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hagen - [Hagen] mail der Grünen

hagen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liste des KV Hagen

Listenarchiv

[Hagen] mail der Grünen


Chronologisch Thread 
  • From: Kerstin Brinkmann <piraten AT kerstinbrinkmann.de>
  • To: hagen AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [Hagen] mail der Grünen
  • Date: Mon, 23 Jan 2012 08:31:04 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/hagen>
  • List-id: Liste des Stammtisches Hagen <hagen.lists.piratenpartei.de>

http://doppelwacholder.wordpress.com/2012/01/21/grune-fordern-mehr-transparenz-in-der-hagener-kommunalpolitik/


GRÜNE fordern mehr Transparenz in der Hagener Kommunalpolitik

by ws <http://doppelwacholder.wordpress.com/author/doppelwacholder/>

Mit zwei Anträgen zur nächsten Sitzung des Hagener Rats am 9. Februar starten die Grünen ihre "Transparenzoffensive 2012" für mehr Öffentlichkeit und bürgerfreundlicheres Handeln in den Gremien der kommunalen Politik.

DOPPELWACHOLDER.DE kritisierte in einem Beitrag Mitte Dezember vergangenen Jahres die zunehmende Intransparenz der Hagener Kommunalpolitik ("Der Geheimrat" <http://doppelwacholder.wordpress.com/2011/12/12/der-geheimrat/>): "In Hagen wird die Priorität des Prinzips der Öffentlichkeit zunehmend zum Ausnahmefall degradiert. Über dem Gestühl des Ratssaals und der Sitzungsräume wabbern immer mehr die Nebel der Vertuschung. Die Prämisse der Gemeindeordnung, nach der "die Verwaltung der Gemeinde (...) ausschließlich durch den Willen der Bürgerschaft bestimmt" wird, verkehrt sich mit dieser Praxis ins Gegenteil."

Als die Hagener Tagespresse dieses Thema vor einer Woche ebenfalls aufgriff, war die Verwaltungsspitze überraschend schnell mit einem Eingeständnis zur Stelle. Michael Idel, stellvertretender Fachbereichsleiter von OB Jörg Dehm, räumte ein, "dass wir hier eine Informationspflicht haben, der wir nicht nachgekommen sind." ("Stadt Hagen verletzte Informationspflicht" <http://doppelwacholder.wordpress.com/2012/01/15/stadt-hagen-verletzte-informationspflicht/>)

Damit diese Informationspflicht nicht nur Lippenbekenntnis bleibt, haben die Grünen jetzt in ihrem Antrag detailliert formuliert, wie das Öffentlichkeitsprinzip, das die Gemeindeordnung einfordert, konkret umgesetzt werden kann. Ergänzend wird die grüne Fraktion einen weiteren Antrag "Bürgerfreundliche Gremienarbeit" einbringen.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am gestrigen Freitag stellten (in alphabetischer Reihenfolge) Kreissprecher Jürgen Klippert, Fraktionssprecher Joachim Riechel und Fraktionsgeschäftsführer Hubertus Wolzenburg die beiden Anträge und ihre Begründung vor.

Konkret beantragen die Grünen die Umsetzung folgender Maßnahmen zur Steigerung von Transparenz und Bürgerbeteiligung:

*/Antrag "Einhaltung des Öffentlichkeitsprinzips"/*

1. Nachweis der Rechtmäßigkeit von Nichtöffentlichkeit bei allen n.ö.
Beratungspunkten
2. Beratung öffentlich relevanter Teilaspekte auch von überwiegend n.ö.
Beratungspunkten in öffentlicher Sitzung
3. Ausdrückliche Verankerung des Öffentlichkeitsprinzips in der GeschO
4. Präzisierung der zu allgemein gehaltenen Formulierung von
Ausschlusskriterien der Öffentlichkeit
5. Strikte Orientierung der Kriterien zum Ausschluss der Öffentlichkeit
an überörtlichen Rechtsvorschriften
6. Änderung einer u.E. im Sinne des § 48 (2) fehlerhaften Formulierung
der Hagener GeschO zur Definition nichtöffentlicher Inhalte durch
den Oberbürgermeister

*/Antrag "Bürgerfreundlichere Gremienarbeit"/*

1. Projektion von Beschlussvorschlägen und Planauszügen an die
Projektionswand des Ratssaales während der Beratungen
2. Neuplatzierung des ständigen Tagesordnungspunktes "Mündliche
Anfragen" in die Anfangsphase der Sitzungen
3. Protokollierung des Abstimmverhaltens nach Fraktionen bzw. Gruppen
4. Aufnahme eines Passus zur Barrierefreiheit in die GeschO

In beiden Anträgen schlagen die Grünen für die nötigen Änderungen der Geschäftsordnung auch Formulierungen vor. Diese Vorschläge stammen allesamt wörtlich aus gültigen Geschäftsordnungen anderer NRW-Kommunen und sind also unter der im Land geltenden Rechtslage andernorts in Kraft.

Es kann also nicht argumentiert werden, dass diese Regelungen rechtlich nicht zulässig wären.

Für alle an kommunaler Demokratie und der dazu notwendigen Transparenz Interessierten ist es ein Muss, die Beschlussvorschläge und die damit verbundenen Begründungen der beiden Anträge im Detail zu studieren.

Antrag "Einhaltung des Öffentlichkeitsprinzips" <http://www.gruene-hagen.org/system/files/12-02+%C3%96ffentlichkeitsprinzip.pdf>

Antrag "Bürgerfreundliche Gremienarbeit" <http://www.gruene-hagen.org/system/files/12-02+Gremienarbeit.pdf>



die mail wurde mir von Rudolf Ladwig geschickt
MfG
Kerstin Brinkmann
1.Vorsitzende KV Hagen



  • [Hagen] mail der Grünen, Kerstin Brinkmann, 23.01.2012

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