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nrw-ak-drogen - Re: [NRW-AK-Drogen] [NRW-AK-Umwelt] Piraten gegen Nichtraucherschutz????

nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Nrw-ak-drogen mailing list

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Re: [NRW-AK-Drogen] [NRW-AK-Umwelt] Piraten gegen Nichtraucherschutz????


Chronologisch Thread 
  • From: Enterhaken <music61 AT gmx.de>
  • To: nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-AK-Drogen] [NRW-AK-Umwelt] Piraten gegen Nichtraucherschutz????
  • Date: Mon, 9 Jul 2012 21:01:49 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-drogen>
  • List-id: <nrw-ak-drogen.lists.piratenpartei.de>

Aloha,

mal nett gefragt wo habt ihr denn die aufgebracht??
Es gibt keine Kneipen, Gastronomiebetriebe  wo es erlaubt ist das man.darunter auch Schwangere, Kinder, Kranke,
alte Menschen usw., gesundheitlich zu schädigen... erlaubt ist.
Weil die gar keinen Zutritt haben jedenfalls alles unter 18 Jahre.

Weiterhin habe ich im Frühjahr im Rahmen einer Petition eine Zählung zu dem Rauchverbot in Köln gemacht.
Von 65 Gastronomiebetrieben war nur eine Rauchergaststätte mit 75 qm Regelung.
Und 2 Kneipen mit Rauchernebenraum.
Damit kann  es gar keine Rede sein, das es keine Rauchfreie Gastronomie gibt.
Absolutes Rauchverbot ist der richtige Weg.
Es lebe der Neue EU Gesundheitswahn.
Schönen Gruß Enterhaken.

Am 09.07.2012 um 19:37 schrieb Peter Herrmann:

Am 08.07.2012 17:59, schrieb Ria Garcia:
Sehr geehrte Frau Kruse,
sehr geehrter Herr Kruse,
 
nachdem die Mail auch an mich persönlich adressiert war, möchte ich Ihnen auch persönlich antworten, unabhängig von der Gesamtmeinung der Piratenpartei NRW.
 
Ich greife hier Ihre Worte auf
 
Sollen die Raucher wirklich weiterhin das Recht haben, ungefragt viele Nichtraucher, darunter auch Schwangere, Kinder, Kranke,
alte Menschen usw., gesundheitlich zu schädigen (und auch Arbeitnehmern einen rauchfreien Arbeitsplatz zu verweigern!)??“
 
und möchte Sie höflich fragen, wo Sie in der derzeitigen Regelung den oben genannten Tatbestand sehen?
 
In NRW gibt es nur noch ausgesprochen wenige Gaststätten, in denen sich der Inhaber (wahrscheinlich selbst Raucher) dazu entschlossen hat, seine Gaststätte als Raucherclub weiterzuführen und so Rauchern einen Begegnungsrahmen zu bieten. Es kann also kaum stimmen, dass Raucher aktuell „das Recht haben Sie ungefragt gesundheitlich zu schädigen“. Sie selbst entscheiden ja freiheitlich, ob Sie eine Nichtrauchergaststätte oder einen Raucherclub aufsuchen.
 
Die absolute Mehrzahl der Gaststätten sind Nichtrauchergaststätten, die Sie und die oben genannte Menschengruppe ohne jede Belästigung aufsuchen können. Sie genießen also so gesehen sehr viel mehr Freiheiten als die Gruppe der Raucher.

Das kann ich nicht glauben. Ich habe noch keine repräsentative Zählung durchgeführt, aber ich gehe davon aus, dass in NRW in weit über der Hälfte der Gaststätten weiterhin geraucht wird.
Ich habe den direkten Vergleich, da ich auch des öfteren in Sachsen-Anhalt ausgehe. Dort herrscht ein ganz anderes Klima.
Die NRW-Form des Nichtraucherschutzes ist gescheitert. Um einen "Raucherclub" zu eröffnen reicht es einen DIN A5 Zettel auszudrucken und an die Tür zu pinnen. Kellner, DJs, Wirte stehen im Rauch.
Auch Raucher unterstehen den Gesetzen des Arbeitsschutzes, es darf auch niemand "freiwillig" im Rauch arbeiten. Ich darf auf der Baustelle auch nicht freiwillig auf den Helm verzichten.

Absolutes Rauchverbot ist der richtige Weg.

Raucherclubs finde ich in Ordnung - mit Mitgliedskarte, Mitgliedsbeitrag und somit als geschlossene Gesellschaft. Und natürlich mit Selbstbedienung.
Schießen darf man auch nur im Schützenverein, wer das will, der trifft sich eben mit gleichgesinnten in nichtöffentlichen Bereichen zu diesem Zweck.
So lässt man den Rauchen "ein paar" Lokalitäten wo sie ihrem Laster frönen können, nur kann der nichtrauchende Kumpel nicht mehr "mal mitreinkommen" um "sich nicht so anzustellen".
Müsste ja eigentlich im Interesse der Raucher sein. Auch im Interesse der Wirte, die ja eh davon ausgehen, dass Nichtraucher keinen Umsatz machen.
Außerdem wird es auch für den Wirt gemütlicher, er muss nicht mehr bedienen, sondern finanziert sich bequem über Mitgliedsbeiträge seines Clubs. Dann kann er sich mit seinen
Stammgästen zusammensetzen und die Zigarette zum Bier genießen.

Der soziale Druck und das Fehlen von Nichtrauchergaststätten (von dem ich erfahrungsgemäß ausgehe) sorgen dafür, dass auch Nichtraucher als Laufkundschaft in Raucherclubs landen.
"Sie müssen ja nicht reingehen". Haha. Raucher müssen auch nicht mehr in öffentliche Gaststätten gehen, wenn dort Rauchverbot herrscht.
Raucher müssen anerkennen, dass ein Raucher die Rauchfreiheit von Dutzenden Nichtrauchern beeinträchtigt. Das kann man nicht einfach umdrehen.

Rauchende Kneipenbesitzer sind die Einzigen, die sich in ihrer Freiheit beschnitten fühlen können... allerdings sollten diese bedenken, dass sie die ziemlich letzte Berufsgruppe sind, die noch
am Arbeitsplatz raucht. Das ist heutzutage unnötig.

Das aktuelle Gesetz ist sicherlich nicht perfekt, ich würde die Gleichstellung von E-Zigaretten mit Tabak ablehnen und die Möglichkeiten von Raucherclubs wie oben beschrieben reinnehmen.
Trotzdem bin ich als langjähriges Mitglied der Piratenpartei durchaus für ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Teilen des öffentlichen Raumes.




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NRW-AK-Drogen mailing list




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