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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: Johannes Nix <Johannes.Nix AT gmx.net>, brb-ag-wirtschaft AT lists.piratenpartei.de, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback
  • Date: Fri, 20 Apr 2012 10:19:43 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Hallo,

ich werde mir das ansehen. Ich warne vor Schnellschüssen, denn in der Regel sind solche Dinge in großen Teilen Panikmache aufgrund einer Einzel-Prognose.

Man muss Gasvorkommen/Gasförderung einbeziehen; die Ölproblematik bezieht sich nur zu einem überschaubaren Prozentsatz auf den MIV. In weiten Teilen kann Öl durch Gas oder eben andere Energiespender supplementiert werden. Das betrifft z.B. Heizungen aber auch ggfs. den viel wichtigeren Bereich der Herstellung z.B. von Plastik.


Bevor man nicht die Steigerungs- und Anteilsraten von Gas und regenerativen Energien angesehen und den Komplex im gesamten ausgewertet hat wäre ich vorsichtig mit dem Schlagwort "Peak Oil". Es wird häufig von Ökos benutzt welche es schon vor 10-20 Jahren benutzt und das Ende der Welt prophezeit haben.... Und diesen ist es nie um "Peak Oil" gegangen (also der Gefahr das man es nicht mehr hat) sondern es ging diesen nur darum die alternativen Energien voranzutreiben. Da war das Schreckgespenst Peak Oil lediglich willkommen und Mittel zum Zweck.


Irgendwelche weiteren Steuern auf Öl etc. lehne ich prinzipiell ab. Die Steuern/Abgaben darauf sind bereits horrend (werden lediglich nicht für EEs verwendet), ebenso der Umfang des EEG. Hätte man diese Gelder anstatt sie für in unseren Breiten sinnbefreite PV-Dächer mit hohem Materialeinsatz zu suventionieren in Infrastruktur und Staubecken gesteckt wären wir bereits heute viel weiter. Da wäre eher eine besser strukturierte Planung der Förderung anstatt dem Gieskannenprinzip "Hauptsache es klingt gut" gefordert.


Des weiteren sollte man sich mit E10 und Landwirtschaft für Treibstoff auseinandersetzen. Peak Oil ist ein Grund aus welchem die Amerikaner inzwischen 40% des Maisertrages in ihre Benzintanks füllen. E10 ist auch eine Grüne Fehlleistung welche auf blindem Ökowahn gepaart mit unstrukturiertem Gieskannenprinzip entstanden ist.


Erst sauber analysieren und dann etwas fordern. Wirtschaftlich spielt es keine Rolle ob man Mais vergärt und dafür Menschen im Sudan verhungern - Hauptsache der Motor läuft. Bei PV-Anlagen sieht es schon anders aus. Wenn man von "Peak Oil" spricht sollte man das hier im Auge behalten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzellen#Materialverf.C3.BCgbarkeit
Es lässt sich schlussfolgern das aktuell hergestellte Solarzellen auch nur noch einen begrenzten Zeitraum über hergestellt werden können und m.E. ebenso Ressourcenverschenderisch sind.


Wirtschaftlich gesehen ist wichtig das die Energieversorgung gesichert ist und das Förderungen der Energie-Alternativen sowie der Infrastruktur effizient, zukunftsgerichtet und koordiniert erfolgen. Das sollte eigentlich auch im Interesse der Ökologie sein.

Grüße
Otmar




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