mv-presse AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Presse Mecklenburg-Vorpommern
Listenarchiv
- From: Florian Christoph <florianchristoph AT hotmail.de>
- To: MV Presse <mv-presse AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [MV-Presse] ddp Artikel
- Date: Fri, 11 Dec 2009 12:54:33 +0100
- Importance: Normal
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/mv-presse>
- List-id: Presse Mecklenburg-Vorpommern <mv-presse.lists.piratenpartei.de>
Moin,
vor einigen Tagen gab es eine Anfrage der ddp bezüglich unseres anstehenden Landesparteitages an mich, als Reaktion auf die veröffentlichte Pressemitteilung. Unten stehender Artikel ist daraus entstanden. Unbekannt ist mir noch wo der Artikel veröffentlicht wird, aber das wird mir der für den Text Verantwortliche der ddp noch mitteilen.
Ich denke mit dem Artikel kann man durchaus zufrieden sein. Im Grunde sehr sachlich. Genau das was wir uns ja wünschen. Insofern, viel Spaß beim lesen.
Gruß Florian
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Piraten wollen Schweriner Schloss entern - Kleinpartei rüstet sich für
Landtagswahl 2011 im Nordosten
von ddp-Korrespondent Knut Degner
Rostock (ddp-nrd) - Die Piratenpartei Deutschland will bei den
Landtagswahlen in
zwei Jahren ins Schweriner Schloss einziehen. Auf einem Landesparteitag
in Rostock sollen dafür am Wochenende (Sonntag) die Enterhaken
geschmiedet und eine Führungscrew gewählt werden. Dabei sind die Brücke
und das Steuerrad der Landesregierung schon fest im Blick. "Die
Piratenpartei möchte an der Willensbildung durch die Landesregierung
teilhaben und würde auch Koalitionen eingehen, solange das eigene
Programm darunter nicht leidet", sagte Vorstandsmitglied Florian
Christoph der Nachrichtenagentur ddp. Erstes konkretes Ziel ist die
Einführung des Schulpflichtfaches Medienkompetenz in
Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Rostocker Parteitag soll "eine
grundlegende Ausrichtung der künftigen Landespolitik der Piraten"
erfolgen, kündigte Christoph an.
Von den nach seinen Angaben bislang 220 Mitgliedern im Nordosten
werden zu dem Mitgliederparteitag in einem Rostocker Gewerbegebiet rund
ein Drittel bis zur Hälfte erwartet. Dabei wird deutlich werden, dass
es
sich bei der in Deutschland erst vor drei Jahren gegründeten Partei
auch
hierzulande um die vom Altersdurchschnitt her jüngste parteipolitische
Bewegung handelt. Fast alle der Mitglieder des bisher provisorischen
Landesvorstandes sind erst in den Zwanzigern und ein großer Anteil der
Anhänger sind Studenten. Die stärksten aktiven Gruppierungen agieren
bislang in den Universitätsstädten Greifswald und Rostock.
Die Nordost-Piraten sind jedoch bislang noch eine Männerpartei. Erst 14
Frauen haben in Mecklenburg und Vorpommern angeheuert und sich in die
Mitgliederlisten eingetragen. Der jüngste Pirat des Landesverbandes ist
16, der älteste 58 Jahre alt. Damit dürfte die Piratenpartei der
einzige
rentnerfreie Landesverband sein. Er wurde erst im Vorfeld der
Bundestagswahlen 2009 gegründet und erreichte auf Landesebene aus dem
Stand 2,3 Prozent der Wählerstimmen. Die Partei sieht sich als Teil
einer
"einer weltweiten Bürgerrechtsbewegung", die es inzwischen inzwischen
in mehr als 30 Ländern gibt.
Für die Kapitänsstelle will sich in Rostock, bislang als einziger
Kandidat, der Greifswalder Politik-Student Sebastian Jabbusch bewerben.
Der als Nazi-Gegner und Aktivist der Satireaktion "Deutsche Apfelfront"
bekannt gewordene 26-Jährige ist erst vor einem halben Jahr Mitglied
der
Piratenpartei geworden. In Sachen Landtagswahlen tritt er jedoch auf
die
Bremse. "Natürlich wollen wir uns in die Landespolitik einmischen,
müssen uns aber, was unsere Ziele angeht, erstmal entwickeln und
finden",
sagte Jabbusch auf ddp-Anfrage. Er werde im Zusammenhang mit seiner
Kandidatur dafür eintreten, die Entscheidung für einen Wahlantritt der
Piratenpartei davon abhängig zu machen, "ob wir wirklich gebraucht
werden und programmatische Ziele formulieren können, die andere nicht
vertreten". Der gebürtige Stralsunder, der in Schleswig-Holstein
aufgewachsen ist, rechnet mit einem "langen und anstrengenden Weg" für
seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern. Er steht kurz vor dem Abschluss
seines Studiums, ist Mitglied des akademischen Senats und des
Studierendenparlaments der Greifswalder Universität. Eine Zukunft als
Berufspolitiker steuere er derzeit nicht an, so Jabbusch. In Greifswald
konnte die Piratenpartei bei den letzten Bundestagswahlen nach seinen
Angaben bundesweit ein Spitzenergebnis von beachtlichen 4,2 Prozent
erringen.
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- [MV-Presse] ddp Artikel, Florian Christoph, 11.12.2009
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