dueren AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Kreis Düren - NRW
Listenarchiv
- From: Andreas Jendrzey <andy AT piratenpartei-nrw.de>
- To: Peter Münstermann <s.p.muenstermann AT t-online.de>
- Cc: dueren AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Piraten Düren]Warum soll ein Piraten Sympathisant Sie wählen
- Date: Sat, 08 May 2010 08:20:15 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/dueren>
- List-id: Mailingliste des Stammtisches Düren <dueren.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Piratenpartei NRW
Sehr geehrter Herr Münstermann,
wir danken für Ihre aufschlussreiche Antwort bezüglich unseres Briefes
"Warum soll ein Pirat Sie wählen?".
Wir haben Ihren Brief auf unserer Webseite veröffentlicht um jedem
Pirat, aber auch jedem Bürger, die Möglichkeit zu geben, sich über Ihre
Positionen zu unseren Themen zu informieren.
(http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Düren/LTW2010/Warum_soll_man_Sie_wählen/Peter_Münstermann)
Mit freundlichen Grüßen,
i.A. Andreas Jendrzey
Stammtisch Düren der Piratenpartei NRW
Am Sonntag, den 25.04.2010, 20:59 +0200 schrieb Peter Münstermann:
> Sehr geehrter Herr Andreas Jendrzey,
>
>
>
> danke für Ihr Anschreiben. Ich antworte Ihnen 14 Tage vor der Wahl
> persönlich und mit einem Auszug aus meinem Wahlmanuskript. Es besteht
> allerdings nur aus meinem Schwerpunktprogramm und ich hoffe auf Ihr
> Verständnis, denn leider fehlt mir zum Ausformulieren die Zeit.
>
> Ich denke und hoffe, dass Sie dennoch zu den Vorstellungen Ihrer
> Partei viele gemeinsame Schnittpunkte finden und mich am 9. Mai
> unterstützen werden.
>
>
>
> Nochmals meinen herzlichsten Dank.
>
>
>
>
>
>
>
> Zur Person:
>
> Peter Münstermann; Wahlkreis 11, Düren 1
>
> 53 Jahre, Langerwehe D’horn, verheiratet und Vater von 2 erwachsenen
> Töchtern. Mit 15 Jahren ins Berufsleben, Papierbranche zunächst als
> Techn. Zeichner, Konstrukteur tätig. Nach 10 Berufsjahren, RWE ins
> Kraftwerk Weisweiler.
>
> 4 Jahre mit Abschluss als Industriemeister Fachrichtung Metall mit
> Ausbilderbefähigung. Vom Bauleiter über Kraftwerkstechniker,
> Referenten für Kraftwerkstechnik hochgearbeitet.
>
> 39 Jahren Gewerkschaftsmitglied, Mitglied in einer großen
> Tarifkommission.
>
> 25 Jahren in der betrieblichen Mitbestimmung
>
> seit 8 Jahren BR-Vorsitzender bei RWE Power,
>
> Mitglied im Gesamtbetriebsrat und im Wirtschaftsausschuss bei RWE
> Power.
>
> Politisch:
>
> • Mitglied im Ortsverein Langerwehe und dort Revisor.
>
> • Sachkundiger Bürger in der Gemeinde Langerwehe
>
> • stellvertr. Sachkundiger Bürger im Kreistag.
>
> • Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für
>
> Arbeitnehmerfragen (AfA) im UB Düren.
>
> Aktivitäten und Hobbys:
>
> • Mitglied (inaktiv)in der Dorfgemeinschaft D’horn
>
> • Mitglied (inaktiv) im Segelverein Segelfreunde Neurath
>
> • Mitglied (inaktiv) im Spielmannszug Grün-Weiß Schlich
>
> • Mitglied in der Sportgemeinschaft RWE Weisweiler
>
> (15 Jahre Vorsitzender der BSG – bis 2000;
>
> • Mitglied in der Schützenbruderschaft St.- Martinus- und
> Donatus D’horn (aktives Mitglied seit 1972; stellvertr.
> Schützenmeister
>
>
>
> Programm
>
> Gemeinsame Verantwortung für Gute Arbeit
>
> * Gleiche Arbeit gleicher Lohn
> 1. für die Lohn- und Zeitarbeit
> 2. Für Frauen und für Männer (Frauen bekommen ca. 1/3
> weniger)
> 3. Konzerninterne Leiharbeit muss befristet werden.
> 4. Die Dauer und Anzahl von Praktika gesetzlich muss
> geregelt werden.
