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nrw-ag-presse-dortmund - [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Schließung von vier Förderschulen

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Betreff: Liste der Pressepiraten in Dortmund

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[AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Schließung von vier Förderschulen


Chronologisch Thread 
  • From: Claudia Behlau <cbehlau AT stadtdo.de>
  • To: evorstand AT dielinke-dortmund.de
  • Subject: [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Schließung von vier Förderschulen
  • Date: Tue, 3 Mar 2015 13:35:18 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ag-presse-dortmund>
  • List-id: Liste der Pressepiraten in Dortmund <nrw-ag-presse-dortmund.lists.piratenpartei.de>


Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei überreichen wir Ihnen eine Pressemitteilung mit der Bitte um
Veröffentlichung und Kenntnisnahme.

Ebenso übersenden wir Ihnen ein Porträt unserer schulpolitischen Sprecherin
Nursen Konak.


Mit freundlichen Grüßen

Claudia Behlau
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Geschäftsstelle
Friedensplatz 1, 44135 Dortmund
Tel.: (0231 ) 50-27241


(See attached file: PM Inklusion 03.03..doc)(See attached file:
Konak_Nursen_0002.jpg)


PRESSEMITTEILUNG – 02.03.2015

Inklusion ja – aber nicht mit der Brechstange
Linke & Piraten stimmen gegen die Schließung von vier Förderschulen

„Wir sind durchaus für Inklusion und für die Unterrichtung von so genannten
Förderschülerinnen und Förderschülern in Regelschulen. Dennoch werden wir
der Schließung von gleich vier der insgesamt zehn Dortmunder Förderschulen
im Schulausschuss am Mittwoch nicht zustimmen.“ Das kündigt Nursen Konak,
schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN an.

Wahrscheinlich wird der Schulausschuss am Mittwoch dem Rat empfehlen, im
Sommer folgende Förderschulen zu schließen:

- die Alfred-Adler Schule in Huckarde,
- die Frenzelschule in Hörde und
- die Minister-Stein-Schule in Eving.
- Die Langermannschule in der Innenstadt-West soll im Jahr 2017 folgen.

- Weiterhin steht zur Debatte, die Fröbelschule in Wambel umzuwidmen.
Dort soll es zwar künftig einen „Förderschwerpunkt Sprache“, aber
keinen „Förderschwerpunkt Lernen“ mehr geben.
- In der Lütgendortmunder Dellwigschule sowie
- in der Kielhornschule in der Nordstadt sollen künftig nur noch Kinder
ab dem 5. Jahrgang unterrichtet werden.

Vorteil für die Stadt: finanzielle Einsparungen – etwa durch den Wegfall
der Schulhausmeister und durch eine deutliche Senkung der Betriebskosten
wie Strom.

Nursen Konak: „Wir sind der Meinung, dass es für die Schülerinnen und
Schüler dieser vier Schulen im Moment noch nicht ausreichend Alternativen
in den Regelschulen gibt. Inklusion funktioniert in Dortmund noch nicht so,
wie wir uns das wünschen. Auf der anderen Seite befürchten wir, dass die
sechs verbleibenden Förderschulen für die betroffenen Kinder zu wenig sein
könnten.“

„Natürlich gebe es bereits Schulen, in denen Inklusion – also die
gemeinsame Beschulung von Kinder ohne und mit Handicap – großartig
funktioniere, sagt Nursen Konak. Doch dieser hohe Standard könne noch nicht
überall gewährleistet werden. So stehe beispielsweise an vielen
Regelschulen für die Betreuung der ehemaligen Förderschüler nur einige
Stunden in der Woche überhaupt eine pädagogische Fachkraft zur Verfügung.

Hinzu kommen die finanziellen Aufwendungen. „Wenn in Realschulen,
Gesamtschulen oder Gymnasium auch Förderschüler unterrichtet werden sollen,
kostet das Geld, von dem bislang nirgendwo die Rede war ist“, kritisiert
Detlef Strack, sachkundiger Bürger für die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN im
Schulausschuss. Nicht nur die zusätzlichen Fachkräfte müssten bezahlt
werden, bei körperlich behinderten Kindern seien auch bauliche Maßnahmen
notwendig.

Natürlich kenne man das aktuelle Schulrechtsänderungsgesetz, das
prinzipiell „Gemeinsames Lernen“ empfehle. Und man kenne auch die
Schülerzahlen, die für den Fortbestand von Förderschulen zuständig seien.
„Wir verschließen uns diesen Argumenten nicht. Aber wir möchten einen
Schritt nach dem anderen gehen. Wenn wir jetzt vier Schulen auf einen
Schlag schließen, sind über 300 Kinder betroffen, die nicht immer perfekte
Alternativen finden werden“, befürchtet Nursen Konak.

Vor allem im Norden der Stadt Dortmund könne es schwierig werden. Dort sind
gleich drei Förderschulen von einer Schließung betroffen. „Wenn sich die
Eltern der betroffenen Kinder nicht für eine Regelschule, sondern für eine
Anmeldung an der Wilhelm-Rein-Förderschule in Mengede entscheiden, droht
dieser möglicherweise eine Überfüllung“, sagt Nursen Konak von den Linken &
Piraten.

Attachment: PM Inklusion 03.03..doc
Description: MS-Word document

Attachment: Konak_Nursen_0002.jpg
Description: JPEG image



  • [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Schließung von vier Förderschulen, Claudia Behlau, 03.03.2015

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