hagen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liste des KV Hagen
Listenarchiv
- From: Frank Mazny <frank.mazny AT gmail.com>
- To: Hagen Liste <Hagen AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: [Hagen] Baumfällung an der Haßleyer Straße
- Date: Sat, 17 Oct 2015 23:12:57 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/hagen>
- List-id: Liste des KV Hagen <hagen.lists.piratenpartei.de>
Wer aktuell an der Haßleyer Straße vorbeikommt, wird Zeuge eines
radikalen Kahlschlags. Der Landesbetrieb Straßen.NRW fällt nahezu
sämtliche Bäume auf der Böschung entlang der Straße. Da dieser
Kahlschlag den Unmut vieler Bürger erregt, der auch an den
Kommunalpolitikern nicht vorüber geht, war zu einem Ortstermin am
Donnerstag geladen worden. Für die Ratsgruppe BfHo/Piraten Hagen war
Mitarbeiter Christian Specht vor Ort.
Nachdem sich Vertreter der Parteien, der Stadt und von Straßen.NRW
unterhalb der Enervie-Zentrale versammelt hatten, wurde einführend
über die Maßnahmen und ihre Notwendigkeit aufgeklärt. Anschließend
begab man sich zu einem Gang die Straße entlang, bei dem das zuvor
gesagte an einigen Beispielen verdeutlicht wurde.
Das Problem, mit dem sich Straßen.NRW konfrontiert sieht, sind
zahlreiche Bäume, die ein akutes Gefährdungspotential für die
Verkehrsteilnehmer darstellen und die daher entfernt werden müssen.
Mit dieser Entfernung ist es jedoch nicht getan. Das Fällen dieser
Bäume lässt neue Gefahrenpotentiale entstehen, da ein großer Teil der
nun freistehenden Bäume nicht zuletzt wegen altersbedingter Schäden in
dieser Form nicht auf der vorhandenen Böschung stehen bleiben kann.
Auch diese Bäume müssen entfernt werden. Was übrig bleibt sind dann
nur einzelne Bäumchen, die das Unmut erregende kahle Bild ergeben.
Doch natürlich wird dieses Bild nicht von Dauer sein. Bäumchen neigen
dazu, zu Bäumen zu werden und die Böschungen werden wieder zuwachsen.
Allerdings nicht ganz in der vorherigen Form. Ein Teil des Problems
war der viel zu dichte Bewuchs, weswegen sich die Bäume nicht
ausreichend in der Fläche verwurzeln konnten. Daher wird soll es hier
zukünftig weniger Bäume geben, die sich aber besser ausbreiten können
und sich nicht gegenseitig behindern. Damit wird auch für die Zukunft
die Notwendigkeit vergleichbarer Radikalmaßnahmen verhindert.
Erosion ist durch die Maßnahmen übrigens nicht zu befürchten. Auch um
den Schallschutz braucht man sich keine Sorgen zu machen. Jeglicher
Schallschutz kam auch bisher nur von der Böschung selbst. Die
bisherige Baummenge reichte in ihrer Tiefe nicht dafür, hierzu einen
Beitrag zu leisten. Abschließend mussten selbst die eifrigsten
Verfechter des Landschaftsbildes die Notwendigkeit dieser Maßnahmen
einsehen.
Und zwei Erkenntnissen musste man sich stellen. Zum einen waren die
aktuellen Maßnahmen längst überfällig und kommen Jahre, wenn nicht gar
Jahrzehnte zu spät. Dies ist der sowohl der Ressourcenknappheit der
Straßen.NRW zu schulden, wie auch bisheriger anderer
Prioritätensetzung. War man bisher damit beschäftigt, quer durchs Land
hin und her zu springen, um punktuell Gefährdungspotentiale zu
beseitigen, schwenkt man nun um zu umfassenderen Pflegemaßnahmen mit
langfristigem Effekt.
Zum anderen hätte sich ein erheblicher Teil des erzeugten Unmuts durch
eine bessere Informationspolitik vermeiden lassen. Es hätte im Vorfeld
frühzeitiger und umfassender über die bevorstehenden Maßnahmen und
ihre Notwendigkeit informiert werden müssen. Hier wurde Besserung
gelobt und eine von Stadt und Straßen.NRW gemeinsam erarbeitete
Erklärung soll hier zumindest versuchen, das Versäumte nachzuholen.
http://piratenhagen.org/zur-baumfaellung-an-der-hassleyer-strasse.html
Gruß
Frank Leibowitz
- [Hagen] Baumfällung an der Haßleyer Straße, Frank Mazny, 17.10.2015
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