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crew-hauptmann-von-koepenick - [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Private Mails - Umgang auf der Liste

crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Crew-hauptmann-von-koepenick mailing list

Listenarchiv

[Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Private Mails - Umgang auf der Liste


Chronologisch Thread 
  • From: Monika Belz <Loreena1968 AT gmx.de>
  • To: crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de, Bezirksmailingliste Treptow-Köpenick <berlin-treptow-koepenick AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Private Mails - Umgang auf der Liste
  • Date: Sat, 15 Oct 2011 21:01:11 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/crew-hauptmann-von-koepenick>
  • List-id: <crew-hauptmann-von-koepenick.lists.piratenpartei.de>

Hallo,


ich erhalte in letzter Zeit öfters Mails, die Themen auf der Crew-Liste oder Bezirksliste betreffen. Bitte nehmt zur Kenntnis, dass ich auf diese Art der Mails ab sofort nicht mehr antworten werde.

Wer was zu sagen hat, macht das transparent, wer mit mir nicht einverstanden ist, kann mir dies auch transparent mir an den Kopf werfen.


Danke

Moni

... zum Nachdenken einen Beitrag den ich letztes Jahr im Dezember verfasst habe, für jeden, der meint, andere ändern zu müssen und hinter jeder Kritik gleich eine Anfeindung zu sehen: Nicht mehr aktuelle Passagen,die sich auf damalige Ereignisse beziehen, sind gestrichen.


1. Kritik üben

Grundsätzlich ist Kritik jedem - zumindest in den ersten Augenblicken - erstmal unangenehm. Stimmt, dennoch hilft Kritik sich selbst zu verbessern und nicht seinen weiteren Weg in der sogenannten "Betriebsblindheit" zu verbringen. Es wäre sehr viel gewonnen, wenn der Kritisierte sich unabhängig von der Art und Weise, in der die Kritik erfolgt, über den Grund klar wird. Keine Kritik erfolgt so richtig grundlos. Wenn man sich dessen bewusst wird, kann man auf jede Kritik - wiederum unabhängig von der Form - souverän reagieren. Was ich damit sagen will, es ist nicht nur auf den Kritisierenden zu achten, sondern auch auf den, der kritisiert wird, dessen Reaktion kann ebenfalls Eskalation bewirken.

Klarer: Man kann sich über die Art und Weise von Kritik streiten, diese ist durchaus verbesserungswürdig, aber die Kritik bleibt, die Frage bleibt.

2. Zeitpunkt Kritik

Je näher die Kritik an dem Zeitpunkt der abhängigen Situation erfolgt, desto besser, weil sich alle noch der Situation bewusst sind und sich nichts aufstaut.

Klarer: Wenn Kritik aufkommt, dann möglichst zeitnah und möglichst direkt und nicht über jemanden schreiben, der das u.U. gar nicht liest.

3. Schutzfunktion

Als Außenstehender sehe ich zwei verschiedene Ansichten und keine hat ein Recht auf Wahrheit oder Lüge, weil es subjektive Einschätzungen sind. Da wir Menschen und keine Maschinen sind, unterliegen wir dem Zwang der Parteinahme und möchten vermeintlich Schwächere in Schutz nehmen.

Klarer: Wir werden je nach Informationslage immer für jemanden Partei ergreifen, die Schwierigkeit liegt in der Wertung der daraus resultierenden Ansicht, Zurückhaltung zu Gunsten der Klärung der Beteiligten ist empfehlenswert.

4. Reden über Dritte statt mit Ihnen

Es ist einfach, jeden den man direkt anspricht, in CC zu setzen, dann kann man sich zumindest sicher sein, dass jeder die Information erhält. Darüber hinaus halte ich nicht gerade viel davon, wenn man über die Liste etwas anspricht, ohne VORHER direkt mit den Betreffenden gesprochen zu haben. Die Möglichkeit einer reflektierenden Einstellung fehlt.

Klarer: Eine vermeintliche Öffentlichkeit beschränkt sich auf die Anzahl der Leser und ist nicht unbedingt transparent, jeden direkt ansprechen sollte Mindestmaß sein.

5. Klare Aussagen.

In letzter Zeit kann man vermehrt feststellen, dass etwas auf die Liste geworfen wird, wo Nicht-Beteiligte nur Fragezeichen im Kopf haben. Sinnvoller ist es, unter Beachtung Punkt 4, die Situation zu schildern, mit der man nicht einverstanden ist, beugt Fehlinterpretationen, Einsatz von Schutzfunktion, Missverständnissen etc. vor. Da gibt es zwei Möglichkeiten, je nach Temperament. Klar und deutlich, dass es jeder versteht oder in erklärender Weise

Klarer: Wer Feedback möchte, muss die Informationen klar und nachvollziehbar darstellen. Vermeiden von versteckten Andeutungen, Interpretationen ohne Nachfrage ist wünschenswert.