>
>
>
> Berufspraktika dürfen nicht länger als willkürliche Verlängerung der
> Probezeit oder zur Umgehung des Kündigungsschutzes und zum Lohndumping
> missbraucht werden.
>
> * neues Tariftreuegesetz (Vergabe von Öffentlichen Aufträgen)
>
>
>
> Mindestlohn Gemeinsame Verantwortung für Gute Arbeit
>
> Wir die SPD fordert schon lange den Mindestlohn, von bis zu 8€ war die
> Rede; Entschieden zu wenig,
>
> Es muss gewährleistet sein, dass man später nicht unter die
> bedarforientierte Grundsicherung fällt.
>
> Also damit man im Alter ohne soziale Zugaben leben kann.
>
> * min.10€ die Stunde, dann stimmt auch das untere Lohnniveau
> wieder.
> * Wer Vollzeit arbeiten geht, muss von seinem Lohn auch
> anständig leben können.
> * Wir brauchen einen Mindestlohn nicht nur für eine auskömmliche
> Rente, nein wir brauchen ihn auch damit unsere Kinder nach der
> Ausbildung menschenwürdiger leben können.
> * Alles hat seinen Preis, auch die Arbeit eines Menschen!
> * Nicht nur die Würde des Menschen ist unantastbar, nein, ich
> sage, auch dessen Arbeit mit dem dazugehörigen Lohn, und dahin
> müssen wir kommen.
>
> Was wird durch Mindestlohn erreicht?
>
> Mehrere notwendige UNABDINGBARE Ziele werden erreicht:
>
> 1. Der Abstand zu Hartz IV wäre gegeben.
> 2. Die Rentenleistungen wären im Alter auskömmlich.
> 3. Altesrarmut wird minimiert.
> 4. Die Renten werden dadurch langfristig gesichert.
> * Kinderarmut, Sozialschwachheit, Einheitsrenten oder
> Altersarmut, dies alles ist ohne Mindestlohn vorprogrammiert.
>
> So wie es einen Mindestlohn nach unten, muss es auch nach „oben“ ein
> Limit geben.
>
> Deshalb fordere ich die Kopplung von Managergehältern am Arbeiterlohn.
> „Durch Kopplung an den gering bezahltesten Mitarbeiter im Unternehmen
> stellen wir sicher, dass sich die Gehaltsschere in größeren
> Unternehmen und Konzernen nicht weiter öffnet. So wie ich auf der
> einen Seite einen gesetzlichen Mindestlohn als unabdingbar ansehe, so
> benötigen wir auch eine Begrenzung nach oben. Die heutigen überzogenen
> Managergehälter sind sozial ungerecht und nicht für nachhaltige
> Wirtschaftsstrategien geeignet.
>
> Unter dem Motto „Im Gleichschritt mit den Arbeitern“ werde ich
> folgende Staffelung vorgeschlagen:
>
> „Bei einer Unternehmensgröße bis 500 Mitarbeitern erhalten Topmanager
> das 8fache des Durchschnittslohnes eines Fabrikarbeiters oder
> Angestellten im unteren Bereich, bei Unternehmensgrößen bis 5000
> Mitarbeitern das 10-bis 14fache und darüber hinaus das 15- bis
> 20fache.“ Durch dieses Angleichungsverhältnis sind dann auch
> Bonus-Zahlungen hinfällig.
>
> Beispiel: 30.00 Euro im Jahr Arbeiter
>
>
> Das 20fache ist dann 600.000 € und nicht wie heute Gehälter bis
> 10.Mio.€ im Jahr
>
> Dies ist besonders bei Lohnerhöhungen interessant:
>
> 5% von 30.000 € sind 1500 €
>
> 5% von 600.000 € sind 30.000 €
>
> Dadurch könnten auch Lohnverhandlungen einfacher werden!
>
>
>
> * Kurzarbeit läuft Mitte des Jahres aus -Anschlussregelungen
> schaffen-
> * Förderung der Ausbildungsplätze und die Ausbildung des
> Fachkräftenachwuchses. Es erfordert eine gemeinsame
> Anstrengung von Wirtschaft, Politik, Agentur für Arbeit und
> des Berufskollegs. Unseren Anteil werden wir leisten, indem
> wir bis zu 5000 zusätzliche Ausbildungsplätze mit hohem
> Praktikumsanteil öffentlich finanzieren für kleinere und
> mittlere Unternehmen.
