ag_studentenverband AT lists.piratenpartei.de
Betreff: AG Studentenverband
Listenarchiv
- From: Marc Großjean <marc.gr99 AT gmx.de>
- To: AG Studentenverband <ag_studentenverband AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten
- Date: Sun, 31 Aug 2014 22:16:59 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag_studentenverband>
- List-id: AG Studentenverband <ag_studentenverband.lists.piratenpartei.de>
Hi,
ich bin zwar was HoPo angeht seit 2 Jahren a.D., lese aber teilweise noch passiv mit, was sich so tut :). Da um Feedback gebeten wurde, gebe ich aber gerne etwas.
Grundsätzlich zum organisatorischen, wieviele HSGs sind hier überhaupt in welcher Form eingebunden? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass inzwischen hier ein Großteil einfach nicht mehr erreicht wird. Ich hatte diese Liste damals bei uns erwähnt (und zumindest einer aus dem Saarland liest hier auch noch mit), ansonsten dürfte aus dem Saarland aber niemand hier drauf stehen. Grundsätzlich müssten erstmal alle HSGs nochmal hier eingespannt werden, wenn möglich aus mit mehreren Vertretern, sprich alle HSGs suchen und auf deren MLs darauf hinweisen. Zumindest im Saarland war ich lange Zeit der einzige, der dort überhaupt auf die Existenz dieser Liste hingewiesen hat.
Falls das irgendwie im Hintergrund alles laufen sollte, ignoriert diesen Punkt.
Persönlich kann ich nur die etwas harte Aussage treffen, dass eine vernetzte Hochschulpolitik extrem schwierig und zeitfressend ist und auf Grund der föderalen Struktur und den jeweils völlig unterschiedlichen Begebenheiten an den einzelnen Unis kaum sinnvoll umsetzbar ist.
Überall sind die Strukturen und Möglichkeiten völlig anders. Was an der einen Hochschule kein Problem ist, geht an der anderen nicht und Prozesse sind kaum sinnvoll zu übertragen, da aus meiner Erfahrung überall alles mit den handelnden Personen steht und fällt.
Vielleicht etwas konkreter. Ich habe 2010 die HSG an der Uni im Saarland gegründet. Damals hatte mir diese Liste viel geholfen, weil wir einerseits kostenlose Wahlplakate für die Wahl bekommen haben und andererseits bei bereits gegründeten Hochschulgruppen gucken konnten, was diese im Wahlprogramm hatten, um unseres erarbeiten zu können. Das dürfte beides heute aber kaum noch eine Rolle spielen. Heute wäre es höchstens noch sinnvoll, eine zentrale Seite zu haben, auf der man zu allen existierenden Wahlprogrammen kommt, um eventuelle Neuerungen zu finden.
Danach war bei uns die Wahl, wir sind auf Anhieb in den AStA gekommen und ich war auch für 1 1/2 Jahre AStA-Vorsitzender bei uns. Alles was ich damals wissen musste, habe ich über meine Amtsvorgänger erfahren, die sich mit den Strukturen an der Uni vor Ort auskannten. Außer ein paar allgemeinen Tipps (Ihr wollt den Senat dominieren? Tut euch mit den beiden Personalräten zusammen und das Präsidium kann nichts mehr gegen euren Willen im Senat durchbringen) wüsste ich auch nicht, wie ich mit meinen Erfahrungen helfen könnte, dafür ist jede Hochschule zu verschieden.
Während meiner Vorsitzzeit hatte ich dazu schlicht auch nicht die Zeit für Vernetzungstreffen, das war damals ein 40-80 Stundenjob in der Woche plus mein Studium. Wir hatten mehr als genug Probleme und Projekte vor Ort, womit ich völlig ausgelastet war.
Aus unserer (AStA) Sicht war damals auch nur eine Vernetzung innerhalb des Saarlandes wichtig, um gegenüber der Landesregierung möglichst einheitlich zu sprechen. Bundesvernetzung hat eigentlich kaum stattgefunden, primär aus Zeitgründen bzw. der Zeit/Nutzenabwägung. Wir haben eher konkret andere Asten direkt kontaktiert, wenn wir von ihnen etwas konkretes gebraucht haben und ein neues Projekt starten wollten (z.B. Einführung eines studentischen Vizepräsidenten).
