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berlin-crew-urbanauten - [berlin-crew-urbanauten] Pressemitteilung der Initiative Schloss-Freiheit

berlin-crew-urbanauten AT lists.piratenpartei.de

Betreff: ML der berliner Crew der Urbanauten (Kreuzberg)

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[berlin-crew-urbanauten] Pressemitteilung der Initiative Schloss-Freiheit


Chronologisch Thread 
  • From: "Ernst Wolf" <abee AT archinaut.de>
  • To: <berlin-crew-urbanauten AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [berlin-crew-urbanauten] Pressemitteilung der Initiative Schloss-Freiheit
  • Date: Mon, 30 Sep 2013 23:28:39 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/berlin-crew-urbanauten>
  • List-id: "ML der berliner Crew der Urbanauten \(Kreuzberg\)" <berlin-crew-urbanauten.lists.piratenpartei.de>

 

Hallo Urbanauten,

 

zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2013 werden wir vor der Baustelle des Berliner Stadtschlosses von 14.00 bis 18.00 Uhr eine Mahnwache halten.

 

 

Dieses Schloss spaltet Deutschland!

Bis heute hat niemand glaubhaft vermittelt, warum ein Denkmal für den Sieg der Westdeutschen über die Ostdeutschen so ähnlich aussehen muss wie das finstere alte Schloss und über eine halbe Milliarde Euro kosten muss.

 

Deswegen wiederholen wir unsere drei Forderungen:

 

Stopp Beton!

Die große Mehrheit der Berliner will kein Geld für das Bauwerk oder seine Fassade spenden. Die eingetriebenen Spendenmittel reichen bei weitem nicht aus, das Vorhaben zu realisieren

Wir fordern, alle Arbeiten sofort einzustellen!

Stopp Verödung!

Als der Bundestag im Jahr 2002 die Entscheidung zum Wiederaufbau traf, war die heutige Belastung der öffentlichen Haushalte nicht abzusehen. Der Bau, aber auch Betrieb und Unterhalt des geplanten Humboldtforums binden erhebliche Mittel und schaden daher der Vielfalt der Berliner Kulturszene.

Wir fordern, keine Steuermittel für das Humboldtforum einzusetzen!

Stopp Sozial-Vereisung!

Die Berliner wünschen sich eine behutsame, partizipative und dezentrale Stadtentwicklung, damit die Chancen für alle Bewohner gerecht verteilt sind, nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch bei den Nachbarn in Europa.

Wir prangern an, das in der Bundeshauptstadt ein Nationaldenkmal für eine halbe Milliarde Euro oder mehr gebaut wird, während überall in Europa Löhne, Renten sowie Kultur- und Sozialausgaben gekürzt werden sollen!

 

Wir wollen aus der Geschichte lernen. Das bedeutet nicht, dass wir sie wiederholen müssen!

 

Warum steht das Berliner Stadtschloss nicht mehr?

Über fünfhundert Jahre lang beherrschte die Zwingburg der Hohenzollern eine sumpfige Spree-Insel im Urstromtal, die früher Treffpunkt aller heimlichen Liebschaften der Zwillingsstadt Berlin-Cölln gewesen sein mag, zentral gesetzt zum Eintreiben von Steuern, wuchs zur barocken Residenz und zu wilhelminischem Wahn. Das schwer beschädigte Schloss wurde nach dem zweiten Weltkrieg gesprengt, die DDR-Regierung errichtete an dieser Stelle ein repräsentatives öffentliches Gebäude, den „Palast der Republik“ (PdR).

Erst durch die gemeinsame Anstrengung von zwei deutschen Staaten (DDR und BRD) konnte die Spreeinsel endlich von allen Schlössern und Palästen befreit werden.

 

 

Symbolischer Akt der Schlossvernichtung

Aus dem Abriss der verhassten Mauer resultierte nicht zwangsläufig die Beseitigung des „Palazzo Prozzo“, wie der PdR im Ost-Berliner Volksmund genannt wurde. Aber die Asbestsanierungen wurden als Alibi für tiefgreifende, irreversible Zerstörungsmaßnahmen  genutzt. Eine endgültige Beseitigung des PdR war aber nur mit einer Perspektive für einen Nachfolgebau durchsetzbar.

 

Alle müssen bezahlen, was wenigen nützt!

Gespannt sind wir auf des Ergebnis der Ausschreibung, die vor kurzem auf der Website der Stiftung als Bauherr veröffentlicht wurde: Beratungsleistungen zum Facility Management… mithin Leistungen zum Betreiberkonzept, zum Wartungskonzept und zum Organisationskonzept.

Warum muss die öffentliche Hand mehr als eine halbe Milliarde vorstrecken, um die privaten Geschäftstätigkeiten vorzubereiten? Wie betreibt man ein Nationaldenkmal? Wir dürfen gespannt sein, ob der HOCHTIEF-Konzern auch diese Ausschreibung gewinnt…

 

 

 

 

V. i. S. d. P.:             Arthur Kaiser und Ernst Wolf Abée für die Initiative Schloss-Freiheit

c/o Ernst Wolf Abée, Pf. 61 03 80, 10926 Berlin, abee AT archinaut.de, mob. 0170-474 22 29

 

 

 

 



  • [berlin-crew-urbanauten] Pressemitteilung der Initiative Schloss-Freiheit, Ernst Wolf, 30.09.2013

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