- From: gunther neubert <guntherneubert AT live.de>
- To: "kontakt AT freifunk-dueren.de" <kontakt AT freifunk-dueren.de>
- Cc: Matthias Schmidt <matthias.schmidt AT freifunk-dueren.de>, "141963 AT web.de" <141963 AT web.de>
- Subject: [Piraten Kreis Düren] Fwd: News aus dem Willkommensnetzwerk
- Date: Sat, 22 Jul 2017 23:25:07 +0000
- Accept-language: de-DE, en-US
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- Spamdiagnosticoutput: 1:99
Bitte ganz lesen
Da sehe ich mögliche Fördergelder für unsere Integrativen Projekte bei Freifunk
GUNTHER
Von: Willkommensnetz
Gesendet: Donnerstag, 20. Juli 12:48
Betreff: News aus dem Willkommensnetzwerk
An: guntherneubert AT live.de
Der erste Newsletter des deutschlandweiten Willkommensnetzes ist da.
In unserem Newsletter stellen wir Ihnen Initiativen aus dem
Willkommensnetzwerk
vor. Außerdem geben wir nützliche Tipps für das Engagement mit Geflüchteten und präsentieren hilfreiche Veröffentlichungen zum Thema. Dieses Mal sind wir unter anderem im
Interview
mit Mohammed
Jouni
von
„Flüchtlinge ohne
Grenzen“
und
porträtieren
die Initiative
„Greifswald
hilft“
. Weiter unten erfahren Sie mehr über kostenloses
Arbeitsmaterial zum Deutsch lernen
und zusätzlich geben wir Ihnen
Tipps zum Beantragen von Fördergeldern
.
Das
Willkommensnetz
ist ein gemeinsames Projekt von
Campact
und der
Amadeu
Antonio Stiftung
.
Die Veränderungen sind sichtbar geworden
Ein Vorwort von
Anetta
Kahane, Vorsitzende der
Liebe Leserinnen und Leser,
seit 2015, als in Deutschland geflüchtete Menschen aufgenommen wurden, hat sich das Land verändert. Oder anders gesagt: Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte sind nun sichtbar geworden und wir wollen darüber sprechen. Denn das ist besser, als erschreckt
auf die Situation zu blicken und sich Angst machen zu lassen. Denn dafür gibt es keinen Grund. Schauen wir genauer hin.
Deutschland, das weiß inzwischen jeder, ist ein Einwanderungsland. Juristisch leider nicht, das macht die Sache so schwierig, weil es keine systematischen rechtlichen Möglichkeiten zur Einwanderung gibt, aber de facto migrieren Menschen seit Jahrzehnten nach
Deutschland. Das ist zumindest im Westen längst Normalität in der Lebensrealität. Die Deutschen haben in Sachen Integration dabei einen vergleichsweise guten Job gemacht. Gewiss, es ist nicht alles gut, aber manches auch nicht schlecht. Vor allem die Zivilgesellschaft
leistet hier seit vielen Jahren engagierte und auch erfolgreiche Arbeit. Dennoch gibt es Widersprüche, Konflikte und politische Hürden. Und wir haben ein großes Problem mit Rassismus in der Gesellschaft. Beides, die konstruktive Kraft der Zivilgesellschaft
und die destruktive des Rassismus sind mit der Ankunft der Flüchtlinge sichtbar geworden.
Mit
Pegida
und
AfD
traten all diejenigen in das Licht der Öffentlichkeit, die ohnehin keine Einwanderer wollen. Und sie waren dort besonders erfolgreich, wo die Erfahrung mit dem Alltag der deutschen
Einwanderungsgesellschaft
besonders gering ist. Ihre Abwehr gegen sichtbare Minoritäten lässt sich also kaum damit erklären, dass ein Zusammenleben misslingen muss. Sie beziehen sich vielmehr auf das eigene und das
überlieferte
Vorurteil. Ja, es ist erschreckend zu sehen, wie präsent
Rechtspopulisten
und Rechtsextremisten geworden sind. Und nein, es gibt sie nicht erst seit 2015 als die Flüchtlinge kamen. Sie waren vorher schon da, nur dass denjenigen, die davor gewarnt haben, die mageren Wahlergebnisse der NPD entgegengehalten wurden. Dass diese Verleugnung
der realen Stimmung nicht der Weisheit letzter Schluss war, erleben wir jetzt. Aber zumindest ist es jetzt klar. Das ist ein großer Vorteil.
