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mv-presse - [MV-Presse] Schufa

mv-presse AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Presse Mecklenburg-Vorpommern

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[MV-Presse] Schufa


Chronologisch Thread 
  • From: Christa Richter <christa.richter.nbk AT gmx.de>
  • To: Presse MV <mv-presse AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [MV-Presse] Schufa
  • Date: Thu, 27 May 2010 14:24:15 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/mv-presse>
  • List-id: Presse Mecklenburg-Vorpommern <mv-presse.lists.piratenpartei.de>

Was lange währt.. naja. -.- Asche auf mein Haupt. So, hier noch mal der Text zur Endkontrolle durch euch. Jetzt brauche ich nur noch die geschwärzte Schufa-Auskunft sowie evt. ein paar Infolinks für In-den-Text. Danke an Peter für's Vorschreiben.

Gruß,
Christa



"Schufa-Auskunft anfordern!

Dank eines neuen Gesetzes, welches Anfang April in Kraft getreten ist, können Bürger nun einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Auskunft abholen. Die Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern nimmt dies als Anlass, über die Schufa zu informieren und zu zeigen wie und wo die Auskünfte angefordert werden können.

Was ist die Schufa überhaupt?

Bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung handelt es sich um ein Kreditbüro, das von zahlreichen Finanzunternehmen getragen wird. Die Gemeinschaft soll Vertragspartner davor schützen, dass Kredite von Kunden nicht mehr zurückgezahlt werden können. Indirekt werden damit auch die Kunden vor Überschuldung geschützt. Dafür werden Daten von rund 65 Millionen Personen gesammelt und verwaltet. Mit Hilfe dieser Daten wird den einzelnen Kunden ein so genannter „Score“ zugewiesen. Mithilfe dieses Scores wird dann auf die Ausfallwahrscheinlichkeit der Kreditrückzahlung geschlossen.

Welche Daten erhebt die Schufa und wie steht es um den Datenschutz?

Neben den Daten zur Person, zu denen Name, Geburtsdatum und Anschrift gehören, werden bei der Schufa natürlich auch Informationen über Bankkonten, Kreditkarten, Kredite und Bürgschaften sowie andere Finanzdaten von Personen gespeichert. Die Schutzgemeinschaft erfasst ebenfalls eidesstattliche Versicherungen und ähnliche Urteile, die mit Vollstreckungsmaßnahmen zusammenhängen. Auch bloße Anfragen, wie zum Beispiel auf die Gründung eines Girokontos, werden gespeichert.
All diese Daten müssen nach gewissen Fristen gelöscht werden. Kredite werden nach einer Frist von drei Jahren nach der kompletten Abzahlung aus der Datenbank entfernt, Anfragen nach 12 Monaten und Girokonten sollen sofort nach ihrer Auflösung gelöscht werden. Verschiedene Untersuchungen haben aber gezeigt, dass trotz Löschvorschriften viele veraltete Beiträge in der Datenbank der Schufa vorhanden sind. Durch solche nicht gelöschten Kredite zum Beispiel kann der Score negativ beeinflusst werden.

Was ist ein „Score“?

Mithilfe des Scores soll auf einer Skala von 1 bis 1000 die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls angegeben werden. Dabei gilt: Je höher der Score, desto geringer das Ausfallrisiko.
Es gibt aber nicht nur einen Score, sondern im Großen 2 Gruppen: Der Basisscore, der das allgemeine Verhalten widerspiegelt und der Branchenscores, welcher das Risiko in einzelnen Branchen aufzeigt. Bei einer Eigenauskunft wird jedoch nur der Basisscore angegeben, der Branchenscore hingegen wird nur durch auf expliziten Wunsch und gegen eine Gebühr von 3€ plus 1€ für jeden weiteren Branchenscore preisgegeben.
Die Ermittlung des Scores ist nur schwer nachzuvollziehen. Vor einiger Zeit floss zum Beispiel auch noch die Wohngegend in die Berechnung mit ein, was zu zahlreichen Protesten führte. Genauso wurde bis 2001 auch eine Eigenauskunft bei der Schufa negativ bewertet.

Wie fordere ich meine Schufa-Auskunft an?

Unter www.meineschufa.de kann man sämtliche Unterlagen anfordern, einfach die Art der gewünschten Information anklicken und bestätigen. Für die kostenfreie, jährliche Auskunft muss man hier ein entsprechendes Dokument herunterladen, ausfüllen und an die angegebene Adresse schicken.
Innerhalb der folgenden Wochen sollte dann die Schufa-Auskunft per Post ankommen. Die Auskunft sieht dann in etwa so aus: <Link zur anonymisierten Version>
<etwaige Erklärungen zur Auskunft>

Die Piratenpartei rät zu einer regelmäßigen Prüfung der Schufa-Einträge, da bei Fehleintragungen ungeahnte Nachteile entstehen können. Zum Beispiel kann ein dringend benötigter Kredit auf Grund eines Fehlers in der Datenbank nicht bewilligt werden. Dem kann letztendlich nur durch regelmäßige Prüfung der Daten vorgebeugt werden."




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