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dormagen - [Piraten Dormagen] Dormagen : Nachrichten, News, Bilder, Informationen, Infos - DORMAGO.de

dormagen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Ortsgruppe Dormagen (Nordrhein-Westfalen)

Listenarchiv

[Piraten Dormagen] Dormagen : Nachrichten, News, Bilder, Informationen, Infos - DORMAGO.de


Chronologisch Thread 
  • From: Holger Hänisch <holger.haenisch AT gmail.com>
  • To: Piraten Mailingliste Dormagen <dormagen AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [Piraten Dormagen] Dormagen : Nachrichten, News, Bilder, Informationen, Infos - DORMAGO.de
  • Date: Sun, 6 Apr 2014 19:23:44 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/dormagen>
  • List-id: "Ortsgruppe Dormagen \(Nordrhein-Westfalen\)" <dormagen.lists.piratenpartei.de>

Title: Dormagen : Nachrichten, News, Bilder, Informationen, Infos - DORMAGO.de

http://www.dormago.de/rss_index.php?user_id=15288

Kommentar: Politik zu Lasten von Kindern

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Nicht immer sind politische Entscheidungen nachvollziehbar. In Dormagen schon lange nicht - weil die so genannte Jamaica-Koalition aus CDU, FDP und Grünen keinen Fettnapf auslässt und die von Peter-Olaf Hoffmann geführte Stadtverwaltung entweder hinein tritt oder weitere produziert. So ist es beispielsweise unverständlich, dass diese Koalition im Schulausschuss entgegen der ausdrücklichen Empfehlungen der Dormagener Grundschulleiterinnen und der zuständigen Schulaufsichtsbeamtin den Vorschlag ablehnte, eine weitere Klasse an der Christoph-Rensing-Grundschule in Horrem zu schaffen. Die Salvatorschule in Ückerath war im Gegenzug sogar freiwillig bereit, auf eine weitere Klasse zu verzichten. So wird es nun dazu kommen, dass die Grundschule in Horrem zwei Klassen mit jeweils mindestens 26 Schülern bilden muss - von denen viele besonderen Förderbedarf haben. Denn es gibt in Dormagen nur zwei Schulen, die Kinder im so genannten "Gemeinsamen Unterricht" unterrichten - die Christoph-Rensing-Schule und die Friedensschule in Nievenheim und Gohr. "Gerade dort, wo eine besonders intensive individuelle Förderung der Kinder notwendig ist - das ist unser Auftrag in den Schulen - werden sehr große Klassen gebildet" wunderte sich die Leiterin der Friedrich-von-Saarwerden-Schule in Zons als Sprecherin der Dormagener Grundschulen über die Vorgehensweise. Doch die nachvollziehbaren Worte von Renate Zündorf wurden von der Mehrheit des Schulausschusses ignoriert.

Einen weiteren unverständlichen Beschluss auf Kosten von Kindern drückte die Jamaica-Koalition wenige Tage später im Hauptausschuss durch. Das Land NRW will im Rahmen der Projektförderung „Soziale Stadt Horrem“ einen Lernort mit der Übernahme von bis zu 60 Prozent der Kosten fördern. Doch noch bevor erste Gespräche mit den Beteiligten geführt worden sind, will die CDU, dass in Horrem die Standards für den „Lernort Delrath“ zugrunde gelegt werden müssen. Es solle in Horrem kein „Luxus-Lernort“ entstehen. Dass in Horrem die Einrichtung eines Lernortes Bestandteil des Projektes "Soziale Stadt Horrem" sein soll und damit eine andere Zielsetzung verfolgt wird als in Delrath, scheint die Koalition nicht zu interessieren. In Delrath soll der Lernort nicht zuletzt den Erhalt der Grundschule trotz schwindender Schülerzahlen ermöglichen. Seit Monaten ist mit dem „Lernort Delrath“ aber auch der heftige und andauernde Streit zwischen Eltern, Betreuer/innen, Lehrkörper und politischen Fraktionen auf der einen und der Verwaltungsspitze auf der anderen Seite verbunden. Die Auseinandersetzung über Baupläne, Konzepte, Kommunikationsdefizite und mehr sind Beispiel eines unfreundlichen Vorgehens mit den Bürgern - noch bevor Grundschule, OGS und Kindergarten gemeinsam in dem Schulgebäude untergebracht sind. Ohne eine ernsthafte Überprüfung will die CDU die Übernahme der "Standards" für Horrem, auch weil die Delrather irgendwann den Horremern ihren Lernort neiden könnten. Welche Ohrfeige ist so ein Argument für die Delrather Eltern und welche Kurzsichtigkeit ist dies auf Kosten der Kinder!

Ebenfalls auf Kosten der Kinder geht das Dilemma um fehlende 125 Kita-Plätze. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann erweckt den Eindruck, dass er von dem Problem erst kurz vor der Wahl überrascht wurde. Aber er selbst hatte doch das Thema Demografische Entwicklung zur Chefsache erklärt, so dass er schon lange die Zahlen der voraussichtlich benötigten Kita-Plätze hätte kennen müssen. Gerade die Ü3-Kinder wurden ja schon vor geraumer Zeit geboren. Schlimm wäre es, wie inzwischen in Kreisen der Verwaltung kolportiert wird, dass die sich abzeichnende Kita-Unterversorgung für über Dreijährige dem Verwaltungschef als Vorwand dienen könnte, um kurz vor der Wahl Pluspunkte als Problemlöser zu sammeln - oder sogar potenziellen Gegenkandidaten zu schaden. Auch wenn dies unwahrscheinlich klingt, so passt eine solche Theorie zu all den Merkwürdigkeiten der Dormagener Kommunalpolitik in der bald endenden Ratsperiode.

Foto: © photophonie - Fotolia.com

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