Auf der anderen Seite sehen wir eine nach wie vor tatkräftige Zivilgesellschaft, die ihre langjährige Erfahrung jetzt auch bei den neu angekommenen Flüchtlingen anwendet. Darüber hinaus sind viele Engagierte dazugekommen. Vor allem junge Menschen und Leute,
die selbst aus
Einwandererfamilien
stammen, kümmern sich um Geflüchtete. Einige Statistiken gehen von mehr als 10% der Bevölkerung aus, die hier in unterschiedlicher Weise aktiv sind. Und das mit großem Erfolg. Wir finden Beispiele gelungener Integration, erfolgreiche gemeinsame Projekte mit
den Geflüchteten in vielen Kommunen und in allen Bundesländern, einschließlich jener ostdeutschen, in denen die Präsenz von
AfD
und
Pegida
dieses Engagement sehr schwer machen. Noch nie hat es bisher so viel ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich gegeben. Und noch nie haben so viele Menschen hier eine durchaus politische Aufgabe gesehen, die sie gerade wegen des Rechtspopulismus angenommen
haben. Politisch sein und handeln, nicht nur
dabeistehen
und kommentieren – so kann man die Entwicklung in der Gesellschaft auch beschreiben.
Ja, die Stimmung ist polarisierter als früher, aber sie macht auch die Stärke der Zivilgesellschaft deutlich. Sie war es, die in den letzten Jahrzehnten auch politisch für ein Umdenken gesorgt hat. Einwanderung ist Lebenspraxis. Noch vor wenigen Jahrzehnten
konnte ein CDU Politiker wie Helmut Kohl mit dem Versprechen Wahlkampf machen, dass er die Zahl der Ausländer halbieren wolle. Das wäre heute nur bizarr oder eine absurde Forderung rechter Parteien. Ja, Deutschland ist allgemein viel offener geworden, hat
viele
altbackene
Vorstellungen darüber, was deutsch ist
überwunden
. Kurz: es hat sich viel bewegt und wir können es in diesem Moment der polarisierten Öffentlichkeit auch besser sehen. Auch die früher Eingewanderten beteiligen sich an der Auseinandersetzung, auch sie sind sichtbarer als früher und selbstverständlicher Teil
des Alltags, auch des politischen. Mit der Debatte um die Flüchtlinge kommen eben nicht die Schwächen der Gesellschaft zum Vorschein, sondern ihre Stärken.
Es gibt nichts schön zu reden, wenn es um Flüchtlinge geht oder dem Rassismus, mit dem wir zu kämpfen haben. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor allen, die hier weiter verändern wollen. Doch um das zu können, lohnt ein Blick auf die Erfolge. Er ist sogar notwendig
um weitermachen zu können und besser zu werden.
Wertschätzt
eure Anstrengungen, seht eure Erfolge, nutzt eure Kraft. Denn eines steht fest, wenn wir die eigene Arbeit nicht
wertschätzen
, tut es niemand. Und ohne dem geht es nicht voran.
Initiative "Greifswald hilft"
Denjenigen, die gerne an der Ostsee ihren wohlverdienten Urlaub verbringen, ist die Kreisstadt Greifswald natürlich ein Begriff. Die
Universitäts-
und Hansestadt liegt im Nordosten
Mecklenburg-Vorpommerns
, zwischen den Inseln Rügen und Usedom. Im Herbst 2015 spitzte sich im Zuge der
Flüchtlingssituation
auch in Greifswald die Situation mehr und mehr zu. Wie vielerorts in Deutschland waren die Behörden mit der Unterbringung der Geflüchteten
überfordert
. 60 Menschen mussten beispielsweise auf engstem Raum in einer Turnhalle untergebracht werden. Schnell bildete sich ein Netz aus Unterstützer_innen, von denen nicht wenige ihre komplette Freizeit in der Turnhalle verbrachten. Eine Kommunikation auf Augenhöhe
mit den verantwortlichen Politiker_innen war nicht möglich –
öffentliche
Anfeindungen gegen das Engagement und die Menschen in den Notunterkünften waren die Folge. So auch im Oktober des selben Jahres, als eine der Unterkünfte für Asylsuchende mit Brandsätzen beworfen wurde. In einem anderen Fall wurde versucht, in die Wohnung eines
Geflüchteten einzudringen. Die Täter skandierten rassistische Sprüche, scheiterten aber glücklicherweise daran, die Wohnungstür aufzubrechen.
