagt. Dies stellt in unseren Augen einen Mangel dar. Gäste und Migranten sollten auch Sendungen in Ihrer Muttersprache hören können. Sendungen könnten zweisprachig, in deutscher und in einer anderen Sprache, produziert werden. So können deutsche Zuhörer Sendungen in ihrer Sprache verfolgen und Migranten und Gäste in ihrer Sprache zuhören. Dies unterstützt darüber hinaus die Möglichkeit, eine andere Sprache kennen und verstehen zu lernen.
Die NRW-Piraten regen an, die Begrenzung auf Maximal eine Stunde Sendezeit pro Tag aufzuheben.
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gruß,
Stefan
- [Nrw-ak-kultur] Förderung von Bürgerfunk, Stefan Bröse, 13.01.2010
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