>
> Dies ist sinnvoller als Arbeitslosigkeit zu finanzieren.
>
> * Der Insolvenzschutz für Auszubildende muss garantiert sein.
>
> Das heißt, die Ausbildung muss dann von anderen
>
> Betrieben oder nötigenfalls in staatlicher Trägerschaft
>
> fortgesetzt werden können.
>
>
>
> „Sozial aufgestellt, Kommunal und im Land“
>
> Bildung
>
> 1. U3 alle müssen einen Platz finden
> 2. Bildung ohne Zuzahlung
> * Kita bis zur Hochschule, Plus Meister und Techniker
> * keine Mehrklassengesellschaft, nicht nur
> Besserverdienende
> 3. nach der Schule-Ausbildungsgarantie
>
>
>
> · Landespersonalvertretungsgesetz; hier Rückkehr zur guten
> Altenregelung und Stärkung der Mitbestimmung durch Optimierung des
> Gesetzes
>
>
>
> * ausgeglichene Energiepolitik
>
> 1.stetiger Ausbau der erneuerbaren Energien
>
> Es werden neue Arbeitsplätze in NRW entstehen durch die Nutzung von
> Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse.“
>
> 2. Wertschöpfungskette – Die heimischen Energiequellen sollten
> konsequent genutzt werden und die Braunkohle weiter planmäßig abgebaut
> werden. Um aber eine saubere und sinnvolle Kohlenutzung zu
> gewährleisten benötigen wir dringend neue hoch effiziente Kraftwerke
> mit Kraft-Wärme-Kopplung.“
>
>
>
> 3. beschämend in ist in NRW – was erneuerbare
>
> Energien beträfe – im Ländervergleich an 12. Platz.
>
> „Es gilt, Hemmnisse abzubauen. Dazu ist ein
>
> Repowering, also Windanlagen der 1. Generation
>
> durch neue, leisere ersetzen, zwingend erforderlich.
>
>
>
> * „Nein zu Kopfpauschale“ -sozial ungerecht-
> 1. alle zahlen gleich
> 2. Arbeitgeber zahlt nicht zu
> * Wir wollen die Bürgerversicherung
>
> Darin tragen nach Höhe des Gesamteinkommens alle zur Finanzierung des
> Gesundheitswesens bei, Gesunde stehen für Kranke, Starke für Schwache
> ein.
>
> Alle zahlen ihren Anteil, auch der Arbeitgeber
>
>
>
> * NRW ist ein Industrieland
> 1. Das Mittelstandsgesetz wurde gestrichen, kein neues;
> Schaffung eines neuen Mittelstandgesetzes mit der
> Vergabe eines Gütesiegels für mittelstandsfreundliche
> Kommunen, das den Gemeinden Anreize bietet, Aufträge
> an Anbieter vor Ort zu vergeben.
>
>
>
> Finanzausgleich und Finanzierung
>
>
>
> * Die Haushalte in den Kommunen sind finanziell sehr stark
> eingegrenzt und nur bedingt handlungsfähig. Deshalb muss es
> dringend eine finanzielle Neuverteilung geben. Hier müssen
> Bund, Land, Kreis und Kommunen einbezogen werden.
> * Solidarbeitrag - muss nach Bedürftigkeit anstatt nach
> Himmelsrichtung gezahlt werden.
> * CO2 –Abgabe - ab 2013 werden Immissionszertifikate pro Tonne
> CO2 zu 100% und von den Betreibern bezahlt werden müssen; hier
> die Forderung der Zurückzahlung an die Bundesländer, die die
> Verursacher sind.
>
>
>
>
>
> „Wir die SPD wollen eine Gesellschaft, in der Solidarität,
> Menschlichkeit, Fairness, Respekt, beste Bildung für alle Kinder und
> Chancengleichheit Vorfahrt haben“
>
>
>
>
>
> Ich stehe für soziale Gerechtigkeit :IMMER: und als verlässlicher
> Partner!
>
>
>
>
>
> Mit den besten Grüßen
>
> Peter Münstermann
>
>
>
> Vorsitzender der AfA Unterbezirk Düren
>
> Schlicher Str. 24
> 52379 Langerwehe
> Tel: 02423 2630
> Fax: 02423 5765
> Mobil 0173 5425722
>
> mailto:peter.muenstermann AT spd-online.de
>
>
>
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- Re: [Piraten Düren]Warum soll ein Piraten Sympathisant Sie wählen, Andreas Jendrzey, 08.05.2010
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