"Wir wollten unser Engagement bündeln!"
Viele der
Flüchtlingsunterstützer
_innen fühlten sich damals ohnmächtig und merkten, dass sie als versprengte engagierte Einzelpersonen niemals als Akteur_in wahrgenommen werden würden. Es bedurfte einer Organisation, die Projekte und Einzelpersonen sammelte und den Menschen eine gemeinsame
Stimme gab, die sich nicht mehr ignorieren ließe. Das war die Geburtsstunde von „Greifswald
hilft“
. Die Initiative bietet seit 2015 eine Struktur für Personen, die sich ehrenamtlich und unabhängig im Kampf für Rechte und Freiheiten von Asylsuchenden einsetzen. Durch die vielen Arbeitsbereiche kann jede_r mitwirken und die eigene Qualität einbringen. Schwerpunktmäßig
ist die Initiative in den Sammelunterkünften der Stadt aktiv. Dort gibt es die Möglichkeit, in den Sprechzeiten auf die Problemlagen der Bewohner_innen unkompliziert und beratend zu reagieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Zudem sind in den letzten beiden
Jahren Projekte entstanden, die über den Rahmen reiner
Unterstützungsarbeit
hinausgehen. Gemeinsam mit anderen Initiativen wurde ein
Gemeinschaftsgarten
erworben und eine internationale Theatergruppe initiiert. Eine Gruppe engagierter Künstler_innen fand sich in der Gruppe „Pro
Acryl“
zusammen und bietet seitdem den Rahmen für
Fotografie-Workshops
, expressionistisches Malen oder Graffiti Street Art. Bei der Organisation sämtlicher Veranstaltungen steht dabei stets die Gemeinsamkeit in Planung und Durchführung im Zentrum. „Greifswald
hilft“
will nicht als reine Hilfsorganisation den Menschen ein Angebot
überstülpen
, sondern gemeinsam mit ihnen Perspektiven schaffen, dabei lachen und feiern, aber eben auch Probleme erkennen und bekämpfen.
Eine positive Entwicklung in Greifswald
Und wie sieht es aktuell in der Hansestadt aus?
„Als sehr positiv nehmen wir in den letzten Monaten verstärkt wahr, dass Geflüchtete, die selbst schon eine längere Zeit hier in der Gegend leben, verstärkt Interesse an politischer Arbeit
entwickeln“
, so Leonardo
Stöber
von Greifswald hilft.
„Menschen, die neu ankommen, werden von anderen Geflüchteten unterstützt und es wird dabei geholfen, sich in Deutschland zu Hause zu
fühlen.“
Wir sind gespannt, wie es in
Mecklenburg-Vorpommern
weitergeht und hoffen auch für die Zukunft auf ermutigende Berichte von „Greifswald
hilft“
.
Interview mit "Jugendliche ohne Grenzen"
Lieber Mohammed, seit mehr als 10 Jahren existiert „Jugendliche ohne
Grenzen“
. Welche Ziele verfolgt ihr und wo seid ihr aktiv?
Als wir uns 2005 gegründet haben, war das Thema Geflüchtete noch
garnicht
in der Gesellschaft angekommen. Heute ist es undenkbar, aber damals wussten viele Menschen nicht, was zum Beispiel Duldung und Bleiberecht bedeutet. Wir waren anfangs einfach nur eine Gruppe geflüchteter Jugendlicher, die gehört werden wollten. 2017 sind unsere
Ziele noch die selben wie damals. Allerdings haben sie sich natürlich erweitert und entwickelt. Unser
übergeordnetes
Ziel ist ein Bleiberecht für alle! Aber auch Abschaffung von Zwängen und der Zugang zu Bildung steht auf unserer Agenda. Das Recht auf Bildung schützt uns vor
prekärem
Aufenthalt.