Noch klarer: Situation zweifelsfrei schildern, Betreffende direkt benennen, sicherstellen, dass sie Info erhalten, eigenen Post nochmal ansehen, ob man nicht zu subjektiv ist.


6. Stärken und Schwächen

Die hat jeder und wenn man sich selbst seiner Schwächen bewusst wird, kann man die Stärken anderer erkennen. Niemand ist nur aggressiv, nur laut oder nur "stark", das ist situationsbedingtes Verhalten. Eigentlich hätten wir die Möglichkeit, wenn wir uns dessen bewusst werden, uns gegenseitig zu ergänzen, jeden nach seinen Stärken einzusetzen und seine Schwächen dabei zu berücksichtigen. Machen wir aber nicht :(. Was erfolgt ist, dass Schwächen vorgeworfen werden, die man teilweise selbst hat. Ich würde mir das mehr Selbstkritik wünschen, was hat der einzelne zur Situation beigetragen, lohnt es sich ein Fass aufzumachen oder geht man einfach mal auf die Betreffenden zu, ohne etwas breit zu treten.

Was ich nicht möchte und das kann ich nur nochmals 100 x betonen, dass wir so die interne Kommunikation instrumentalisieren, dass wir bei einer Form anlangen, in dem offene Kritik nicht mehr möglich ist. Dabei ist es mir im ersten Moment schlichtweg egal, wie die geäußert wird, solche Hinweise kann man immer geben, aber es geht doch um den Grund der Kritik, den man dann irgendwann in Umschreibungen nicht mehr erkennen kann, nur weil man ausgesprochen höflich sein will. Es ist wie immer, alles hat zwei Seiten, man kann seine Kritik offen und direkt gestalten und man kann Kritik auch als das annehmen was sie ist, einen Hinweis, dass vielleicht etwas schief läuft, Erklärungsbedarf besteht oder was auch immer.

Klarer: Der Sinn der Kritik ist selbst dann nicht in den Hintergrund zu drängen, wenn man mit der Art und Weise nicht einverstanden ist.

7. Soziologische und Psychologische Betrachtungen

Bitte diesen dann doch den Fachleuten überlassen und nichts, wirklich nichts damit begründen oder andeuten. Es kann nur schief gehen, weil diese Art von Bemerkungen eher einen abwertenden Charakter haben und sehr gut und direkt treffen. Weiterhin wird regelmäßig bei dieser Art der Argumentation vergessen, in den Spiegel zu schauen. Soziologische Studien und Psychologische Betrachtungen sind allgemein und nicht auf den Einzelfall anzuwenden, jeder Anwendungsversuch endet damit, dass man der Ansicht ist, sich dies erlauben zu können, weil man sich ein Bild gemacht hat, anhand der Informationen die zur Verfügung stehen, dieses ist immer und in jedem Fall unvollständig.

Klarer: Einfach drauf verzichten.


8. Streit

Wenn wir den Begriff für uns als Disput werten und davon ausgehen, dass im Grundsatz niemand den anderen abwerten will, aber auf Fehlentwicklungen, Verbesserungsbedarf hinweisen will und jeder eben unterschiedlich kommuniziert, gäbe es weniger Diskussion darüber, warum wer wie und wann gehandelt hat. Jedem sollte zu jedem Moment klar sein, dass wir eine Partei sind, wir aber so unterschiedliche Individuen sind, dass es schlichtweg unmöglich ist, uns mit unseren verschiedenen Herangehensweisen und Ansichten zu jedem Thema unter einen Hut zu bringen. Geht nicht, braucht niemand versuchen, weil gerade dass es ist, was uns ausmacht, wir verfolgen keine Ideologie im herkömmlichen Sinne, wir versuchen für anstehende Probleme Lösungen zu finden und lassen jeden zu Wort kommen. Auf diese Verfahrensweise sollten wir nicht verzichten, um keinen Preis der Welt.

Klarer: Streit ist Disput und sollte dazu dienen, Fehlinformationen zu vervollständigen, Fehlentwicklungen und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.

9. und ENDE

Einfach mal öfters nachdenken, bevor man schreibt und es kann auch nichts schaden, wenn man sich vorher bei anderen Piraten mehr Infos holt.

Klarer: Informieren, Nachdenken, Schreiben, nochmal Lesen, nochmal Überlegen, ob Post sinnvoll ist und DANN absenden.



  • [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Private Mails - Umgang auf der Liste, Monika Belz, 15.10.2011

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