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brb-mol - Re: [Brb-mol] * Treffen am 14.04.2014

brb-mol AT lists.piratenpartei.de

Betreff: ML der Märkisch-Oderland Piraten

Listenarchiv

Re: [Brb-mol] * Treffen am 14.04.2014


Chronologisch Thread 
  • From: "Johannes Wirth" <johannes.wirth AT wirthwirth.com>
  • To: 'ML der Märkisch-Oderland Piraten ' <brb-mol AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Brb-mol] * Treffen am 14.04.2014
  • Date: Sun, 13 Apr 2014 17:52:53 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/brb-mol>
  • List-id: ML der Märkisch-Oderland Piraten <brb-mol.lists.piratenpartei.de>

Keinen Baustopp? Das sieht man aber bei unserer AG Bau anders.

Zitat von Thomas Langen vom Mo 07.04.2014, 14:05 Uhr, auf der ML der AG PrÖA:
[...]
Die Forderung nach Baustopp ist die zulässige und beabsichtigte Quintessenz
der Aufgabe des BER als Zentralflughafen (1.) und der Ablehnung des Ausbaus
(2.)
[...]

Da wird munter in die Anträge hineininterpretieren und im Nachhinein nach
belieben zurechtgebogen. Ganz nach der Manier von Politikern. Früh übt sich
anscheinend wer einer werden will. Solche Politiker haben wir aber schon
genug. Davon brauchen wir nicht noch mehr.

Irgendjemand hatte sich dann anscheinend auch noch befleißigt gefühlt der
Presse vorzuschwindeln wir hätten ca. 1.300 statt ca. 1.000 Mitglieder.
http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/04/piraten-bb-fordern-ber-baustopp-.html

Von den ca. 1.000 Mitgliedern sind dann auch nur noch ca. 112
stimmberechtigt. Der Rest sind Karteileichen.

Fachlich keine Ahnung und auch noch falsche Angaben machen. Das ist der
Eindruck, den ich dem Stream und der Presse zum LPTBB14 entnehmen konnte.

Beispiele:

Auf dem LPT gab es Redner die behaupteten ein Baustopp ist erforderlich, weil
man z. B. erst jetzt wüsste, das man zusätzliche Datenkabel in
Leitungsschächte verlegen müssten, die dafür nicht geeignet sind.

Deshalb stellt man keinen Bau ein. Würde man dieser laienhaften Logik folgen,
dann gäbe es in Deutschland keine einzige Werkhalle mehr die aus alter
Bausubstanz stammt.

Werkhallen werden STÄNDIG umgebaut. Alte Fertigungsstrecken werden
ausgelagert, neue installiert. Drehbänke und Fräsen werden durch CNC
Arbeitszentren und Roboter ersetzt, computergesteuerte Galvanikanlagen
eingebaut und vieles mehr. Dazu müssen in den Werkhallen die baulichen
Voraussetzungen geschaffen werden. Nicht selten ist die Bausubstanz aus den
Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg und Originalpläne spätestens seit 1945 nicht
mehr vorhanden.

Niemand käme auf den Gedanken eine Werkhalle abzureißen, nur weil er keine
Bestandspläne hat und nicht weiß, wo er z. B. Datenkabel verlegen soll. Würde
er in verantwortlicher Position in einem entsprechenden Entscheidungsgremium
solch ein Ansinnen äußern, dann kann er sich sicher sein das er auf dem
Heimweg am Werkstor seinen Büroschlüssel für alle Zeiten abgeben darf.

Nicht selten ändern sich dann auch die Anforderungen an den Brandschutz.

Die neueste Sau, die man durch den BER treibt, ist die Aussage, dass man so
doof gewesen wäre und versucht hätte das Rauchgas durch den Keller zu
entlüften anstatt über Dach. Wo doch jeder weiß das warme Luft nach oben
steigt.

Kann der fachliche Laie so sehen, wenn er keine Ahnung davon hat.

Richtig ist das Rauchgas sehr heiß ist und auf nützlichem Wege nach oben
steigt. Aber genau das ist es, was man beim BER offensichtlich verhindern
wollte. Und das versucht man nicht erst seit dem BER so. Eine solche
Rauchgasentlüftung nennt man maschinelle Entrauchung mit Brandgasventilatoren
und wird so z. B. im Tunnelbau oder bei U-Bahnhöfen eingesetzt, wo thermisch
nach oben steigende Rauchgase die Fluchtwege versperren können. Man denke z.
B. an die Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun, Londoner Station Kings
Cross oder Mont-Blanc-Tunnel und leider einige mehr. Mit einer durchdachten
maschinellen Entrauchung hätte man dort Menschenleben retten können.