Auch wenn wir in Berlin entstanden sind, sind wir in ganz Deutschland aktiv. Hamburg, Wiesbaden, München, Düsseldorf, Chemnitz. Wir haben fast flächendeckend kleine Gruppen aufgebaut, die sich vor Ort einbringen. Dabei sind die einzelnen Gruppen natürlich nicht
überall
gleich stark. Vor allem aber in NRW und Berlin konnten wir ein Netzwerk aufbauen, das gehört wird und in viele Bereiche eingreift. Gerade in Berlin verdanken wir das auch dem
BBZ
(
Beratungs-
und
Betreuungszentrum
für junge Flüchtlinge und Migranten).
Wie setzt ihr diese Ziele um?
Unsere Ziele sind wie erwähnt zum einen die Sensibilisierung der Mehrheit für das Thema Flucht und zum anderen das
Empowerment
unserer
Community
. Diese Ziele setzen wir dabei möglichst kreativ um. Zum einen veranstalten und besuchen wir viele Demos, schreiben aber auch viele Petitionen und versuchen Geflüchtete in Deutschland dafür zu motivieren, in die Öffentlichkeit zu gehen und eigene Probleme sichtbar
zu machen. Gleichzeitig haben wir auch Kontakt zu Politiker_innen und werden häufig in Schulen eingeladen, um über Flucht und Asyl zu sprechen.
Wir alle kennen die bürokratischen und juristischen Hürden in der
Flüchtlingsarbeit. Was sind eure größten Herausforderungen und könnt ihr diese bewältigen?
Unsere größte Herausforderung ist der Aufenthaltsstatus. Damit steht und fällt politisches Engagement, da sich die Leute ansonsten natürlich nicht einbringen können.
Überhaupt
erst aktiv zu werden, ist für viele schon eine Hürde - aus Angst vor Repression. Außerdem haben wir wie so viele Gruppen in der Arbeit mit Geflüchteten ein finanzielles Problem. Wir sind kein Verein, dazu haben wir uns ganz bewusst entschieden, um nicht in
starre Strukturen zu verfallen. Das macht natürlich das akquirieren von Geldern nicht leichter.
Wir versuchen mit diesen Problemen umzugehen, indem wir versuchen mit vielen Kooperationspartnern zusammen zu arbeiten, Hier können Strukturen genutzt werden, um Probleme zu lösen. Die
Flüchtlingsräte
zum Beispiel unterstützen uns meist wo sie können.
Vor kurzem habt ihr den „Abschiebeminister des
Jahres“
gewählt. Was hat es damit auf sich?
Die Idee ist fast so alt wie Flüchtlinge ohne Grenzen und entstand auch schon 2005. Hier war das Thema Geflüchtete wie bereits gesagt wenig vertreten. Durch kreative Impulse versuchten wir auch die Medien auf uns und das alles aufmerksam zu machen. Mit unserer
jährlichen Wahl des "
Abschiebeministers
" ist uns das an vielen Stellen gelungen. In einer Art Gala wird der Minister bzw. die Ministerin gewählt, die in unseren Augen den schlimmsten Job in dem Jahr gemacht hat. Natürlich ist die ganze Veranstaltung mit einem großen satirischem
Zwinkern
zu sehen, erzeugt aber ordentlich Aufmerksamkeit. Viele Medienvertreter kommen zur Gala und auch ein nominierter Minister (die wir immer einladen) hat sich
schonmal
zu einer Verleihung verirrt. Uns zeigt das, dass unser kreativer Protest funktioniert und Themen mehr und mehr wahrgenommen werden.
Neben diesem Negativpreis
vergebt
ihr ja auch einmal im Jahr einen
Initiativpreis
. Wer kommt dafür in Frage?
Genau, wir wollen sozusagen auch auf in unseren Augen positives Engagement hinweisen. Dafür werden jährlich drei Initiativen ausgezeichnet. Meist sind das kleine und (noch) unbekannte Gruppen, die mit wenig Geld viel erreichen. Wir wollen damit verdeutlichen,
dass wirklich jeder und jede sich für Geflüchtete einsetzen kann, auch wenn das Budget noch so klein ist. In Frage kommen also vor allem die Initiativen, die sich nur schwer über Wasser halten können und die wir durch unseren Preis ein wenig
supporten
können. Und wenn es auch nur durch
Öffentlichkeitswirksamkeit
ist. Das bewirkt, vor allem in der Flüchtlingsarbeit, verdammt viel!
