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ag-waffenrecht - Re: [Ag-waffenrecht] Standpunkt Angelika Hellmann BAMS

ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der AG Waffenrecht

Listenarchiv

Re: [Ag-waffenrecht] Standpunkt Angelika Hellmann BAMS


Chronologisch Thread 
  • From: Katja Triebel <katja AT triebel.de>
  • To: Waffenrecht <ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Ag-waffenrecht] Standpunkt Angelika Hellmann BAMS
  • Date: Tue, 28 Oct 2014 11:18:23 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-waffenrecht>
  • List-id: Mailingliste der AG Waffenrecht <ag-waffenrecht.lists.piratenpartei.de>

Internationale Vergleiche sind immer schwierig. Aber man kann pro Land
vergleichen - immer bezogen auf den Anteil auf 100.000 Einwohner (nicht die
tatsächliche Anzahl).

So sind in England die meisten Schusswaffenmorde in London, wo die geringste
legale Waffendichte ist. Und die wenigsten Schusswaffenmorde gibt es da, wo
die höchste Waffendichte ist.

Sieht in Deutschland ähnlich aus: Berlin hat die geringste Waffendichte und
eine hohe Mordrate, Saarland hat hohe Waffendichte und geringere Mordrate.
Es bleibt dabei : Stadt-Land-Problem.

Wenn man nach den USA schauen will, dann sollte man sich maximal die
Kriminalitätsraten im Zeitvergleich eines Distrikts anschauen. Z.B. Detroit.

Detroit – Wenn mehr Bürger bewaffnet wären, würden sich Kriminelle zweimal
überlegen, bevor sie einen Angriff wagen, sagte Detroits Polizeichef James
Craig am Donnerstag. (Und Craig war 20 Jahre lang jemand, der am liebsten gar
keinen Waffenschein ausgestellt hätte - in Los Angeles. Erst in Maine hat er
mitbekommen, dass Waffenbesitz ein Benefit sein kann.)
Detroits Polizeichef: Legale Waffenbesitzer können Verbrechen verhindern
http://german-rifle-association.de/detroits-polizeichef-legale-waffenbesitzer-koennen-verbrechen-verhindern/


LG

Katja

Guten Tag charly.strolchi AT t-online.de,

am Dienstag, 28. Oktober 2014 um 09:39 schrieben Sie:

>  

>  

> Hallo!

> Bild am Sonntag, Ausgabe von vorgestern:

> Standpunkt Angelika Hellmann:

> Alle paar Monate schießt in Amerika ein Amoktäter um sich.
> Dieses Mal feuerte ein Jugendlicher in einer Schulcafeteria in
> Marysville auf seine Mitschüler. Und wie immer folgen den Schüssen
> Tränen des Entsetzens. Doch die USA dulden lieber all die Toten und
> Verletzten, anstatt endlich ihre Waffengesetze zu verschärfen. So
> bitter das für die Opfer ist: auch künftig werden in amerikanischen
> Baumärkten direkt neben Gartentrampolinen Pistolen und Gewehre
> verkauft. Dabei gibt es eine einfache Rechnung: mehr Waffen gleich
> mehr Amokläufe gleich mehr Tote.

> Erreichbarkeit von BAMS:
> leserforum AT bams.de

> Man bittet darum Briefe mit vollen Namen zu schreiben.

>  

> Diesbezüglich möchte ich hier einen solchen Brief bzw. eine solche Mail
> veröffentlichen:

>  

> "Sehr geehrte Damen und Herren,

>  

> in Ihrer Zeitung ist der Standpunkt von Angelika Hellmann nachzulesen:

>  

>>Alle paar Monate schießt in Amerika ein Amoktäter um sich. Dieses
>>Mal feuerte ein Jugendlicher in einer Schulcafeteria in Marysville
>>auf seine Mitschüler. Und wie immer folgen den Schüssen Tränen des
>>Entsetzens. Doch die USA dulden lieber all die Toten und Verletzten,
>>anstatt endlich ihre Waffengesetze zu verschärfen. So bitter das für
>>die Opfer ist: auch künftig werden in amerikanischen Baumärkten
>>direkt neben Gartentrampolinen Pistolen und Gewehre verkauft. Dabei
>>gibt es eine einfache Rechnung: mehr Waffen gleich mehr Amokläufe
>>gleich mehr Tote. <

>  

>  

> Sie denkt da genau so kurz wie die   „Innenexpertin“ der GRÜNEN,
> Irene Mihalic, die sich allein auf diese Arbeit stützt und wohl nur
> die Überschrift gelesen hat: (vgl.
> http://derstandard.at/1379291321776/Studie-Viele-Feuerwaffen-viele-Tote
> ).

>  

> Wenn lt. dieser Tabellen in der Schweiz und Finnland mehr
> Feuerwaffen auf 100.000 Einwohner (45,7 bzw. 45,3) kommen als in
> Südafrika, welches in der Besitz-Tabelle nicht einmal gelistet ist,
> Südafrika diese beiden Länder aber betreffs der Mordrate bei weitem
> überflügelt (9,41 : 3,84 resp. 3,64), und die Länder Schweden und
> Norwegen in der Deliktliste nicht einmal auftauchen, dann kann an
> der simplen Rechnung „Mehr Waffen = mehr Morde“ doch etwas nicht
> stimmen. Wäre die o.g. Formel korrekt, dann müssten beide Grafiken
> deckungsgleich sein. Es gehört aber schon viel Fantasie dazu, diese
> Deckungsgleichheit zu sehen.

>  

> Sollte man nicht besser die zahlreichen Studien beachten, die
> eigentlich überzeugend belegen, dass der legale Waffenbesitz eher
> eine kriminalitätsmindernde Wirkung hat (ich möchte hierzu nur an
> die Arbeit von John R. Lott and David B. Mustard, 'Crime,
> Deterrence, and Right-to-Carry Concealed Handguns' erinnern, die
> 1997 im The Journal of Legal Studies erschienen ist und der Daten
> aus 29 Jahren - von 1977 bis 2005 – zugrunde liegen. Es werden dazu
> die relevanten Daten von einzelnen Städten und Counties herangezogen
> und der Einfluss 11 verschieden ausgerichteter Waffengesetze
> betrachtet.)?

> Ich halte eine solche Arbeit, an der ja bekanntlich zwei
> Fakultäten der Universität Chicago beteiligt waren, für
> aussagekräftiger als eine reine Tabelle, die zudem noch falsch
> interpretiert und mit einer reißerischen Überschrift versehen wird.

>  

> So leicht kann man sich mit voreiligen Schlüssen ins Abseits stellen.

>  

> Hier gilt, was Aldous Huxley einmal feststellte: „Fakten
> verschwinden nicht, nur weil man sie ignoriert“.

>  

> Wie schreibt sogar besagte Irene Mihalic auf ihrer Homepage:
> "Kriminologische Erkenntnisse, zumal wenn sie populären Annahmen
> widersprechen, dringen nicht nur bei Politikern, sondern auch in den
> Medien nicht immer durch." (aus: Migration und Jugenddelinquenz,
> Mythen und Zusammenhänge von Dr. Christian Walburg, Institut für
> Kriminalwissenschaften, Universität Münster).

>  

>  

> Ich verabschiede mit

> mit freundlichen Grüßen"

>  

> Vielleicht möchte der eine oder andere ebenfalls schreiben.

>  

> Beste Grüße

> Uwe Weber

>  

>  

>  













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