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Betreff: Nrw-ak-innenpolitik mailing list
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- From: "Dirk Schatz" <piraten AT dirkschatz.de>
- To: <nrw-ak-innenpolitik AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Nrw-ak-innenpolitik] Programmpunkt: Leistungsgerechte Beurteilung
- Date: Tue, 12 Jan 2010 22:06:32 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-innenpolitik>
- List-id: <nrw-ak-innenpolitik.lists.piratenpartei.de>
Hallo liebe Innenpolitiker,
Simone und ich haben uns gerade über Mumble
zusammengesetzt und oben genannten Programmpunkt erarbeitet bzw. verfeinert. Ich
gebe hier mal den Text bekannt:
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Programmpunkt
leistungsgerechte Beurteilung von Beamten:
Das Beamtenrecht in NRW bedarf in vielerlei Hinsicht einer umfassenden Reform. Insbesondere ist hier
das System der Beamtenbeurteilungen aufzuführen. Im Bereich der Beamten und
Angestellten des öffentlichen Dienstes herrscht sicher nicht selten eine große Diskrepanz zwischen
den tatsächlichen und den beurteilten Leistungen. Dies führt zu großen
Frustrationen und einer verständlichen Demotivation, welche nicht zuletzt auch
die Bürger zu spüren bekommen.
Derzeit werden die Beamten überwiegend durch
Vorgesetzte beurteilt, die den zu beurteilenden Beamten häufig gar nicht bei der
Arbeit sehen, sondern nur aus der „Aktenlage“ heraus entscheiden. Auch werden
bereits formulierte, gute Beurteilungen vom nächst höheren Vorgesetzten, welcher
den Beamten meist nicht mal persönlich kennt, aufgrund der Haushaltslage wieder
zurückgenommen, da von einer guten Beurteilung auch die nächste Beförderung
abhängig ist, was dann wiederrum mehr Geld kosten würde. Nicht selten hängen
gute Beurteilungen und damit die Beförderung nicht mit der tatsächlichen
Leistung des Beamten zusammen, sondern damit, wie lange er schon auf die nächste
Beförderung warten musste (ganz
nach dem Motto: „Wer mit der
Beförderung an der Reihe ist, bekommt eine gute Beurteilung, auch wenn die
Leistung dies nicht rechtfertigt!“). Dies führt zu noch mehr Frustration bei den
verbleibenden, motivierten Beamten, da sie für ihre gute Leistung keine
Anerkennung bekommen.
Daher setzen wir uns für eine umfassenden
Reform des Beurteilungsprozesses ein. Wir streben eine Anlehnung an die aus der
Privatwirtschaft bekannten 360 Grad Beurteilung an. Der Vorgesetzte allein soll
nicht über die Beurteilung eines Beamten entscheiden dürfen. Vielmehr sind u.a.
auch Einschätzungen der Kollegen und Bürger mit in die Beurteilung
einzubeziehen. Der Einfluss des nächst höheren Vorgesetzen auf die Beurteilung
muss auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.
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Ich hoffe, das
trifft soweit auf Eure Zustimmung. Da heute der letzt Tag für die Einreichung
von Modulen ist, werde ich den Text nach Absprache mit Simone gleich auf die
entsprechende Seite als Modul 10.13 einfügen. Der Text ist wohl noch nicht
perfekt, aber ich denke Änderungen an der Formulierung können wohl auch
nachträglich noch geändert werden.
Gruß
Dirk |
- [Nrw-ak-innenpolitik] Programmpunkt: Leistungsgerechte Beurteilung, Dirk Schatz, 12.01.2010
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