nrw-ag-presse-dortmund AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liste der Pressepiraten in Dortmund
Listenarchiv
- From: Manon Heiland <manon.heiland AT piratenpartei-nrw.de>
- To: dortmund AT lists.piratenpartei.de
- Cc: Presse Do <nrw-ag-presse-dortmund AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Pressepiraten Dortmund] Jugendmedienschutz-Staatsvertrages
- Date: Mon, 13 Dec 2010 23:25:00 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ag-presse-dortmund>
- List-id: Liste der Pressepiraten in Dortmund <nrw-ag-presse-dortmund.lists.piratenpartei.de>
Hallo Zusammen,
folgende Email habe ich eben raus geschickt.
Das ganze entspricht dem offenen Brief den die Bochumer verfasst haben. Danebod hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das eine gute Idee sein könnte. Nach Rücksprache habe ich das dann vorbereitet und umgesetzt.
Liebe Grüße
Manon
PS: Von mir aus kann das auch auf der Webseite veröffentlicht werden.
Sehr geehrte Frau Kieninger, sehr geehrte Frau Lüders, sehr geehrte Frau Schneckenburger, sehr geehrter Herr Witzel, sehr geehrter Herr Sagel und sehr geehrter Herr Jahl,
am 16. Dezember steht im Landtag Nordrhein-Westfalen die Ratifizierung des umstrittenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) an. Die Entscheidung wird auch für Dortmund und seine Bürger massive Folgen haben. Die Piratenpartei Dortmund warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen, falls es zu der Verabschiedung des JMStV kommt.
Durch eine Nichtzustimmung entsteht keine Schutzlücke, da der bestehende Staatsvertrag in diesem Fall weiter gilt. Die bestehenden Regelungen gelten unter Experten als streng und ausreichend. Die Bestimmungen des neuen Staatsvertrages sind dagegen, so ist die übereinstimmende Meinung zahlreicher Internetexperten sowie der Piratenpartei, für den Jugendmedienschutz völlig ungeeignet. Statt den Jugendlichen einen besseren Schutz vor gefährdenden Inhalten zu bieten, bürden die Bestimmungen zum Beispiel der durch viele Kleinst-, Klein- und mittelständischen Betrieben geprägten Internetbranche hohe Hürden und immense zusätzliche Kosten und Risiken auf, zum Beispiel in Form von wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen.
Mit der zur Abstimmung vorliegenden JMStV-Novelle wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert, da für die Erotikindustrie paradoxerweise Erleichterungen vorgesehen sind. Darüber hinaus gehen von der Neufassung des Vertrags unkalkulierbare Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland aus. Insbesondere kleine Unternehmen der Branche werden finanziell nicht in der Lage sein, die zusätzlichen und sinnlosen Anforderungen zu bewältigen. Eine Vernichtung von Arbeitsplätzen und Existenzen im bisher nicht zu übersehenden Ausmaß wäre die Folge. Die
Internetbranche in Deutschland wird so gegenüber der internationalen Konkurrenz völlig unnötig zurück geworfen. Zudem haben bereits heute zahlreiche Betreiber unabhängiger Angebote im Internet angekündigt, ihre Angebote abzuschalten, sollte der JMStV in Kraft treten.
Dem Jugendschutz, dem Internet und der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung in diesem Lande werden durch den Staatsvertrag massiver Schaden zugefügt. Es muss daher unter allen Umständen verhindert werden, dass der neue JMStV in Kraft tritt! NRW hat die Chance dazu!
Mit freundlichen Grüßen
Manon Heiland
1. Vorsitzende Piratenpartei Dortmund
Dortmund, den 13. Dezember 2010
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- [Pressepiraten Dortmund] Jugendmedienschutz-Staatsvertrages, Manon Heiland, 13.12.2010
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