Zumal unterm Strich die wirklichen Gestaltungsmöglichkeiten nur gegeben sind, wenn man am AStA beteiligt ist, im besten Fall noch als (Mit)Vorsitzender. Wahlkämpfe, zumindest bei uns, laufen sowieso nur darauf hinaus, wer die meisten Leute kennt bzw. die Kandidaten mit dem größten Bekanntenkreis hat. Bei uns sind (grobe Schätzung nach 5 Stupa-Wahlkämpfen) 40% der Wähler parteipolitisch verortet und wählen die HSG "ihrer" Partei, 40% wählen über Freunde/Bekannte und 20% informieren sich wirklich. Während des Semesters kann man viele gute Aktionen starten, wenn man nicht im AStA ist, das ist allerdings eine unglaubliche Arbeit mit kaum Ertrag, was daher sehr schnell in Frust umschlägt, da es zumindest bei uns auch die kommenden Wahlen nur minimal beeinflusst hat.
Ich kannte die Vernetzungstreffen auch von anderen Hochschulgruppen (LHG und Jusos), dort wurden sie eher als sehr schöner socialising event gesehen, viel produktives wurde aber auch da selten mitgenommen.
Ich möchte aber jetzt die Idee nicht mies reden, ich habe auch lange überlegt, ob ich das schreiben soll. Aber ich finde unterm Strich ehrliches Feedback dann doch wichtig. Es ist ja auch nur meine persönliche Meinung. Also nehmt mir meine doch recht pragmatische Meinung nicht zu sehr übel :). Zumal das Hauptproblem einfach in Zeitmangel liegen dürfte. Ich vermute das es überall ähnlich ist, dass wenige aktive das ganze am Laufen halten, die dadurch aber alle extrem eingespannt sind. Also so schön ich eine bundesweite Vernetzung finden würde, so sehr hat mir in der aktiven Zeit die Zeit dafür gefehlt.
Vielleicht wäre es auch erstmal sinnvoll, zu besprechen, was man genau mit der Vernetzung erreichen möchte und ob man bei bestimmten Punkten eine kritische Masse von interessierten erreichen kann, die daran mitarbeiten möchten. Eine Patentlösung habe ich aber auch nicht, sollte ja nur mal ein Feedback sein.
Gruß
Marc
Am 31.08.2014 um 20:33 schrieb Lara Pszenny:
Liebe Student*innen,
wie letzten Monat auch saßen wir heute wieder nur zu dritt im Mumble. Ich bin
ein bisschen enttäuscht, dass so wenig Interesse an der Vernetzung von
Hochschulpolitik besteht. Könntet ihr uns vlt bitte ein bisschen Feedback
geben, warum ihr nicht in in die Mumble Sitzungen kommt?
Liegt es am Termin? Oder kommt ihr mit dem Programm Mumble nicht zurecht?
Oder habt ihr in der vorlesungsfreien Zeit keinen Nerv für Hochschulpolitik?
Oder habt ihr generell kein Interesse an Vernetzter Hochschulpolitik?
Liebe Grüße,
Lara
Am 27.08.2014 um 16:03 schrieb Rob Wessel <johnlocke.rob AT googlemail.com>:
Wie jeden letzten Sonntag im Monat wollen wir uns auch am 31.08. um 20
Uhr im Mumble der YPE treffen und uns über unsere Arbeit an den Unis und
Hochschulen austauschen.
Unsere Tagesordung für Sonntag:
TOP 1: Vorstellungsrunde
TOP 2: Bericht der HSG
TOP 3: Infrastruktur: Wie solls laufen?
TOP 4: Wollen wir ein Reallife-Treffen planen?
TOP 5: Welche HoPo Themen sind an euer Uni wichtig?
TOP 6: Politische Bildung
Infos zum Mumble findet ihr hier: https://wiki.junge-piraten.de/wiki/Mumble
lg Rob
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- [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten, Rob Wessel, 27.08.2014
- Re: [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten, Lara Pszenny, 31.08.2014
- Re: [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten, Jonke Suhr, 31.08.2014
- Re: [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten, Marc Großjean, 31.08.2014
- Re: [Studenten] Vernetzungstreffen der Hochschulpiraten, Lara Pszenny, 31.08.2014
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