Habt ihr noch etwas, was ihr gegenüber den gut 1.500 anderen
Willkommensinitiativen
los werden wollt?
Wir müssen verstehen, dass egal von welcher Initiative sie ausgeht, unsere Arbeit wertgeschätzt werden muss. Ganz egal ob nun ehrenamtlich oder nicht ehrenamtlich, unsere Arbeit ist unglaublich wichtig und auch Arbeitsweisen die von unseren abweichen, leisten
ihren Beitrag. Anstatt uns manchmal
runterzureden
, sollten wir zusammenarbeiten, Räume schaffen und einen Austausch herstellen. Es muss aber auch Platz für konstruktive Kritik geben, sowohl innerhalb der einzelnen Initiativen, als auch untereinander. Nur so können wir flexibel auf das reagieren, was auf uns
zu kommt.
Good
to
know
– Wo und wie
Fördergeld
beantragen
Die zahlreichen
Willkommensfeste
, vielfältige Workshops rund um das Engagement in der Flüchtlingsarbeit und die vielerorts regelmäßig stattfindenden Deutschkurse machen es deutlich: Wir sind auf einem guten Weg von der
Willkommenskultur
hin zu einer regelrechten
Willkommensstruktur
. Um Projekte von und mit Geflüchteten aber auf den Weg bringen zu können, bedarf es neben einer guten Idee und interessierten Engagierten meist auch einer weiteren finanziellen Unterstützung. An dieser Stelle wollen wir Ihnen drei Ausschreibungen vorstellen,
bei denen Sie Fördergelder für ihre Projekte beantragen können.
Robert Bosch Stiftung - "Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit"
Die Robert Bosch Stiftung fördert Initiativen und Projekte, die auf verschiedenste Weise die Arbeit mit Geflüchteten voran bringen. Gefördert werden können Projekte, die mindestens zwei der folgenden Ziele verfolgen:
Die Qualifizierung von ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit wird etabliert bzw. ausgebaut.
Die Vernetzung und Koordination von Freiwilligen und Initiativen in der Flüchtlingsarbeit wird sowohl untereinander als auch mit anderen ehrenamtlich engagierten Gruppen initiiert bzw. vertieft.
Das ehrenamtliche Engagement schließt explizit Flüchtlinge mit ein und wird mit ihnen gemeinsam auf Augenhöhe gestaltet.
Besonders hohe Chancen auf eine Förderung haben dabei deutschlandweit jene Initiativen, die in sogenannten „sensiblen
Räumen“
aktiv werden, also vor allem da eingreifen, wo spürbare soziale Unterschiede existieren oder sich eine hohe Ablehnung gegenüber Flüchtlingen feststellen lässt. Sowohl gemeinnützige Vereine als auch Kommunen können sich bei der Robert Bosch Stiftung auf eine
eine Förderung bis zu 40.000€ bewerben. Bewerbungen werden via Mail laufend entgegen genommen. Weitere Informationen finden Sie
hier
.
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - "
Integrationsprojekte“
Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet Fördermöglichkeiten an. Vor allem Initiativen, die noch etwas mehr Vorlauf für ihr Projekt einplanen, können sich aktuell für das
Förderjahr
2018 bewerben.
Hier
finden Sie weitere Informationen.
Amadeu
Antonio Stiftung – "Projekte für eine demokratische Zivilgesellschaft"
Schon über 1.200 Projekte wurden von der
Amadeu
Antonio Stiftung seit ihrer Gründung 1998 unterstützt. Vor allem werden jene Projekte gefördert, die sich deutlich gegen Antisemitismus und Rassismus positionieren und sich gleichzeitig für Menschenrechte und Minderheitenschutz engagieren. Damit können natürlich
auch Projekte für und mit Geflüchteten eine finanzielle und ideelle Förderung erhalten - vor allem dann, wenn sie vor Ort eine demokratische Gegenkultur zum rechten Mainstream aufbauen. Da die Stiftung ihren Fokus auf die Unterstützung vieler, kleiner Projektideen
legt, die ohne eine
Kofinanzierung
nicht existieren könnten,
übersteigt
die
Fördersumme
in der Regel nicht die 2.500€ - Grenze. Weitere Informationen finden Sie
hier
.