Im Hallenbau kann man mit einer maschinellen Entrauchung verhindern das
unkontrolliert nach oben steigende extrem heiße Rauchgase die
Tragkonstruktion des Daches thermisch zerstören und somit die Konstruktion
zum Einsturz bringen. Das kann man z. B. erreichen, wenn man mit Hilfe von
Unterdruck über brandgeschützte Kanäle im Keller die Rauchgase kontrolliert
ins Freie leitet.

Und was den Laien jetzt vielleicht überrascht, die maschinelle Entrauchung
ist effektiver als die natürliche Entrauchung. Weil man so konstant das
Rauchgas ableiten kann. Bei einer natürlichen Entrauchung steigt mit
zunehmender Temperatur die angesaugte Luftmenge, was zu einer
Brandbeschleunigung führen kann. Dazu auf Nachfrage gerne mehr.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen das anerkannte Ingenieurbüros nicht mal im
Traum daran denken Aufträge für den BER zu übernehmen. Gegenwärtig kann man
beim BER nur verlieren und damit seinen Ruf schädigen. Der Druck, der auf den
Entscheidungsträgern lastet, ist enorm. Da braucht es dann vielleicht schon
Leute mit den entsprechenden "menschlichen" Qualifikationen, die sich sagen,
egal was ist, Hauptsache ich stecke das Honorar ein. Fachliche Qualifikation?
Gute Frage.

Aus meiner Sicht wäre es richtig aufzuhören ständig die Entscheidungsträger
auszutauschen und wenn man versuchen würde den Druck aus dem Projekt
herauszunehmen.

Wir Piraten hätten uns für eine realistische Lösung einsetzen sollen.

1. Den BER fertig bauen und in einem für die Anwohner verträglichen Masse
betreiben. Macht man beim SXF ja heute schon.

2. Anstelle einer dritten Landebahn einen zweiten Flugplatz bauen, der zur
Entlastung vom BER und für einen weiteren Ausbau geeignet ist. BER als
national und den zweiten Flugplatz als international betreiben. Macht man z.
B. in Washington DC auch nicht anders.

Es gibt in Europa und darüber hinaus keine Hauptstadt die nur einen einzigen
Flughafen hat. Googelt mal.

So würde man keine bereits verbauten Steuergelder in Milliardenhöhe aus dem
Fenster werfen. Was wir aber jetzt fordern, ist Populismus.

Gruß

Johannes





Von: brb-mol-bounces AT lists.piratenpartei.de
[mailto:brb-mol-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag von gaby.unbekannt
Gesendet: Samstag, 12. April 2014 12:15
An: ML der Märkisch-Oderland Piraten
Betreff: Re: [Brb-mol] * Treffen am 14.04.2014

Hallo Rolf,

sorry...aber hast du die Anträge gelesen? Du wirst keinen Antrag auf
"Baustopp" finden; auch haben wir keine 1300 Mitglieder.
Entweder war der- oder diejenige schlecht informiert und hat den Medien Mist
mitgeteilt oder die Medien haben das erfunden.
Es mag bei der Betrachtung der Anträge insgesamt zum BER zu Irritationen
kommen aber das ließe sich durchaus aufklären...nur, wer ist dafür
verantwortlich? Für die Klärung, meine ich...

Gruß Gaby Unbekannt

--
Diese Nachricht wurde von meinem Android Mobiltelefon mit GMX Mail gesendet.


Rolf Ignaz <r.ignaz AT piratenbrandenburg.de> schrieb:
Hallo Rico,

- betr. Wiedereintritt in der Pp. Da schon einmal ein Aufnahmeantrag gestellt
und dieser abgelehnt wurde, muss tatsächlich lt. Satzung der BuVo mit
zustimmen, allerdings nicht ohne Anhörung der aufnehmenden Gliederung. Durch
die Handlungsunfähigkeit des BuVo wird es wohl noch ne Weile dauern. Der
Vorstoß der LaVo wollte wohl, allerdings mit Ungeschick, darauf aufmerksam
machen. (Auch Piraten können sich mal in Diplomatie üben :-D )
- Zum Bauvorhaben L33, werde ich am 14.04. mehr erfahren und zum "Baustopp"
BER hätte ich dagegen gestimmt, obwohl mir die ganzen Ungereimtheiten in
dieser Sache stark auf die Nerven gehen, war aber zu diesem Zeitpunk aus
Gründen nicht mehr dabei.
Da der Antrag für den Baustopp demokratisch „mit überwältigender Mehrheit”
von den ca. 30 Anwesenden aus den angeblich 1.300 Mitgliedern in Brandenburg,
verabschiedet wurde, wird es die Partei auch noch überleben müssen. Böse
Piratenzungen meinen leider, dass auch schlechte Presse eine gute Presse sei.
:'( Es ist eben alles schwierig.

VG. rolf





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