Good
to
know
- Übersicht Deutsch lernen
Vor allem in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten fehlt es meist an geeignetem Lehrmaterial, um umfassenden Deutschunterricht anbieten zu können. Um die Suche nach dem richtigen Arbeitsmaterial zu erleichtern, gibt es auf der Internetseite
www.zumdeutschlernen.org
/
eine Übersicht an verschiedenen
Lehr-
und
Lernbüchern
. Besonders erfreulich: Viele der Inhalte sind kostenlos!
Die Broschüre "
Neue Nachbarn - Vom
Willommen
zum Ankommen
" stellt fachliche
Rahmenlinien
und zahlreiche Beispiele kommunalen, ehrenamtlichen und professionellen Engagements vor – Bilder einer Gesellschaft, die Rassismus,
Unbarmherzigkeit
und Gewalt echte Inklusion entgegensetzt.
„Wir können doch nicht die ganze Welt aufnehmen!“. Wo immer es um Asylsuchende geht, fallen solche Sätze – Sätze, die nicht selten auf
Unwissen
und oft auf rassistischen Vorurteilen gründen. Aber was entgegnen, wenn der Nachbar so
daherredet
? Die Handreichung „
Pro Menschenrechte. Contra
Vorurteile
.“
von PRO ASYL und der
Amadeu
Antonio Stiftung gibt Auskunft.
Save
the
date – Konferenz „Connect -
Willkommensstruktur
trifft
Selbstorganisation“
Liebe Partner_innen und Aktivist_innen,
auch dieses Jahr veranstaltet die
Amadeu
Antonio Stiftung in Berlin die Konferenz „Connect –
Willkommensstruktur
trifft
Selbstorganisation“
– am Samstag, den 07. Oktober.
Wir möchten einen Schritt weiter machen und uns mehr mit den praktischen Aspekten der Selbstorganisation beschäftigen. Ziel ist es, euch und Ihnen Werkzeuge und Tipps für eure und Ihre alltägliche Arbeit an die Hand zu geben. Wir steigen wieder mit einer
Fish-Bowl-Diskussion
ein, um gemeinsam über
Willkommensnetzwerke
und die Zusammenarbeit mit
Selbstorganisationen
von Geflüchteten und Migrant_innen zu sprechen. Am Nachmittag werden Workshops zu folgenden Themen angeboten: Projektplanung und Finanzierung für Initiativen (
Umbaja
e.V
. Hannover
), Aufbau und Professionalisierung von unabhängigen
Asylberatungsstrukturen
(
pro Bleiberecht in
Mecklenburg-Vorpommern
) und
Willkommenskultur
ohne
Paternalismus
(
glokal
e.V
. Berlin
).
Die Teilnahme (inkl. Verpflegung) ist wie letztes Jahr natürlich kostenfrei. Mehr Informationen zum Programm und Tagungsort
gibt es auf unserer Website.
Der Fokus
der ersten
Connect-Konferenz
lag auf Inklusion und Integration, die Bedeutung dieser Begriffe für die Arbeit von
Willkommensinitiativen
und
Selbstorganisationen
und die Herausforderungen und Hindernisse, welchen diese sich stellen müssen.
Darüber hinaus wird es Möglichkeit geben, sich mit anderen Aktivist_innen sowie Expert_innen zu vernetzen.
Wir freuen uns, wenn ihr und Sie sich diesen Termin
vormerken
und diese Mail an Interessierte weiterleiten. Weitere Informationen senden wir im August. Anmeldungen werden jetzt schon unter
willkommen@amadeu-
antonio-stiftung.de
entgegen genommen.
Die Konferenz wird von der Robert Bosch Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung, der ZEIT Stiftung und der Bethe Stiftung gefördert.
Copyright © 2017
Amadeu
Antonio Stiftung, Rechte vorbehalten.
Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie Teil des
Willkommensnetzes
sind.
Add
us
to
your
address
book
Redaktionsschluss: 19. Juli 2017
Schirmherr: Wolfgang Thierse
Redaktion: Laura
Piotrowski
,
Anetta
Kahane, Mick Prinz
Sie wollen keine
E-Mails
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- [Piraten Kreis Düren] Fwd: News aus dem Willkommensnetzwerk, gunther neubert, 24.07.2017
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